alleinerziehend, Familie

Lesestoff für die Sommerpause? Ein Blick ins Buch „Alleinerziehend – und nun?“

Cover „Alleinerziehend - und nun?“


„Alleinerziehend – und nun? Texte der Stärkung bei Trennung und Verlust“:

Wer Lust hat, kann hier einen Blick in mein Buch werfen:

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Familie, Persönliches

Peng, Boom, Bäng – Warum aggressives Kinderspiel nicht immer schlecht ist

Matchbox-Panzer vor Umzugskarton

Bei unserem Sohn (5) ist der Krieg ausgebrochen. Wo bis vor kurzem noch Duplo-Rennautos um die Wette rasten, beschießen sich gerade Superpanzer, Kriegsroboter und kanonenbewehrte U-Boote. „Penggg – zerstööört!“ schallt es durchs Hause und: „Alle tooot!“ Puh, für mich als Pazifistin schwer zu ertragen – vor allem, da seine Stimme dabei nicht wirklich fröhlich klingt. Oder bilde ich mir das nur ein?

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alleinerziehend, Familie

„Patchwork Power!“: Ein wirklich guter Ratgeber für Eltern in Patchwork-Familien (Rezension)

Cover „Patchwork Power!“ von Marita Strubel

2019 saß ich Autorin Marita Strubelt und ihrem Lebensgefährten in einem Kölner Café gegenüber. Ich lebte seit zwei Jahren getrennt vom Vater meines Sohnes und hatte ein Jahr zuvor mutter-und-sohn.blog gegründet. Über meinen Blog war Marita auf mich aufmerksam geworden und hatte Kontakt zu mir aufgenommen. Begeistert erzählte sie mir von ihrer Arbeit als Coach für Patchworkfamilien und ihre eigenen Erfahrungen mit Partner, mittlerweile zwei leiblichen Kindern und einem Bonuskind. Ich weiß noch, dass ich damals insgeheim dachte: Coaching für das Leben in einer Patchworkfamilie, ist das nicht etwas übertrieben? Nun ja – ich lebte noch längst nicht wieder in einer Partnerschaft, hatte also ehrlich gesagt keine Ahnung von den Herausforderungen des Lebens mit neuem Partner, Ex-Partner und Kind. 2021 hat Marita Strubelt mit dem Ratgeber „Patchwork-Power! So wird die Sache mit der Bonusfamilie zum echten Bonus“ nun das Buch zu Ihrer Arbeit veröffentlicht und ich kann sagen: es ist wirklich lesenswert – übrigens sogar für Eltern, die gar nicht im Patchwork leben.

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Familie, Kunst

2021: KW 29 |“In den Schuhen des anderen“|

Unterschiedlich große Schuhe in einer Reihe, von oben fotografiert.

Schau einfach mal / deine Schuhe / neben denen deines Kindes.

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Familie, Hochsensibilität

Hochsensibel und zwei Kids: 5 Tipps für ein entspanntes Familienleben

Blumen vor hellblauem Himmel

„Mir wird gerade alles zuviel. Haltet einfach mal die Klappe!“ Bin ich dieses Wesen mit rotem Kopf, das sich die Hände gegen die Schläfen presst und wutschnaubend aus dem Zimmer stapft? J-ein. Eigentlich nicht. Eigentlich kann ich meine Gefühle gut regulieren, für mich sorgen, eine für mich wohltuende Mischung aus Anregung und Entspannung schaffen. Eigentlich. Wenn da nicht gerade zwei Jungs wie wildgeworden durch die Wohnung toben, ein Mann mit mir etwas besprechen will, der Postbote klingelt, die Spülmaschine auf einmal leckt und ich dringend etwas essen müsste. Ja… dann kann es tatsächlich passieren, dass aus mir dieses seltsame Wesen wird. Und weil das niemandem gut tut, inklusive mir selbst nicht, veröffentliche ich hier fünf erprobte Tipps, wie du als hochsensible Mutter mit zwei Kids gerade NICHT täglich die Krise kriegst

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Familie, Persönliches

Umzug: Mit der Familie von der Stadt aufs Land

Frau, die Tür weiß streicht

Wir ziehen um. Nach fast sechs Jahren gedanklicher „Vorlaufzeit“ und rund zwanzig Jahren als Stadtmenschen machen wir es wahr: wir verlassen die Metropole am Rhein und kehren zurück zu unseren Familien, die einige hundert Kilometer südlich ihre Heimat gefunden haben. Was mit mittlerweile zwei Kindern durchaus naheliegend klingt, war doch ein großer gedanklicher Schritt. Aber nachdem wir die Entscheidung getroffen hatten, ging alles sehr schnell. Innerhalb von nur rund drei Monaten Wohnung(en) gekündigt, ein kleines Haus angemietet – und jetzt geht es tatsächlich los: Kleinstadt, wir kommen!

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Gesellschaft, Politik

Pandemie und das Leben im Augenblick: kurzsichtig oder klug?

EM 2021: Jubelnde Fußballfans beim Public Viewing ohne Abstand und Maske
EM 2021: Euphorie ohne Maske und Abstand beim Public Viewing (Foto: epa)

In der Sozialpsychologie gibt es einen Begriff, der menschliches Verhalten treffend auf den Punkt bringt: den sogenannten „myopischen Effekt“. Myopisch heißt kurzsichtig und entsprechend bedeutet das Phänomen, dass mich Konsequenzen, die mein Verhalten in ferner Zukunft haben könnte, nicht so sehr interessieren wie ihr Effekt im Moment. Also stecke ich mir als Raucher/in die nächste Kippe an – die Befriedigung im Augenblick zählt mehr als der mögliche Lungenkrebs ein Jahrzehnt später. Ich kaufe den Kaffee im Pappbecher (jetzt praktisch – das Müllproblem fällt für mich spürbar erst später an) oder fliege spontan nach Mallorca (die Spätfolgen für die Natur wiegen weniger als der Spaß im Moment). Auch das aktuell wahrnehmbare Verhalten (feiernde Fußballfans, volle Einkaufsstraßen und Cafés) lässt sich dadurch erklären: jetzt will ich leben, Menschen treffen, meinem Vergnügen nachgehen – auch wenn das eine weitere Pandemiewelle im Herbst bedeuten mag. Ist das nun verwerflich – oder gut?

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Familie, Gesellschaft

Mama, du bist nicht allein. Wahre Kurzgeschichten über die Herausforderungen des Mutterseins (Rezension)

Buchcover „Mama, du bist nicht allein“

Manchmal erfährst du von einem Buch und weißt sofort: das musst du haben. So erging es mir mit „Mama, du bist nicht allein“ von Andrea Bruchwitz. Neun Kurzgeschichten, basierend auf den Erfahrungen echter Mütter, die die Seiten der Mutterschaft zeigen, über die Mütter normalerweise nur hinter vorgehaltener Hand berichten. Neun Geschichten, die zugleich zeigen, wie wunderbar und kraftvoll das Muttersein sein kann, mit all diesen Verwerfungen. 

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Familie, Gesellschaft

„Kind, kauf dir was Schönes!“ Elternsein und Konsum

Spielzeugkasse mit Spielgeld von oben

Als ich selbst noch ein Kind war, kamen zuweilen mein Opa und meine Tante zu Besuch. Mein Opa immer mit den Armen voller Laugenbrezeln und sonstiger Leckereien. Noch mit zehn, elf Jahren setzte ich mich Brezeln essend auf seinen Schoß und kuschelte mich an ihn. Diese Momente liebten mein Opa und ich gleichermaßen; bis heute verbinde ich damit die Erinnerung, wie liebevoll – und ganz praktisch – er für uns, seine Liebsten, sorgte. Ein Moment der Zärtlichkeit und der erwartungslosen, heiteren Freude am Zusammensein.

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Gesellschaft, Politik

Business trotz Virus. Corona und die soziale Gerechtigkeit

Obdachloser mit Maske und Gummihandschuhen

Im Frühjahr 2020 kam das Corona-Virus über uns wie eine Naturgewalt. Im ersten Lockdown wurden Schulen und Kindergärten komplett geschlossen, das soziale Leben eingefroren und Menschen hamsterten in den Supermärkten Lebensmittel und Klopapier. Deutschland befand sich im Ausnahmezustand – verständlich angesichts der Bedrohung durch eine Krankheit, wie sie Europa seit der Spanischen Grippe vor rund 100 Jahren nicht mehr gekannt hat. Inzwischen sind jedoch fast 1 1/2 Jahre seit Beginn der Pandemie vergangen und es zeigen sich immer deutlicher die Folgen politischer Entscheidungen, die zwar das Ziel der Viruseindämmung zu erreichen scheinen, dafür aber enorme soziale Schäden in Kauf nehmen und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, die bereits vor der Pandemie bestanden, tolerieren oder sogar verstärken.

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alleinerziehend, Familie

Eltern als Team: Mediatorin und Rechtsanwältin Isabell Lütkehaus über das Wechselmodell

Zwei Buttons „Father“ und „Mother“, davor Curser-Hand mit Satz „I can‘t choose“

Nach einer Trennung gibt es viele Fragen, vor allem, wenn Kinder beteiligt sind. Isabell Lütkehaus berät Paare im Rahmen ihrer Trennung oder Scheidung und hilft ihnen, Lösungen zu finden, mit denen alle Beteiligten gut leben können. „Ich gebe wenig Tipps, weil ich denke, Menschen können ihr Leben am besten selbst regeln. Eltern sind Experten für sich und ihre Kinder“, so die Berliner Rechtsanwältin und Mediatorin. Gerade bei Umgangsfragen kann es jedoch hilfreich sein, eine neutrale dritte Person hinzuzuziehen. Im Gespräch mit mir berichtet Isabell Lütkehaus von ihrer Arbeit als Mediatorin, erklärt, was Kinder im Rahmen einer Trennung stärkt und warum das Wechselmodell gelebte Gleichberechtigung bedeuten kann.

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Familie, Politik

Mit Pieks zurück ins Leben? Ein Kommentar zur Impfung gegen Covid-19

Schild „Einbahnstraße“

Wann ist dieses Gefühl entstanden? Die Annahme, wir bräuchten erst die medizinische Erlaubnis, um wieder unbeschwert am Leben teilhaben zu können? Im Beitrag einer Bloggerin, deren Gedanken ich gerne verfolge, lese ich: „Möge die Impfung ihr langfristig wieder Begegnungen mit freudiger Gelöstheit ermöglichen in der Familie, in Freundschaften, im Stadtviertel, im Beruf. Möge sie selbst nicht erkranken mit kurzen oder langen schweren Folgen. Möge diese Impfung einen Beitrag leisten zur gesellschaftlichen Bewältigung des Notstands.“

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Beruf, Familie

Eltern als Team. Ideen eines Vaters für gelebte Vereinbarkeit (Rezension)

Buchtitel Birk Grüling „Eltern als Team“

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – ist das nicht das, worum sich die Mütter kümmern? Tja, solange Frauen im Vorstellungsgespräch gefragt werden, wie sie neben ihrem Beruf die Kinderbetreuung organisieren wollen oder die Aufforderung zum Kuchenbacken fürs Sommerfest lediglich an die „lieben Mamas“ geht, könnte man das durchaus meinen. Umso erfreulicher, dass sich mit Birk Grüling ein Vater zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf äußert. „Eltern als Team“ heißt sein Buch, das Ende April im Kösel-Verlag erschienen ist.

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Familie, Gesellschaft

Zum Muttertag: „All You Need Is Love?“ Süße Worte machen keine Rente!

Tasse von oben aufgenommen, in der ein pinkes Herz schwimmt.

Die Werbung ist voll davon: rosa Herzen, leuchtende Kinderaugen, kleine Hände, die der heißgeliebten Mama Selbstgebasteltes (oder zumindest Selbstgekauftes) entgegenstrecken. Am Muttertag wird nicht mit Lob, Blumen und Komplimenten gespart. Dabei ist auch im Jahr 2021 für Mütter in Deutschland nicht alles so rosig.

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Familie, Gesellschaft

Corona 2021: Was brauchen Familien in der Pandemie wirklich? (#elfmillionenstimmen, #familieninderkrise)

Grafik: Familie mit Mund-Nasen-Bedeckung

Wieviel Politik passt in einen Elternblog? Ich lese in den sozialen Medien und erfahre in Gesprächen, wie erschöpft, frustriert oder gar verzweifelt Eltern gerade sind. Aber oft formulieren sie dies mit einer gewissen Ergebenheit, fast Resignation. Es sei eben so. Pandemie eben. Dass aber auch unser Umgang mit dieser Pandemie und ganz konkret die Entscheidungen derjenigen, die aktuell in Bundestag und Landtagen unser Land regieren, mit zu diesem Mix aus Frustration, Erschöpfung und Überforderung beitragen, wird kaum thematisiert.

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alleinerziehend, Politik

„Kinder haben in der Pandemie keine Lobby!“ Eine alleinerziehende Mutter macht sich Luft

Grafik: Frau steht allein am Fenster und sieht nach draußen.

Martina Johann ist alleinerziehend. Sie hat zwei schulpflichtige Kinder und arbeitet in einer Familienberatungsstelle. Ende April 2021 schreibt sie mir eine Mail. „Ich finde es so ungerecht, was die (Schul-) Politik aktuell uns und unseren Kindern antut“, schreibt sie. Hier ihr Statement:

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Familie, Gesellschaft

Mom’s Power: Warum unsere Gesellschaft starke Mütter braucht – und wie wir sie bekommen

Frau, die Wischmopp wir ein Mikrophon hält.
Wischmopp, Wok und Windelnwechseln? – Wir Mütter können mehr.

Die Macher der Herrenzeitschrift Men’s Health veröffentlichten vor kurzem die erste Ausgabe eines Online-Magazins für Väter. Der Aufhänger: „So bespaßt du die Kids und kannst gleichzeitig chillen“. Im Artikel wird den (männlichen) Lesern „horizontal parenting“ empfohlen – zu deutsch: Leg dich hin und lass die Kinder machen! Durchaus brauchbare Tipps, wie das Spielen mit Kindern möglich ist, ohne sich als Eltern zu verausgaben. Ich stelle mir nur vor, ein ähnlicher Beitrag wäre an Mütter gerichtet. Schon der Titel würde vermutlich für Irritationen sorgen: Mütter kümmern sich um ihre Kinder, sie „bespaßen“ sie nicht. Und erst recht „chillen“ sie nicht dabei. Oder?

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Beruf, Familie

Ratgeber: „HomeOffice mit Familie“ (Rezension)

Buchtitel „HomeOffice mit Familie“

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: wie geht das, wenn ich mit Kindern im HomeOffice arbeite? Wie schaffe ich es, meine Aufgaben zu erledigen, ohne dass meine Familie dabei zu kurz kommt? Und wie vermeide ich umgekehrt, ständig für Familiendinge wie Hausaufgabenbetreuung oder die Zubereitung des Mittagessens eingespannt zu werden, wenn ich zuhause arbeite? Businesstrainerin und Autorin Felicitas Richter, selbst Mutter von vier Kindern und seit Jahren im HomeOffice tätig, hat zu genau diesen Fragen einen Ratgeber verfasst. Ich habe ihn mir angesehen. 

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Gesellschaft, Kunst

Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit (Rezension)

Buchtitel „Im Grunde gut“

Stell dir vor, die fliegst mit einem Flugzeug. Es muss notlanden und ein Feuer bricht aus. Was passiert? A) Die Leute erkunden sich nach dem Befinden ihres Sitznachbarn, helfen Schwachen und Verletzten und lassen einander an den Notausgängen den Vortritt. Oder B) Alle versuchen so schnell wie möglich, das Flugzeug zu verlassen, Schwache, Alte und Kinder werden überrannt, es bricht Panik aus. Welches Szenario wird passieren?

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Familie, Hochsensibilität

„Mama, spiieeelen!“ Warum ich NICHT mit meinen Kindern spiele und uns das alle glücklich macht

Kletterndes Kind

Mama spielt nicht. Jedenfalls nicht wie der Fünfjährige. Und auch nicht wie die sechs Monate alte Schnuckelbacke. Keine Karambolage auf dem Auto-Teppich, kein „Ich-fang-den-Stoff-Frosch-und-esse-ihn-auf“. Wäre ja auch komisch, oder? Schließlich bin ich vierzig, nicht vier. Oder? Warum übernehmen dann so viele Eltern – und gerade auch wir Mütter – dennoch wie selbstverständlich die Rolle, der wir eigentlich längst entwachsen sind? Kämmen scheinbar mit Inbrunst stundenlang Barbie-Ponys oder stapeln Duplo-Steine aufeinander? Ich tue das inzwischen nur noch selten – und meine Kinder sind trotzdem froh.

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Beruf, Gesellschaft

Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen (Rezension)

Buch-Cover „Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen“

Suchst du ein Buch, dass du deiner besten Freundin zur Beförderung schenken kannst? Oder dir selbst zum ersten Arbeitstag? Oder einfach, weil du wieder mal in die Tischplatte beißen könntest, nachdem Kollege 1 dir das Wort abgeschnitten, Kollege 2 weitschweifig deine Idee als seine ausgegeben und Kollege 3 dir gönnerhaft den Arm getätschelt hat? Die New Yorker Comedian und Autorin Sarah Cooper hat das möglicherweise wichtigste (und witzigste) Buch für Frauen in der Arbeitswelt geschrieben: „Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen“. Es ist jetzt im Mentor-Verlag erschienen, großartig übersetzt von Anna Dushime. Achtung: Satire – schmerzhaft wahr.

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Familie, Persönliches

Mama-Auszeit ist nicht der Einkauf allein im Supermarkt…

Zeichnung: Männchen in Hängematte

Ich bin gerne Mama. Und ich genieße es, manchmal kein bisschen mütterlich zu sein. Ich bin eine gute Mama, ich weiß es – wenn ich diese Auszeiten habe. In diesen Momenten räume ich wirklich alle Pixibücher und Duplosteine vom Wohnzimmersofa zurück ins Kinderzimmer, versinke sechs Stunden lang in der Recherche zu einem Artikel und schreibe ihn, ohne dabei Hunger und Durst zu spüren. Ich treffe mich mit Freundinnen und denke nur an mich. Erwachsenenthemen, Erwachseneninteressen. Mein Tempo, mein Rhythmus, meine Zeit. Gut so.

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alleinerziehend, Gesellschaft

Rona Duwe: „Mutterwut – Muttermut“ (Rezension)

Buchtitel „Mutterwut - Muttermut“

Was passiert, wenn eine Frau, alleinerziehende Mutter zweier Kinder, ein Buch schreibt, das nach eigener Aussage nicht weniger will, als unsere Gesellschaft von Grund auf zu verändern? Ein Buch, in dem 170 Mütter ihre Wut in die Welt schreien über fehlende Anerkennung, Mütterarmut, institutionelle Gewalt und Diskriminierung? Ein Buch, das WUT und MUT von Müttern auf den Titel hebt und unverblümt deren Revolte fordert? Ich bekomme Herzklopfen. Werde neugierig. Und lese das Buch an zwei Abenden quasi in einem Zug durch. 

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alleinerziehend, Familie

Lütkehaus/Matthäus: Umgang im Wechselmodell (Buchrezension)

Buchcover „Umgang im Wechselmodell“

Wie regeln wir den Umgang mit unserem gemeinsamen Kind, bzw. den gemeinsamen Kindern, wenn wir uns trennen? Vor dieser Frage standen 2017 auch der Vater meines älteren Sohnes und ich. Wir entschieden uns damals für das Wechselmodell, unser Sohn sollte also abwechselnd bei seinem Vater und bei mir leben. Für uns als Familie die richtige Entscheidung. Und dennoch gerade in der ersten Zeit nach der Trennung nicht einfach umzusetzen. Dr. Isabell Lütkehaus und Thomas Matthäus haben im dtv/Beck-Verlag einen Ratgeber zum Wechselmodell herausgegeben.

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Familie, Gesellschaft

Vier Mythen rund ums Muttersein… und die Wahrheit dahinter

Mutter mit Kind auf dem Arm (Skulptur)

„Ein Lächeln deiner Kinder entschädigt dich für alles“, „Mutterliebe ist unentbehrlich“, „Beim zweiten Kind verdoppelt die Liebe sich“, „Kinder sind das größte Geschenk im Leben einer Frau“ – was machen solche Sätze mit mir als Mutter? Und inwiefern zeigt sich in ihnen das Bild, das unsere Gesellschaft offensichtlich (noch immer) von uns Müttern hat? Ein Best-Of der Mythen rund ums Muttersein…

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alleinerziehend, Familie

Living Apart Together: Eine Familie, zwei Wohnungen – geht das gut?

Reihenhaus, zwei bunte Türen nebeneinander.

Junge Paare führen oft jahrelang eine Beziehung, ohne dabei in einer gemeinsamen Wohnung zu leben. Dennoch ziehen die meisten Menschen spätestens vor der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes zusammen. Natürlich ist dies nicht immer möglich. Paare, die zum Beispiel aufgrund beruflicher Gründe nicht am selben Ort wohnen können, nutzen oft zwei Wohnungen, zuweilen auch noch mit gemeinsamen Kindern. Oft entsteht hier jedoch früher oder später der Wunsch, die Fernbeziehung zu beenden und zusammenzuziehen. Was aber, wenn ihr euch als Paar mit eigenen Kindern bewusst dafür entscheidet, zwei eigene Wohnungen zu behalten? Getrennt zusammen leben, „Living Apart Together“ (LAT) wird dieses Wohn- und Lebensmodell auch genannt. Kann es mit Kindern auf Dauer gut gehen? 

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Familie, Gesellschaft

Kein Mensch ist eine Insel – Die Säuglingsmama aber manchmal schon.

Mutter mit Säugling

Es klingt verlockend, was Spielzeughersteller und Krabbelgruppenanbieter jungen Familien suggerieren: Babys erstes Jahr als eine Art verspielte Dauerfreizeit, eine Aneinanderreihung glücklicher Momente. Die Wahrheit sieht oft anders aus. Vor allem Mütter geraten innerhalb weniger Wochen häufig in erschreckende Isolation. Dies ist einerseits bedingt durch die umfassende Bedürftigkeit des Neugeborenen, aber vor allem durch die noch immer bestehende gesellschaftliche Erwartung, Mutter und Baby seien eine untrennbare Einheit, die Frau „natürlicherweise“ monatelang hauptverantwortlich für die Betreuung des Neugeborenen. Nicht wenige Mütter werden so mit der Geburt ihres Kindes herauskatapultiert aus (fast) allen sozialen Gefügen, vor allem im beruflichen Kontext sind sie auf einmal in spürbar anderer Position als ihre kinderlosen Kolleg/innen. Kein Mensch ist eine Insel – die Säuglingsmama manchmal schon. 

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Beruf, Familie, Politik

6 Wochen nach Geburt wieder in den Job? Wir brauchen neue Wege zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Baby mit fragendem Blick. Schrift: Familie & Beruf?

In der aktuellen EMMA las ich ein Porträt über die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacina Ardern. Sechs Wochen nach der Geburt ihrer Tochter nimmt sie ihre Amtsgeschäfte wieder auf. Als ihr Kind drei Monate alt ist, nimmt sie mit ihm an der UN-Generalversammlung in New York teil. Das Signal: mein Muttersein ändert nichts an meiner beruflichen Kompetenz und an meinem Ehrgeiz im Job. If you just really want it you can have it all. Ehrlich gesagt bin ich froh, diesen Spagat persönlich nicht hinbekommen zu müssen…

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alleinerziehend, Beruf, Gesellschaft

5 Dinge, die Alleinerziehende brauchen, um beruflich durchstarten zu können

Kind hält Computermaus und schaut auf Bildschirm.

Alleinerziehend zu sein ist auch heute noch oft ein beruflicher Nachteil. „Weniger belastbar, das Kind ständig krank, unflexibel“ – so die Vorurteile, die Alleinerziehenden im beruflichen Umfeld entgegengebracht werden. 

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Beruf, Familie, Gesellschaft

Karriere im Eimerchen? Die TAZ über Frauen in Führungspositionen – und meine Antwort dazu

Caroline Rosales, Journalistin, Autorin und alleinerziehende Mutter zweier Kinder, äußerte sich vor wenigen Tagen in einem Artikel der TAZ zu Frauen in Führungspositionen. Anlass ihres Kommentars ist der Rücktritt der Westwing-Vorständin Delia Lachance Anfang März 2020, die kurz vor der Geburt ihres Kinder ihre Position im Vorstand ihres Unternehmens aufgab, da auf ihrer Karriereebene von Seiten des deutschen Arbeitsrechts ganz offiziell kein Mutterschutz möglich ist. „Mutterschutz ist für eine Vorständin nicht vorgesehen. Das offenbart, wie sehr das deutsche Gesetz noch in den 50er Jahren steckt“, titelt die TAZ.

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Beruf, Familie, Gesellschaft

Vollzeit, Teilzeit, Lebensarbeitszeitmodell? Wie wollen wir mit Beruf und Kindern leben?

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„Als ich kleine Kinder hatte, hatte ich gar keine Wahl“, erzählt meine Mutter: „Es gab bei uns im Ort schlicht keine Vollzeit-Kinderbetreuung, erst recht nicht für unter 3-Jährige. Andererseits war es für mich auch eine bewusste Entscheidung, zuhause zu bleiben, solange ich Kinder im Kleinkind- und Kindergartenalter hatte. Ich wollte gar nicht zwischen Beruf und Familie hin- und herpendeln müssen. Dein Vater verdiente zum Glück genug, um uns für diese Zeit zu finanzieren.“ Realität der (westdeutschen) 1980er Jahre. Weiterlesen „Vollzeit, Teilzeit, Lebensarbeitszeitmodell? Wie wollen wir mit Beruf und Kindern leben?“