Familie, Persönliches

Sommerpause!

Blick durch Torbogen auf Fachwerkhaus im Sonnenschein.

Ab dem 3. September geht es hier weiter. Herzlich eine schöne Zeit im Freibad, in der Natur, im Urlaub oder zuhause! Einfach in der Welt draußen.

Ich freue mich, wenn ihr Anfang September wieder hier auf mutter-und-sohn.blog vorbeischaut!

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Familie, Persönliches

2022: KW 31 | Spiel |

Plastikfigur „Nasenaffe“ auf Tisch vor für ihn riesiger angebissener Banane.

Die Tiere sind los! Wenn mich das Familienleben anstrengt und ich einmal nicht die starke Mama sein will, erinnert mich das Kind in mir: „Komm, spielen!“ Denn auch wenn ich mit meinen beiden Jungs nur selten Kinderspiele spiele, das Spielerische dieser Welt feiern wir gemeinsam doch immer wieder. Weil sie schön ist, diese Welt, auch mit all ihren Problemen, und wir nur hinzuschauen brauchen, um uns an ihr zu erfreuen. Also seht her. Ihr müsst nicht, aber ihr dürft fröhlich sein! Immer.

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Gesellschaft, Persönliches

Dünne Luft ganz oben. Frauen und ihr Stand in der Spitzenpolitik – Mein Blogbeitrag im Magazin „humanistisch!“

Screenshot Artikel „Dünne Luft ganz oben“ aus Magazin „humanistisch!“

Stell dir vor, dir schreibt ein Chefredakteur und erklärt, dein Blogbeitrag sei genau das, was er für die nächste Ausgabe seines Magazins brauche. „Im Rahmen der Recherche nach Perspektiven auf das Thema der Vereinbarkeit von Spitzenpolitik und Familienleben anlässlich des Rücktritts von Anne Spiegel bin ich auf Ihren Blogbeitrag gestoßen. […] Sie haben genau den Text verfasst, den sich unser Team gewünscht hat und den zu schreiben ich beabsichtigt habe. Ich würde ihn also am liebsten für unsere nächste Print-Ausgabe übernehmen“.

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Familie, Psychologie

„Jetzt stell dich nicht so an!“ Eltern-Bullshit-Sätze und was sie mit unseren Kindern machen

Grafik: Angebissener Apfel mit unglücklichem Gesichtsausdruck

„Jetzt stell dich nicht so an!“, „Das bisschen Sport hat noch keinem geschadet“, „Indianer kennen keinen Schmerz“. Ganz sicher, dass ihr solche Sätze nicht schon zu euren Kindern gesagt – oder zumindest in ihrer Anwesenheit gedacht – habt? Wenn sie quengeln, jammern, einfach zu nichts Lust haben oder von allem genug? Wenn sie euch schlicht mit ihren Gefühlen und ihrem Verhalten auf die Nerven gehen. Soll ja vorkommen. Warum es trotzdem keine gute Idee ist, wenn wir unseren Kindern in solchen Situationen mit der „Stell dich nicht so an“- Keule entgegentreten, schreibe ich hier. 

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Familie, Psychologie

Fit für den Kindernotfall (Rezension)

Buchcover „Fit für den Kindernotfall“ von Katharina Rieth

Sechs Monate nach der Geburt hatte unser Jüngster die „Ehre“, mit dem Rettungswagen in die Kinderklinik kutschiert zu werden. Zum Glück „nur“ ein Pseudokrupp-Anfall, bei dem sich die begleitende Atemnot letztlich nicht als lebensbedrohlich herausstellte. Sicherheitshalber hatte ich, ausgerechnet an diesem Abend allein zu Hause, dennoch die 112 gewählt – und war froh, zu wissen, was ich bis zum Eintreffen der Sanitäter/innen tun konnte. 

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Familie, Gesellschaft

Mama-Mode: 5 Wahrheiten, die dir vor dem ersten Kind keiner sagt

Die Autorin des Beitrags lachend mit Schwangerschaftsbauch.

In Zusammenarbeit mit Cecil-Moden

Aus feministischer Perspektive über Mode für Mütter schreiben? Geht! Zieh an, was dir gefällt. Punkt. Ob das dann Hotpants in der Schwangerschaft sind oder Schlabbershorts; die Ton-in-Ton-Pastellkombi auf dem Spielplatz oder das T-Shirt, das zufällig noch keine Tomatensoßenspritzer abbekommen hat – beides super, wenn es dir in beidem gut geht. Bei allem selbstbewusstem „Ich tu’ was mir gefällt“, sollte uns aber bewusst sein: eine Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babyjahre verändern nicht nur unser Zeitbudget und unsere Prioritäten als Mütter, sondern krempeln in gewisser Weise auch unsere Seele um und gehen meist auch an unserem Körper nicht spurlos vorbei. Und am Ende ist es dann gar nicht so einfach zu sagen, „ich zieh an, was mir gefällt“, wenn dich nach 4 1/2 Stunden Schlaf morgens diese blasse Frau mit seit zwei Tagen aus Zeitmangel nicht gewaschenen Haaren im Spiegel anschaut…

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Familie, Gesellschaft

Wie kann Familie und ein Vollzeitjob klappen? Warum das keine Frage nur für Mütter bleiben darf

Frau steht in Arbeitskleidung vor Personaleingang, davor „parken“ Kinderwagen mit Babys auf einem „Kinderparkplatz“. Frau sagt zu ihrem Baby in einem der Wagen: „Vielleicht haben wir ja bald eine Tagesmutter“.


Im Familienblog StadtLandMama stellt eine Leserin die Frage, wie Familie mit einem Vollzeitjob beider Eltern zu vereinbaren sei. Sie hat ein interessantes Stellenangebot für 40h Arbeit mit flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit, im Homeoffice arbeiten zu können (wobei ihr erst Teilzeit versprochen, nun aber doch nur ein Vollzeit-Arbeitsvertrag angeboten wurde). Ihre Frage an die Leser*innen des Blogs: „Ich habe keine Ahnung, wie ich Vollzeit stemmen soll. Mein Mann arbeitet ebenfalls in Vollzeit, ist aber in den Arbeitszeiten nicht flexibel. Das heißt: Das Kind zur Schule bringen und abholen ist IMMER mein Job. Unser Kind ist 7 Jahre alt und die Schule ist 5 Kilometer entfernt im Nachbarort. Gibt es hier Eltern, die ebenfalls beide Vollzeit arbeiten und die mir praktische Orga-Tipps geben können? Wie könnte ich 40 Stunden schaffen, ohne täglich nach der Schule oder am Wochenende arbeiten zu müssen?“ Tja, willkommen im Mütter-Dilemma zwischen Beruf und Kind. 

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Familie, Psychologie

Von Bilderbuchfamilien und anderen Illusionen: Warum wir Eltern einander das echte Leben zeigen sollten

Mutter fährt mit Jungen lachend auf einer Sommerrodelbahn.


Über Pfingsten waren wir als Familie ein paar Tage im Urlaub. Ich habe Freundinnen Bilder von unserer gemeinsamen Zeit geschickt. Eine schrieb zurück: „Danke für die schönen Fotos. Ihr seht wirklich aus wie eine glückliche Bilderbuchfamilie!“ Sie freute sich mit mir. Und ich freue mich auch. Denn ja, wir hatten eine wirklich schöne Zeit in dieser knappen Woche mit unseren Jungs – und haben uns zweimal auch wirklich heftig gestritten. Und der Kleine hat in drei von vier Nächten so schlecht geschlafen wie schon die letzten zwei Jahre. Der Große hatte auch so seine Momente – und romantische Abende zu zweit waren in diesem Urlaub (noch) eher rar…

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Gesellschaft, Persönliches

Eine Bloggerin kommt selten allein: Mein feministisches Netzwerk und was ich ihm verdanke!

Grafik: Frau mit Megafon, Text: Use your voice.

Heute habe ich Lust, euch ein wenig von den tollen Frauen (und Männern) zu erzählen, die ich in den letzten vier Jahren durch mutter-und-sohn.blog und mein Engagement als Bloggerin kennen lernen konnte. Gegenseitige Gastbeiträge, gemeinsame Projekte und sogar echte Freundschaften haben sich daraus entwickelt. Der Austausch und das Weiterschreiben eigener Ideen sind für mich das A und O als Bloggerin und Autorin. Ich freue mich, wenn meine Stimme als berufstätige, feministisch und gesellschaftlich engagierte Mutter auf Resonanz trifft und ich Mitblogger/innen und Autor/innen zu eigenen Texten anregen, beziehungsweise mich von ihnen anregen lassen kann. Mit welchem Ergebnis? Hier erfahrt ihr mehr!

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Familie, Gesellschaft

Die Pausenlosigkeit des Elternseins. Vom Dauereinsatz als Mutter oder Vater – und wie es anders geht

Weinendes Baby

Blogreihe „Neue Wege für eine familienfreundliche Gesellschaft“ geplant. Du kannst mit deiner Idee oder deinem Projekt dabei sein. Wie? Alle Infos am Ende des Beitrags!

Du hast ein Kind unter 6 Jahren? Vielleicht sogar mehrere? Wann hast du zuletzt ein Buch in weniger als zwei Wochen gelesen?  Von vorne bis hinten, vertieft in die Handlung – und nicht zwanzig Seiten am Abend, bevor dir vor Müdigkeit die Augen zufielen? Wann hast du als Mutter zum letzten Mal länger als eine halbe Stunde gebadet? Und als Vater dich in Ruhe rasiert? Wann hast du eine Mahlzeit vollkommen ungestört zu dir genommen? Wann warst du das letzte Mal allein auf dem Klo? Bist einfach ins Bett gegangen und aufgestanden, wann du wolltest? Elternseins bedeutet anwesend sein: körperlich, geistig – je kleiner die Kinder, umso mehr gilt: fast rund um die Uhr. Was macht das mit uns?

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Familie, Gesellschaft

Vereinbarkeit auf dem Land – Was tun, wenn die Kita um 14 Uhr schließt?

Frau beugt sich über Laptop und fasst sich dabei an den Rücken, als ob sie Rückenschmerzen habe.


Auf dem Spielplatz, ein Gespräch unter Müttern: „Wie geht es dir?“ „Wenn ich ehrlich bin, gerade nicht so gut. Mein Vater ist seit gestern im Krankenhaus. Verdacht auf Herzinfarkt.“ „Ach du meine Güte – das ist sicher nicht leicht für euch!“ „Ja, wir machen uns alle Sorgen um ihn. Dazu kommt, dass ich dadurch keine Kinderbetreuung mehr habe. Meine Eltern haben doch tagsüber auf die Kleine aufgepasst, seitdem ich wieder arbeite.“ „Stimmt – ihr habt ja keinen U3-Kita-Platz bekommen!…“ „Ja, leider.“ Alltag für Mütter 2022 in der süddeutschen Provinz.

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Familie, Gesellschaft

Sorry, Väter! Warum es nicht reicht, in der Familie „mitzuhelfen“ – und was ihr statt dessen tun könnt!

Mann in Anzug mit Baby auf dem Arm

Zum Muttertag 2022: Ein Appell an alle Vollzeit arbeitenden „mithelfenden“ Väter!

„Ich arbeite Vollzeit. Abends und am Wochenende helfe ich meiner Frau mit den Kindern, wo ich kann. Und trotzdem ist sie nicht zufrieden!“ – „Ich kann ihr nichts recht machen. Wenn ich mit anpacke, meckert sie nur!“ Oder: „Typisch Maternal Gatekeeping – eigentlich will sie gar nichts abgeben – sonst würde sie doch nicht „Nein“ sagen, wenn ich ihre Aufgaben am Wochenende übernehmen will?“ Kennt ihr solche Aussagen aus dem Freundeskreis? Oder vielleicht sogar von euren eigenen Männern? Was ist da los?

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Familie, Kunst

Was stärkt dich gerade? Impulse zum Freuen, Lachen, Staunen! (Alle Beiträge meiner Blogparade)

Frau mit lächelndem Gesicht schaut nach oben.


Der Frühling ist endlich da! Und macht vieles leichter. Vor rund 1 1/2 Monaten, zum Weltfrauentag am 08. März 2022, habe ich meine Leser/innen im Rahmen einer Blogparade gefragt: Was stärkt dich gerade? Anlässlich zwei Jahren Pandemie, kriegerischen Konflikten in Europa und einer sozial und wirtschaftlich angespannten Lage in Deutschland – sowie persönlich nach einem langen, kräftezehrenden Winter mit zwei kleinen Kindern in einer neuen Stadt – konnte ich die Impulse, die ich auf meine Einladung erhielt, selbst gut gebrauchen. In nur gut 20 Tagen trafen 14 (!) wunderbare Blogbeiträge bei mir ein, zum Lachen, Staunen, Freuen. Hier nochmal mein herzliches Dankeschön an euch und alle vierzehn Texte (plus mein eigener Beitrag zur Blogparade) auf einen Blick!

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Kunst, Persönliches

2022: KW 19 | Schlaf |

Schlafendes Baby
In welcher Unschuld /
Du tief versunken bist /
In einer Welt / 
deren Tor mir verschlossen bleibt /
Mein Blick auf dich /
Voll Zärtlichkeit und Staunen.
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Familie, Politik

Nichts sehen, nichts hören, nichts fragen: Kita und Corona im Frühjahr 2022

Grafik: Drei Affen, die sich Augen, Ohren und Mund zuhalten.

Eigentlich ist das Wetter gerade viel zu schön und die Natur zu hoffnungsvoll in ihrem Blühen und Erwachen, um sich weiter mit dem leidigen C.-Thema auseinander zu setzen. Und dennoch ist dieses bei jedem Abgeben unseres älteren Sohnes an der Tür der Kita präsent. Während wir nach dem Klingeln auf Einlass warten (nach wie vor strikt nur für ihn, in fast einem Jahr Kindergarten an unserem neuen Wohnort habe ich diesen als Mutter noch nicht einmal betreten dürfen), fällt mein Bild auf ein laminiertes Schild an der Tür. Fein säuberlich sind dort alle vier Kindergartengruppen aufgelistet, jeweils mit Spalte rechts und links: Corona-Fall JA oder NEIN.

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Familie, Politik

Dünne Luft ganz oben. Frauen und ihr Stand in der Spitzenpolitik

Bild Anne Spiegel, die mit ernstem Gesicht gerade das Rednerpodium verlässt.


Erst Franziska Giffey, dann Anne Spiegel – zwei Ministerinnen, die mit großen Plänen in ihr Amt als Familienministerin starteten und das Ministerium bis zu ihrem Rücktritt engagiert führten. Beide scheiterten schließlich nicht an Aufgaben ihres Amtes, sondern wegen persönlicher Fehlentscheidungen vor Übernahme ihres Postens. Nun also tritt Lisa Paus das Amt der Familienministerin an. Sie gilt als Finanzexpertin der Grünen, ist rund zehn Jahre älter als ihre Vorgängerinnen und seit dem Tod ihres Mannes im Jahr 2013 alleinerziehende Mutter eines Sohnes. Was erwartet sie in ihren Ministerium? Und hat sie eine echte Chance, den Interessen derjenigen Gehör zu verschaffen, die sie qua Amt vertreten soll: Kinder, Frauen, Familien und Senior/innen?

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Kunst, Persönliches

4 Jahre mutter-und sohn.blog – Meine 10 Blog-Highlights (Mit Verlosung!)

Header mutter-und-sohn.blog (Logo und Portrait Sarah Zöllner)

„Mutter – berufstätig – getrennt erziehend – kreativ“, so startete ich im April 2018 meinen Blog als mehr oder weniger privates Projekt. Seitdem veröffentlichte ich in genau vier Jahren stolze 430 Artikel (also rund 100 Beiträge pro Jahr). Mein Blog wuchs und irgendwann schrieb ich nicht mehr unter Pseudonym; inzwischen hat sich mutter-und-sohn.blog sogar zum Aushängeschild meiner Tätigkeit als freie Journalistin und Autorin gemausert. Dennoch teile ich hier noch immer persönliche Beiträge: über meinen Alltag mit mittlerweile zwei Kindern, die gesellschaftliche Anerkennung privater und institutioneller Fürsorgearbeit sowie über Familien- und Gesellschaftspolitik. Zur Feier des Tages hier eine Auswahl meiner liebsten Artikel!

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Familie, Gesellschaft

Leben, wenn die Kinder schlafen. Das Geheimnis echter Vereinbarkeit

Astronaut:in in Raumanzug auf Toilette in Abbruchhaus.

Vorsicht: Satire! 🙂

Mutter sein und dennoch ein eigenes Leben haben? Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Themen, die nicht zuletzt durch pandemiebedingtes Home Office und allerlei politische Murkserei während der letzten zwei Jahre in aller Munde sind. Meist mit kritischem bis resignativem Unterton. Aber es geht auch anders. Daher hier – passend zum Frühling, vier „Life-Hacks“, wie Vereinbarkeit spielend möglich ist. Work-Life-Balance mit Kleinkind? Kein Problem. So geht’s!

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Familie, Kunst

Zum Weltfrauentag – Einladung zur Blogparade „Was stärkt dich gerade?“ (bis 31.03.2022)

Frau, die lächelnd den Kopf in den Nacken legt und in den Himmel schaut.

Letzte Chance: Mitmachen bis 31.03.2022!

6 Uhr morgens. Meine Kinder schlafen noch. Durch das halbgeöffnete Fenster höre ich, wie Amseln, Meisen und Goldammern ihr Morgenlied anstimmen. Durchatmen. Dennoch erfüllt mich seit Wochen ein Gefühl von tiefer Unruhe und zeitweise sogar Erschöpfung. Es mag die Müdigkeit sein nach einem langen Winter, der Tribut an einen Alltag mit zwei kleinen Kindern – und es ist sicher auch die Besorgnis, wohin wir uns als Gesellschaft und in der Welt im Ganzen bewegen. Dem allen möchte ich etwas Ermutigendes gegenüberstellen.

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Familie, Persönliches

Tanzen, Denken, bei mir sein: Was stärkt mich gerade? Mein Beitrag zur Blogparade auf mutter-und-sohn.blog

Zimmer: Blick auf Bücherregal und Gemälde an der Wand

Blogparade „Was stärkt dich gerade?“ Mitmachen bis 31.03.2022. Alle Infos hier!

Ich sitze in meinem Ohrensessel in meinem „Nachdenkstübchen“, dem Zimmer in unserem Haus, das nur mir gehört. Mein Blick schweift über die Bücherschränke vor mir, in denen meine Lieblingsbücher stehen: Politik, Soziologie, Elternsein; dazwischen Biografien starker Frauen. An der Wand daneben drei selbst gemalte Bilder. Ich hole tief Luft. Mein Blick geht zum Fenster, durch das ich auf bewaldete Hügel und den Himmel darüber sehe. Für etwa zwei Stunden habe ich Zeit für mich: mein Partner ist mit unseren Kindern unterwegs. Durchatmen! Und eigentlich habe ich damit schon die Antwort, was mich gerade stärkt. Aber von Anfang an…

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Persönliches, Politik

2022: KW 12 | Zeitenwende? Gedanken als Mutter zur Lage in Europa |

Edvard Munch „Der Schrei“ (Bildausschnitt)
Edvard Munch „Der Schrei“ (Ausschnitt)
Befinden wir uns gerade/
In einer Zeitenwende/
wie eine von mir geschätzte Autorin
vermutet?

Wenden wir uns/
Als Gesellschaft/
Als Einzelne/
Als Mütter, Väter, Großeltern/
Als Menschen mit Beruf, mit Verantwortung/
Als Bürgerinnen und Bürger/
Ab von einer Zeit, in der/
Die Rechte des Einzelnen von Bedeutung waren/
In der Schwache geschützt, Diskussionen mit Argumenten geführt und Konflikte mit Worten gelöst wurden?
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Familie, Psychologie

Weniger ist mehr – Was Familien wirklich brauchen (Rezension)

Buchcover „Weniger ist mehr“

Was brauchen Familien wirklich? Zeit miteinander? Liebevolle Kommunikation? Freude am Zusammensein? „Ich habe ein volles Leben mit einem erfüllten verwechselt“, schreibt Autorin Leonie Schulte, selbst Mutter dreier Kinder, im Vorwort ihres Buches. Und dass sie sich auf den Weg machen wollte, herauszufinden, was wirklich zählt. Statt immer mehr, immer besser und immer neu die Beschränkung auf das Wesentliche. Aber was ist das überhaupt? Und wie geht Reduktion im positiven Sinn mitten im Trubel zwischen Kindern, Beruf und Partnerschaft? Dieser Ratgeber gibt Antworten – einfühlsam und praxisnah – und lässt Menschen zu Wort kommen, die in ihren jeweiligen Bereich Expert/innen sind. 

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Gesellschaft, Politik

Zwischen Wirtschaft und Politik: Welche Rolle spielt die Wissenschaft in der Pandemie?

Weiße Maus sitzt auf Hand mit medizinischen Schutzhandschuhen und schaut frontal in die Kamera.

Vor kurzem bin ich auf einen Artikel gestoßen, der die Rolle der Wissenschaft in der Corona-Pandemie beleuchtet und moralische Bewertungen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse („Dieses Verhalten ist aus epidemiologischen Gründen wertvoll und solidarisch, jenes nicht“) kritisch hinterfragt. Ein Beitrag, der mich gerade sehr nachdenklich macht. Hat der Autor mit seiner Einschätzung recht? Prof. Michael Esfeld lehrt Wissenschaftsphilosophie an der Universität Lausanne (Schweiz) und gehört seit 2009 der deutschen Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften an.

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Familie, Kunst

„Überall Popos“ (Rezension)

Buchcover „Überall Popos“

Ein Buch über Popos – das muss fast der Hit im Kinderzimmer werden, oder? Die fünfjährige Mila, Hauptfigur der Erzählung, darf samstags endlich mit ihren Eltern ins Schwimmbad. Soll sie für den Sprung vom Beckenrand die Spiderman-Badehose anziehen oder lieber den Prinzessinnen-Einteiler? Und wie aufregend ist schon das Umziehen und Duschen in der Gemeinschaftskabine: Frauen jeder Form und jeden Alters – ohne Kleider jede für sich interessant und spannend. Um den wohlwollenden Blick auf Körper und den Mut, die eigenen Grenzen zu erweitern geht es in diesem Kinderbuch von Annika Leone und Bettina Johansson. 2020 in deutscher Übersetzung veröffentlicht, ist es inzwischen bereits in der vierten Auflage erschienen.  

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Familie, Psychologie

Unser Badezimmer, meine Jungs und ich: Genderklischees im Jahr 2022

Jungs- und Mädchenkindershampoo nebeneinander: blaue Flasche mit Fußball spielendem Jungen und Aufschrift „Sportsfreund“ und weiße Flasche in Form eines lächelnden Einhorns.

Nennt mich „Lady Hulk Hogan“! Mit meinen zwei Jungs im Kleinkind- und Vorschulalter werde ich gerade zur (inoffiziellen) Wrestling Queen. Jedes Kuscheln artet innerhalb von Minuten zu wildem Gerangel aus. Der Große stürzt sich mit dem Schlachtruf „Kussattacke!“ auf mich und der Kleine macht mit seinem Kopfstoß dem Bodyslam der Wrestling-Champions Konkurrenz… Im Freien sind die beiden auch nicht ohne: während befreundete Mädchen im Kleinkindalter sanft lächelnd vor sich hinschaukeln oder glücklich Sand in Förmchen schichten, muss es bei meinen Zwei das Echo-Wettschreien in der Unterführung oder der ausgegrabene Wurzelballen in der Grasfläche daneben sein. Genderklischees? Klar. Aber irgendwie doch beobachtete Realität der letzten Jahre. Und mir daher einen Artikel wert. 

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Familie, Psychologie

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Schnell, gesund und günstig kochen mit Kids

Nahaufnahme: Hände eines Kleinkindes, die eine Avocado halten.

In Zusammenarbeit mit Aldi Süd

„Mama, Hunger!“ Mein Großer steht mit blitzenden Augen vor mir. Ich sehe es ihm an: im Kindergarten hat er ordentlich getobt – jetzt ist Energie nötig. Mir selbst geht es nach einem langen Arbeitstag ähnlich. Wie jetzt auf die Schnelle ein gesundes, leckeres und nicht zu kompliziertes Essen auf den Tisch zaubern? Klar, Nudeln mit Sauce gehen immer und manchmal rettet uns auch der Pizza-Lieferdienst. Wenn‘s trotzdem mal was anderes sein soll, findet ihr hier drei tolle Rezepte, die allesamt schnell und kostengünstig zubereitet sind – und außerdem das Wichtigste, was ihr zu gesunder Ernährung für Kinder wissen solltet. 

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Familie, Gesellschaft

Was wir 2022 wirklich brauchen. Teil 3: Was stärkt Familien im dritten Jahr der Pandemie?

2 kleine Jungen gehen dicht nebenander auf einem Feldweg.


Teil 1: „Schule und Bildung in der Pandemie

Teil 2: „Gesundheitsschutz und das Recht der freien Wahl

Wir biegen scharf ein ins dritte Jahr der weltweiten Corona-Pandemie. Was bedeutet das insbesondere für Familien? Was brauchen wir als Eltern und was brauchen unsere Kinder? Was stärkt uns in dieser nun bereits über zwei Jahre andauernden Ausnahmesituation? Vorab: „uns“ als Familien gibt es im Grunde so wenig wie die eine homogene „deutsche Bevölkerung“. Was den einen wichtig ist, lässt die anderen kalt und natürlich unterscheiden sich die Lebensumstände von Familien gravierend. Was wir Eltern und unsere Kinder allerdings gemeinsam haben: wir sind eine Schicksals- und im besten Fall auch Solidargemeinschaft, die zusammen Wege finden muss, mit der jetzigen Situation umzugehen. Wie kann das aussehen? Was brauchen Familien im 3. Jahr der Pandemie? Was stärkt uns Eltern und unsere Kinder?

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Familie, Gesellschaft

Was wir 2022 wirklich brauchen. Teil 2: Gesundheitsschutz und das Recht der freien Wahl

Grafik: zwei Frauen mit Mund-Nasenbedeckung stehen einander gegenüber und schauen beide nach unten auf ihr Handy.

Teil 1: „Schule und Bildung in der Pandemie

Teil 3: „Was stärkt Familien im 3. Jahr der Pandemie?

Das Thema Gesundheit – auch Anfang 2022 ein heißes Eisen, nicht nur für Familien. Dabei mussten Eltern natürlich bereits vor der Pandemie Entscheidungen treffen, die ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Kinder betrafen. Neu ist seit rund zwei Jahren die Dauerpräsenz medizinischer Themen innerhalb unserer Gesellschaft und die damit einhergehende Aufregung und zum Teil auch Polarisierung. Beim Thema Gesundheit gibt es wie bei der Frage der Bildung bei weitem keine einheitliche Elternmeinung. Am ehesten würden wohl die meisten Eltern der Aussage zustimmen, das Beste für ihre Kinder zu wollen. Was dieses „Beste“ allerdings sein soll, daran scheiden sich – so zumindest mein Eindruck – nach fast zwei Jahren Pandemie – weiterhin die Geister. 

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Familie, Gesellschaft

Was wir 2022 wirklich brauchen. Teil 1: Schule und Bildung in der Pandemie

Junge Frau, schreibend am Laptop.

Teil 2: „Gesundheitsschutz und das Recht der freien Wahl

Teil 3: „Was stärkt Familien im dritten Jahr der Pandemie?

Was brauchen Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch Lehrerinnen und Lehrer Anfang des 3. Pandemiejahres wirklich? Es gibt aktuell Eltern, die sich massiv um ihre Kinder sorgen, weil Schulen und Kindergärten unter allen Umständen geöffnet bleiben sollen und die sowohl die Bereitschaft als auch die Ressourcen hätten, ihre Kinder während des Distanzunterrichts wieder zuhause zu betreuen. Zugleich gibt es Kinder, für die genau die Präsenzpflicht trotz Pandemie ein Segen ist. Weil ihr Zuhause eben kein sicherer Ort ist und sie dort weder Zugang zu Bildung, noch zu verlässlicher und liebevoller Betreuung haben. Entsprechend deckt sich sowohl der Ruf „Schließt die Schulen!“ als auch das umgekehrte Diktum „Schulen offen halten um jeden Preis!“ immer nur mit den Interessen eines Teils der Eltern und Kinder. 

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Familie, Persönliches

Meine Bilder des Jahres 2021 (Fotoparade)

„Beim ersten Mal ist es Zufall, beim zweiten Mal Gewohnheit und beim dritten Mal Tradition!“ – gemäß dieser Kölschen Regel begründe ich dieses Jahr eine kleine Tradition auf mutter-und-sohn.blog, denn nach 2019 und 2020 nehme ich zum 3. Mal an der großartigen Fotoparade teil, die Michael Mantke, Fotograf und Reisejournalist, auf seinem Blog „Erkunde die Welt“ seit inzwischen zehn Jahren kuratiert.

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Familie, Psychologie

„Up to Dad – Kinder entspannt begleiten und den eigenen Weg gehen“ (Rezension)

Buchcover „Up to Dad“ von Carsten Vonnoh

Wie finde ich eigentlich als Vater meinen ganz persönlichen Weg, für meine Kinder da zu sein? Was, wenn ich weder strenges „Familienoberhaupt“ noch bloßer „Spiel- und Freizeitpapa“ sein möchte? Wie gelingt mir eine gute und stabile Bindung zu meinen Kindern? Und wie bleibe ich mir als Mann und Vater treu zwischen Job, Familie und den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Erwartungen? Fragen wie diese stellt Familienberater und zweifacher Vater Carsten Vonnoh in seinem 2021 erschienenen Ratgeber „Up to Dad – Kinder entspannt begleiten und den eigenen Weg gehen“. 

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Gesellschaft, Kunst

Bücher, die Frauen stärken. Interview mit Dr. Gerit Sonntag, Gründerin des Magas-Verlags

„Einfach machen!“ Was passiert, wenn eine Frau feststellt, dass eine Menge Bücher zu Frauengesundheit, Schwangerschaft, Sexualität und Menopause in Deutschland noch keinerlei Publikum gefunden haben – einfach, weil noch kein Verlag die Idee hatte, sie zu übersetzen und zu veröffentlichen? Gerit Sonntag hat für sich die Antwort gefunden: sie gründete kurzerhand einen eigenen Verlag. Magas-Verlag, sinngemäß den „Verlag der weisen Frauen“. Was ihr Anliegen damit ist und wie ihr genau jetzt mit wenigen Euro dafür sorgen könnt, dass Frauen über den Verlag mit ihrer Erfahrung und Kompetenz eine Stimme erhalten, erfahrt ihr hier!

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Gesellschaft, Persönliches

Akzeptanz, Toleranz und Duldung: Wie gehe ich mit Meinungen um, die ganz anders sind als meine?

Wohnhaus in Originalgröße , das auf dem Kopf steht. Das Dach ist unten, das Fundament oben.
Nicht IMMER ist das Dach eines Hauses oben.

Ein kniffliges Thema, über das ich gerade viel nachdenke. Wir leben – zumindest hoffe ich das – noch immer in einer pluralistischen Gesellschaft, das heißt, grundsätzlich herrscht innerhalb Deutschland das Recht auf Meinungsfreiheit. Das schließt sogar abwegige Positionen ein. Ich darf Tierquälerei super finden, Rassistin sein oder an Bill Gates Impfchips glauben. Solange ich dabei nicht die Freiheit anderer beeinträchtige oder gar zu Gewalt gegen Andersdenkende aufrufe, ist meine Haltung mein Bier. Oder doch nicht? Ein Essay über Akzeptanz und Duldung anderer Standpunkte und wie ich mit Meinungen umgehen kann, die ganze anders sind als meine. 

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Familie, Psychologie

Wow Mom – Der Mutmacher für deine Schwangerschaft (Rezension)

Buchcover „Wow Mom - Der Mutmacher für deine Schwangerschaft“

Anfang 2020 war es bei mir selbst noch einmal soweit. Ich hatte einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand und spürte eine Mischung aus Ungläubigkeit, Freude und Besorgnis. Kind Nr. 2 kündigte sich an – zu einem Zeitpunkt, an dem ich eigentlich gerade ganz andere Pläne hatte. Lisa Harmann und Katharina Nachtsheim, erfolgreiche Journalistinnen, Bloggerinnen (Stadt Land Mama) und Mütter von jeweils drei Kindern, haben nach den Büchern „Wow Mom“ und „Wow Mom – Der Mama-Mutmacher für mehr Ich in all dem Wir“ nun ihr drittes „Mutmachbuch“ für Mütter herausgebracht, diesmal für die aufregende Zeit der Schwangerschaft. Ich habe es mir angesehen. 

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Gesellschaft, Politik

Nicht Menschen sind gefährlich, das VIRUS ist es. Wie 2G den Zusammenhalt unserer Gesellschaft gefährdet

Holztafel vor Lokal mit Aufschrift „Zutritt 2G: Genesen und geimpft“

Ein guter Freund von mir ist Musiker. Er gibt Konzerte und unterrichtet als selbständiger Musiklehrer seit inzwischen fast zehn Jahren Kinder und Jugendliche. Seine Schülerinnen und Schüler mögen ihn und auch er liebt seinen Beruf. Mein Freund hat leider eine schwere chronische Erkrankung und daraus resultierend ein Attest seines Arztes, dass er sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid-19 impfen lassen sollte. Soweit so klar, oder? Natürlich testet er sich jedes Mal, bevor er eine Gruppe Schülerinnen und Schüler unterrichtet, bleibt mit Erkältungssymptomen zuhause und verhält sich auch sonst umsichtig und rücksichtsvoll. Nun schreibt er mir vor wenigen Tagen eine Nachricht. Er klingt nicht gut. 

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Gesellschaft, Kunst

Die Stimme der Frauen (Rezension)

Buchcover „Die Stimme der Frauen“

„Du hast die Wahl!“ Wenn wir etwas unseren Kindern vermitteln, dann doch, dass sie als Erwachsene über ihr Leben weitgehend frei entscheiden können. Jedenfalls tun wir dies wahrscheinlich im Jahr 2021 als westlich sozialisierte Eltern. Weltweit ist diese Wahlfreiheit für Frauen und Mädchen allerdings noch längst keine Selbstverständlichkeit. In den letzten 200 Jahren mussten sich Frauen das Recht zu wählen und gewählt zu werden hart erkämpfen. Welche Vorkämpferinnen des Frauenwahlrechts dabei eine wichtige Rolle spielten und was Mädchen und Frauen heute in Bezug auf das Wahlrecht und überhaupt auf gleiche Rechte und Möglichkeiten erreicht haben – das alles ist nachzulesen im wunderbaren Buch „Die Stimme der Frauen. Das Frauenwahlrecht Kindern (und ihren Eltern) erklärt“. Ein Geschichtsbilderbuch für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren, erschienen 2021 im Schweizer Helvetiq-Verlag. 

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Familie, Psychologie

„Übernimm doch mal Verantwortung!“ Warum das nicht immer so einfach ist

Erwachsener hält Kinderhand

In Partnerschaften, aber auch unseren Kindern gegenüber fordern wir manchmal: „Übernimm Verantwortung für das, was du tust!“ Ich möchte in diesem Beitrag beleuchten, was hinter einem Satz wie diesem stehen kann und warum es manchmal gar nicht so leicht ist, die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen. Auch wenn darin viele Ratgeber den Schlüssel zu einer funktionierenden Beziehung sehen oder dies bei Kindern als wichtigen Entwicklungsschritt beschreiben. 

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alleinerziehend, Familie

„Nicht der Papa“ (Gastbeitrag)

Junge schaut bei Regenwetter traurig aus dem Fenster.

Nach einer Trennung dem gemeinsamen Kind den Kontakt zu beiden Elternteilen gleichermaßen zu erhalten, ist der Wunsch vieler Eltern, die als Paar getrennte Wege gehen. Einfach ist das oft nicht. Es müssen Wege gefunden werden, wie die Abgrenzung vom anderen gelingt, während der Kontakt wegen des Kindes weiter besteht. Noch immer sind weit über 90 Prozent der Alleinerziehenden Frauen, das heißt, die Kinder leben im Alltag bei der Mutter und sehen ihren Vater nur ab und zu. Viele Väter wünschen sich auch nach der Trennung regelmäßigen Kontakt zu ihren Kindern. Manchmal bestimmen aber eher die Bedürfnisse der Erwachsenen als die des Kindes, wie der Umgang sich gestaltet. Darüber schreibt Sovely, alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Sohnes, in ihrem Gastbeitrag.

Weiterlesen „„Nicht der Papa“ (Gastbeitrag)“
Familie, Gesellschaft

Solidarität, die einschließt, statt Barrieren zu schaffen

Kind in Rollstuhl mit Beatmungsgerät schaut lachend auf ein Pferd, das sich zu ihm beugt.


Ich habe zwei Kinder. Sie sind wild, neugierig, liebevoll, übermütig, verhalten sich manchmal so, dass ich am liebsten weglaufen würde und dann wieder so, dass mein Herz weit aufgeht. Und sie sind beide ohne schwere Erkrankung oder Behinderung auf die Welt gekommen. Dafür bin ich sehr dankbar. Noch dankbarer wäre ich aber, wenn körperliche und seelische Einschränkungen in unserer Gesellschaft nicht immer noch fast automatisch zu Ausgrenzung, Benachteiligung und sozialer „Behinderung“ führen würden. Denn behindert, beziehungsweise am selbstbestimmten und gleichwertigen Leben gehindert, werden Menschen mit Handicap oft gar nicht in erster Linie durch ihre körperlichen oder seelischen Einschränkungen, sondern dadurch, wie unsere Gesellschaft auch 2021 mit allem, was von der Norm abweicht, umgeht.

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Beruf, Familie, Politik

6 Wochen nach Geburt wieder in den Job? Wir brauchen neue Wege zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Baby mit fragendem Blick. Schrift: Familie & Beruf?

In der aktuellen EMMA las ich ein Porträt über die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacina Ardern. Sechs Wochen nach der Geburt ihrer Tochter nimmt sie ihre Amtsgeschäfte wieder auf. Als ihr Kind drei Monate alt ist, nimmt sie mit ihm an der UN-Generalversammlung in New York teil. Das Signal: mein Muttersein ändert nichts an meiner beruflichen Kompetenz und an meinem Ehrgeiz im Job. If you just really want it you can have it all. Ehrlich gesagt bin ich froh, diesen Spagat persönlich nicht hinbekommen zu müssen…

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Familie, Psychologie

Ade Plan B! Was ihr gewinnt, wenn ihr als Eltern die Kontrolle verliert. 

Zwei Kinder beobachten fasziniert eine Schnecke.

Als Eltern planen wir unser Leben ja oft minutiös: Erst Frühstück, dann umziehen und los zum Kindergarten. Die Abgabe für Projekt X steht übermorgen an. Heute Nachmittag könnte ich noch schnell zum Copyshop, und Wäsche waschen sollte ich auch noch… hm, das Kind hat gekleckert, aber umziehen wollte ich es ja ohnehin und außerdem, zu eng will ich das nicht sehen – ach nöööö… der ganze Tisch ist voller Kakao. Bleibt doch mal still sitzen, Kinder! Wer von euch holt den Lappen? Es klingelt – Telefon: Was? Erzieherin krank, Notbetreuung? Okay – Kind bleibt zuhause… Kommen euch Situationen wie diese bekannt vor? Der Versuch, euren Alltag zu planen und die Erfahrung, dass dann doch alles anders läuft. Eh voilà: sweet Chaos zum Frühstückstoast…

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