Familie, Gesellschaft

Was wir 2022 wirklich brauchen. Teil 3: Was stärkt Familien im dritten Jahr der Pandemie?

2 kleine Jungen gehen dicht nebenander auf einem Feldweg.


Teil 1: „Schule und Bildung in der Pandemie

Teil 2: „Gesundheitsschutz und das Recht der freien Wahl

Wir biegen scharf ein ins dritte Jahr der weltweiten Corona-Pandemie. Was bedeutet das insbesondere für Familien? Was brauchen wir als Eltern und was brauchen unsere Kinder? Was stärkt uns in dieser nun bereits über zwei Jahre andauernden Ausnahmesituation? Vorab: „uns“ als Familien gibt es im Grunde so wenig wie die eine homogene „deutsche Bevölkerung“. Was den einen wichtig ist, lässt die anderen kalt und natürlich unterscheiden sich die Lebensumstände von Familien gravierend. Was wir Eltern und unsere Kinder allerdings gemeinsam haben: wir sind eine Schicksals- und im besten Fall auch Solidargemeinschaft, die zusammen Wege finden muss, mit der jetzigen Situation umzugehen. Wie kann das aussehen? Was brauchen Familien im 3. Jahr der Pandemie? Was stärkt uns Eltern und unsere Kinder?

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Familie, Gesellschaft

Was wir 2022 wirklich brauchen. Teil 2: Gesundheitsschutz und das Recht der freien Wahl

Grafik: zwei Frauen mit Mund-Nasenbedeckung stehen einander gegenüber und schauen beide nach unten auf ihr Handy.

Teil 1: „Schule und Bildung in der Pandemie

Teil 3: „Was stärkt Familien im 3. Jahr der Pandemie?

Das Thema Gesundheit – auch Anfang 2022 ein heißes Eisen, nicht nur für Familien. Dabei mussten Eltern natürlich bereits vor der Pandemie Entscheidungen treffen, die ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Kinder betrafen. Neu ist seit rund zwei Jahren die Dauerpräsenz medizinischer Themen innerhalb unserer Gesellschaft und die damit einhergehende Aufregung und zum Teil auch Polarisierung. Beim Thema Gesundheit gibt es wie bei der Frage der Bildung bei weitem keine einheitliche Elternmeinung. Am ehesten würden wohl die meisten Eltern der Aussage zustimmen, das Beste für ihre Kinder zu wollen. Was dieses „Beste“ allerdings sein soll, daran scheiden sich – so zumindest mein Eindruck – nach fast zwei Jahren Pandemie – weiterhin die Geister. 

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Familie, Gesellschaft

Was wir 2022 wirklich brauchen. Teil 1: Schule und Bildung in der Pandemie

Junge Frau, schreibend am Laptop.

Teil 2: „Gesundheitsschutz und das Recht der freien Wahl

Teil 3: „Was stärkt Familien im dritten Jahr der Pandemie?

Was brauchen Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch Lehrerinnen und Lehrer Anfang des 3. Pandemiejahres wirklich? Es gibt aktuell Eltern, die sich massiv um ihre Kinder sorgen, weil Schulen und Kindergärten unter allen Umständen geöffnet bleiben sollen und die sowohl die Bereitschaft als auch die Ressourcen hätten, ihre Kinder während des Distanzunterrichts wieder zuhause zu betreuen. Zugleich gibt es Kinder, für die genau die Präsenzpflicht trotz Pandemie ein Segen ist. Weil ihr Zuhause eben kein sicherer Ort ist und sie dort weder Zugang zu Bildung, noch zu verlässlicher und liebevoller Betreuung haben. Entsprechend deckt sich sowohl der Ruf „Schließt die Schulen!“ als auch das umgekehrte Diktum „Schulen offen halten um jeden Preis!“ immer nur mit den Interessen eines Teils der Eltern und Kinder. 

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Familie, Persönliches

Meine Bilder des Jahres 2021 (Fotoparade)

„Beim ersten Mal ist es Zufall, beim zweiten Mal Gewohnheit und beim dritten Mal Tradition!“ – gemäß dieser Kölschen Regel begründe ich dieses Jahr eine kleine Tradition auf mutter-und-sohn.blog, denn nach 2019 und 2020 nehme ich zum 3. Mal an der großartigen Fotoparade teil, die Michael Mantke, Fotograf und Reisejournalist, auf seinem Blog „Erkunde die Welt“ seit inzwischen zehn Jahren kuratiert.

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Familie, Psychologie

„Up to Dad – Kinder entspannt begleiten und den eigenen Weg gehen“ (Rezension)

Buchcover „Up to Dad“ von Carsten Vonnoh

Wie finde ich eigentlich als Vater meinen ganz persönlichen Weg, für meine Kinder da zu sein? Was, wenn ich weder strenges „Familienoberhaupt“ noch bloßer „Spiel- und Freizeitpapa“ sein möchte? Wie gelingt mir eine gute und stabile Bindung zu meinen Kindern? Und wie bleibe ich mir als Mann und Vater treu zwischen Job, Familie und den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Erwartungen? Fragen wie diese stellt Familienberater und zweifacher Vater Carsten Vonnoh in seinem 2021 erschienenen Ratgeber „Up to Dad – Kinder entspannt begleiten und den eigenen Weg gehen“. 

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Familie, Persönliches

2022: Ermutigung für dich!

Stoffschwein in aus einer Schachtel gebasteltem „Rennauto“

Was wünschst du dir für 2022 am allermeisten? Endlich wieder einmal ein wirklich unbeschwertes Treffen mit Freundinnen und Freunden, ganz ohne politische Vorgaben und Virus-Smalltalk? Reisen, Ungeplantes – oder umgekehrt gerade berufliche oder private Sicherheit? Und glaubst du, dass sich dein Wunsch in diesem Jahr erfüllen wird? Du bist unsicher? Dann lies diesen Text. 

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Familie, Persönliches

Weihnachten 2021: Frieden, Freiheit und mein Wunsch für 2022

Beleuchteter Schwippbogen mit Krippenszene

An Weihnachten denke ich dieses Jahr sehr bewusst daran, dass wir mit der Geburt Jesu die Ankunft eines Kindes feiern, das fast mittellos in diese Welt geworfen wurde und dessen Eltern auf die Hilfe Fremder angewiesen waren. Und dass derjenige, dem wir die Begründung einer Weltreligion zuschreiben, ganz zu Beginn nicht einmal sich selbst hätte helfen können. 

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Familie, Psychologie

Vor Bränden und Einbrüchen schützen: Sicher mit Kindern durch die Vorweihnachtszeit

Adventskranz mit brennenden Kerzen.

In Kooperation mit Tresoro

Die Vorweihnachtszeit – so schön und besinnlich sie auch sein kann – bringt einige Gefahren mit sich. Risiken wie offene Feuerstellen und ungesicherte Hintertüren schafft man am besten aus dem Weg, bevor sich die Kleinen oder auch die Großen ernsthaft weh tun. Ein Gastbeitrag zum Thema Sicherheit in der Vorweihnachtszeit mit praktischen Tipps für die ganze Familie.

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Gesellschaft, Kunst

Bücher, die Frauen stärken. Interview mit Dr. Gerit Sonntag, Gründerin des Magas-Verlags

„Einfach machen!“ Was passiert, wenn eine Frau feststellt, dass eine Menge Bücher zu Frauengesundheit, Schwangerschaft, Sexualität und Menopause in Deutschland noch keinerlei Publikum gefunden haben – einfach, weil noch kein Verlag die Idee hatte, sie zu übersetzen und zu veröffentlichen? Gerit Sonntag hat für sich die Antwort gefunden: sie gründete kurzerhand einen eigenen Verlag. Magas-Verlag, sinngemäß den „Verlag der weisen Frauen“. Was ihr Anliegen damit ist und wie ihr genau jetzt mit wenigen Euro dafür sorgen könnt, dass Frauen über den Verlag mit ihrer Erfahrung und Kompetenz eine Stimme erhalten, erfahrt ihr hier!

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Gesellschaft, Persönliches

Akzeptanz, Toleranz und Duldung: Wie gehe ich mit Meinungen um, die ganz anders sind als meine?

Wohnhaus in Originalgröße , das auf dem Kopf steht. Das Dach ist unten, das Fundament oben.
Nicht IMMER ist das Dach eines Hauses oben.

Ein kniffliges Thema, über das ich gerade viel nachdenke. Wir leben – zumindest hoffe ich das – noch immer in einer pluralistischen Gesellschaft, das heißt, grundsätzlich herrscht innerhalb Deutschland das Recht auf Meinungsfreiheit. Das schließt sogar abwegige Positionen ein. Ich darf Tierquälerei super finden, Rassistin sein oder an Bill Gates Impfchips glauben. Solange ich dabei nicht die Freiheit anderer beeinträchtige oder gar zu Gewalt gegen Andersdenkende aufrufe, ist meine Haltung mein Bier. Oder doch nicht? Ein Essay über Akzeptanz und Duldung anderer Standpunkte und wie ich mit Meinungen umgehen kann, die ganze anders sind als meine. 

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Familie, Psychologie

Wow Mom – Der Mutmacher für deine Schwangerschaft (Rezension)

Buchcover „Wow Mom - Der Mutmacher für deine Schwangerschaft“

Anfang 2020 war es bei mir selbst noch einmal soweit. Ich hatte einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand und spürte eine Mischung aus Ungläubigkeit, Freude und Besorgnis. Kind Nr. 2 kündigte sich an – zu einem Zeitpunkt, an dem ich eigentlich gerade ganz andere Pläne hatte. Lisa Harmann und Katharina Nachtsheim, erfolgreiche Journalistinnen, Bloggerinnen (Stadt Land Mama) und Mütter von jeweils drei Kindern, haben nach den Büchern „Wow Mom“ und „Wow Mom – Der Mama-Mutmacher für mehr Ich in all dem Wir“ nun ihr drittes „Mutmachbuch“ für Mütter herausgebracht, diesmal für die aufregende Zeit der Schwangerschaft. Ich habe es mir angesehen. 

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Gesellschaft, Politik

Nicht Menschen sind gefährlich, das VIRUS ist es. Wie 2G den Zusammenhalt unserer Gesellschaft gefährdet

Holztafel vor Lokal mit Aufschrift „Zutritt 2G: Genesen und geimpft“

Ein guter Freund von mir ist Musiker. Er gibt Konzerte und unterrichtet als selbständiger Musiklehrer seit inzwischen fast zehn Jahren Kinder und Jugendliche. Seine Schülerinnen und Schüler mögen ihn und auch er liebt seinen Beruf. Mein Freund hat leider eine schwere chronische Erkrankung und daraus resultierend ein Attest seines Arztes, dass er sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid-19 impfen lassen sollte. Soweit so klar, oder? Natürlich testet er sich jedes Mal, bevor er eine Gruppe Schülerinnen und Schüler unterrichtet, bleibt mit Erkältungssymptomen zuhause und verhält sich auch sonst umsichtig und rücksichtsvoll. Nun schreibt er mir vor wenigen Tagen eine Nachricht. Er klingt nicht gut. 

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Gesellschaft, Kunst

Die Stimme der Frauen (Rezension)

Buchcover „Die Stimme der Frauen“

„Du hast die Wahl!“ Wenn wir etwas unseren Kindern vermitteln, dann doch, dass sie als Erwachsene über ihr Leben weitgehend frei entscheiden können. Jedenfalls tun wir dies wahrscheinlich im Jahr 2021 als westlich sozialisierte Eltern. Weltweit ist diese Wahlfreiheit für Frauen und Mädchen allerdings noch längst keine Selbstverständlichkeit. In den letzten 200 Jahren mussten sich Frauen das Recht zu wählen und gewählt zu werden hart erkämpfen. Welche Vorkämpferinnen des Frauenwahlrechts dabei eine wichtige Rolle spielten und was Mädchen und Frauen heute in Bezug auf das Wahlrecht und überhaupt auf gleiche Rechte und Möglichkeiten erreicht haben – das alles ist nachzulesen im wunderbaren Buch „Die Stimme der Frauen. Das Frauenwahlrecht Kindern (und ihren Eltern) erklärt“. Ein Geschichtsbilderbuch für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren, erschienen 2021 im Schweizer Helvetiq-Verlag. 

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Familie, Psychologie

„Übernimm doch mal Verantwortung!“ Warum das nicht immer so einfach ist

Erwachsener hält Kinderhand

In Partnerschaften, aber auch unseren Kindern gegenüber fordern wir manchmal: „Übernimm Verantwortung für das, was du tust!“ Ich möchte in diesem Beitrag beleuchten, was hinter einem Satz wie diesem stehen kann und warum es manchmal gar nicht so leicht ist, die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen. Auch wenn darin viele Ratgeber den Schlüssel zu einer funktionierenden Beziehung sehen oder dies bei Kindern als wichtigen Entwicklungsschritt beschreiben. 

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alleinerziehend, Familie

„Nicht der Papa“ (Gastbeitrag)

Junge schaut bei Regenwetter traurig aus dem Fenster.

Nach einer Trennung dem gemeinsamen Kind den Kontakt zu beiden Elternteilen gleichermaßen zu erhalten, ist der Wunsch vieler Eltern, die als Paar getrennte Wege gehen. Einfach ist das oft nicht. Es müssen Wege gefunden werden, wie die Abgrenzung vom anderen gelingt, während der Kontakt wegen des Kindes weiter besteht. Noch immer sind weit über 90 Prozent der Alleinerziehenden Frauen, das heißt, die Kinder leben im Alltag bei der Mutter und sehen ihren Vater nur ab und zu. Viele Väter wünschen sich auch nach der Trennung regelmäßigen Kontakt zu ihren Kindern. Manchmal bestimmen aber eher die Bedürfnisse der Erwachsenen als die des Kindes, wie der Umgang sich gestaltet. Darüber schreibt Sovely, alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Sohnes, in ihrem Gastbeitrag.

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Familie, Gesellschaft

Solidarität, die einschließt, statt Barrieren zu schaffen

Kind in Rollstuhl mit Beatmungsgerät schaut lachend auf ein Pferd, das sich zu ihm beugt.


Ich habe zwei Kinder. Sie sind wild, neugierig, liebevoll, übermütig, verhalten sich manchmal so, dass ich am liebsten weglaufen würde und dann wieder so, dass mein Herz weit aufgeht. Und sie sind beide ohne schwere Erkrankung oder Behinderung auf die Welt gekommen. Dafür bin ich sehr dankbar. Noch dankbarer wäre ich aber, wenn körperliche und seelische Einschränkungen in unserer Gesellschaft nicht immer noch fast automatisch zu Ausgrenzung, Benachteiligung und sozialer „Behinderung“ führen würden. Denn behindert, beziehungsweise am selbstbestimmten und gleichwertigen Leben gehindert, werden Menschen mit Handicap oft gar nicht in erster Linie durch ihre körperlichen oder seelischen Einschränkungen, sondern dadurch, wie unsere Gesellschaft auch 2021 mit allem, was von der Norm abweicht, umgeht.

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Familie, Persönliches

Warum ich mein Frühstücksei lieber alleine esse. Vom wertschätzenden Umgang mit Kindern

Aufgeschlagenes Frühstücksei in Eierbecher von oben.

Es soll unter uns Menschen ja Lerchen und Eulen geben, also geborene Frühaufsteher/innen und eher Nachtaktive. Als Mutter zur Eule berufen zu sein hilft dir allerdings nicht viel, wenn dich dein jüngeres Kind um 5.30 Uhr weckt und das ältere gegen sechs ins gemeinsame Bett zum Kuscheln kommt. Platzt der Kleine dann vor Bewegungsdrang und der Große vor Mitteilungsbedürfnis, wird zumindest mir das vor acht Uhr am Morgen schnell zuviel. Erst spüre ich innere Unruhe, die zu äußerer Gereiztheit wird und nicht selten in einem handfesten Streit endet, wenn die Kinder nicht „mal eben Rücksicht nehmen“ können oder wollen und weiter um mich herum toben.

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Familie, Gesellschaft

Buchtipp: Frauenleben im Lauf der Zeit (Rezension)

Buchtitel „Frauenleben im Lauf der Zeit“

„Mama, wie war das früher: Sind Mütter da auch ins Büro gefahren?“, „Warum durften Männer im antiken Griechenland allein entscheiden, wen ihre Tochter heiraten sollte?“ „Durften Mädchen im Mittelalter in die Schule gehen?“ Falls dir deine Tochter, deine Nichte oder dein Patenkind (oder vielleicht auch dein Sohn?) irgendwann Fragen dieser Art stellt, kannst du mit ihr oder ihm jetzt ein spannendes Buch anschauen: „Frauenleben im Lauf der Zeit“ von Katarzyna Radziwiłł und Joanna Czaplewska, auf Deutsch erschienen 2021 im Schweizer Helvetiq-Verlag.

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Familie, Persönliches

Peng, Boom, Bäng – Warum aggressives Kinderspiel nicht immer schlecht ist

Matchbox-Panzer vor Umzugskarton

Bei unserem Sohn (5) ist der Krieg ausgebrochen. Wo bis vor kurzem noch Duplo-Rennautos um die Wette rasten, beschießen sich gerade Superpanzer, Kriegsroboter und kanonenbewehrte U-Boote. „Penggg – zerstööört!“ schallt es durchs Hause und: „Alle tooot!“ Puh, für mich als Pazifistin schwer zu ertragen – vor allem, da seine Stimme dabei nicht wirklich fröhlich klingt. Oder bilde ich mir das nur ein?

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alleinerziehend, Familie

„Patchwork Power!“: Ein wirklich guter Ratgeber für Eltern in Patchwork-Familien (Rezension)

Cover „Patchwork Power!“ von Marita Strubel

2019 saß ich Autorin Marita Strubelt und ihrem Lebensgefährten in einem Kölner Café gegenüber. Ich lebte seit zwei Jahren getrennt vom Vater meines Sohnes und hatte ein Jahr zuvor mutter-und-sohn.blog gegründet. Über meinen Blog war Marita auf mich aufmerksam geworden und hatte Kontakt zu mir aufgenommen. Begeistert erzählte sie mir von ihrer Arbeit als Coach für Patchworkfamilien und ihre eigenen Erfahrungen mit Partner, mittlerweile zwei leiblichen Kindern und einem Bonuskind. Ich weiß noch, dass ich damals insgeheim dachte: Coaching für das Leben in einer Patchworkfamilie, ist das nicht etwas übertrieben? Nun ja – ich lebte noch längst nicht wieder in einer Partnerschaft, hatte also ehrlich gesagt keine Ahnung von den Herausforderungen des Lebens mit neuem Partner, Ex-Partner und Kind. 2021 hat Marita Strubelt mit dem Ratgeber „Patchwork-Power! So wird die Sache mit der Bonusfamilie zum echten Bonus“ nun das Buch zu Ihrer Arbeit veröffentlicht und ich kann sagen: es ist wirklich lesenswert – übrigens sogar für Eltern, die gar nicht im Patchwork leben.

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Familie, Gesellschaft

Mama, du bist nicht allein. Wahre Kurzgeschichten über die Herausforderungen des Mutterseins (Rezension)

Buchcover „Mama, du bist nicht allein“

Manchmal erfährst du von einem Buch und weißt sofort: das musst du haben. So erging es mir mit „Mama, du bist nicht allein“ von Andrea Bruchwitz. Neun Kurzgeschichten, basierend auf den Erfahrungen echter Mütter, die die Seiten der Mutterschaft zeigen, über die Mütter normalerweise nur hinter vorgehaltener Hand berichten. Neun Geschichten, die zugleich zeigen, wie wunderbar und kraftvoll das Muttersein sein kann, mit all diesen Verwerfungen. 

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Gesellschaft, Politik

Business trotz Virus. Corona und die soziale Gerechtigkeit

Obdachloser mit Maske und Gummihandschuhen

Im Frühjahr 2020 kam das Corona-Virus über uns wie eine Naturgewalt. Im ersten Lockdown wurden Schulen und Kindergärten komplett geschlossen, das soziale Leben eingefroren und Menschen hamsterten in den Supermärkten Lebensmittel und Klopapier. Deutschland befand sich im Ausnahmezustand – verständlich angesichts der Bedrohung durch eine Krankheit, wie sie Europa seit der Spanischen Grippe vor rund 100 Jahren nicht mehr gekannt hat. Inzwischen sind jedoch fast 1 1/2 Jahre seit Beginn der Pandemie vergangen und es zeigen sich immer deutlicher die Folgen politischer Entscheidungen, die zwar das Ziel der Viruseindämmung zu erreichen scheinen, dafür aber enorme soziale Schäden in Kauf nehmen und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, die bereits vor der Pandemie bestanden, tolerieren oder sogar verstärken.

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alleinerziehend, Familie

Eltern als Team: Mediatorin und Rechtsanwältin Isabell Lütkehaus über das Wechselmodell

Zwei Buttons „Father“ und „Mother“, davor Curser-Hand mit Satz „I can‘t choose“

Nach einer Trennung gibt es viele Fragen, vor allem, wenn Kinder beteiligt sind. Isabell Lütkehaus berät Paare im Rahmen ihrer Trennung oder Scheidung und hilft ihnen, Lösungen zu finden, mit denen alle Beteiligten gut leben können. „Ich gebe wenig Tipps, weil ich denke, Menschen können ihr Leben am besten selbst regeln. Eltern sind Experten für sich und ihre Kinder“, so die Berliner Rechtsanwältin und Mediatorin. Gerade bei Umgangsfragen kann es jedoch hilfreich sein, eine neutrale dritte Person hinzuzuziehen. Im Gespräch mit mir berichtet Isabell Lütkehaus von ihrer Arbeit als Mediatorin, erklärt, was Kinder im Rahmen einer Trennung stärkt und warum das Wechselmodell gelebte Gleichberechtigung bedeuten kann.

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Beruf, Familie

Eltern als Team. Ideen eines Vaters für gelebte Vereinbarkeit (Rezension)

Buchtitel Birk Grüling „Eltern als Team“

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – ist das nicht das, worum sich die Mütter kümmern? Tja, solange Frauen im Vorstellungsgespräch gefragt werden, wie sie neben ihrem Beruf die Kinderbetreuung organisieren wollen oder die Aufforderung zum Kuchenbacken fürs Sommerfest lediglich an die „lieben Mamas“ geht, könnte man das durchaus meinen. Umso erfreulicher, dass sich mit Birk Grüling ein Vater zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf äußert. „Eltern als Team“ heißt sein Buch, das Ende April im Kösel-Verlag erschienen ist.

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Familie, Gesellschaft

Corona 2021: Was brauchen Familien in der Pandemie wirklich? (#elfmillionenstimmen, #familieninderkrise)

Grafik: Familie mit Mund-Nasen-Bedeckung

Wieviel Politik passt in einen Elternblog? Ich lese in den sozialen Medien und erfahre in Gesprächen, wie erschöpft, frustriert oder gar verzweifelt Eltern gerade sind. Aber oft formulieren sie dies mit einer gewissen Ergebenheit, fast Resignation. Es sei eben so. Pandemie eben. Dass aber auch unser Umgang mit dieser Pandemie und ganz konkret die Entscheidungen derjenigen, die aktuell in Bundestag und Landtagen unser Land regieren, mit zu diesem Mix aus Frustration, Erschöpfung und Überforderung beitragen, wird kaum thematisiert.

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alleinerziehend, Politik

„Kinder haben in der Pandemie keine Lobby!“ Eine alleinerziehende Mutter macht sich Luft

Grafik: Frau steht allein am Fenster und sieht nach draußen.

Martina Johann ist alleinerziehend. Sie hat zwei schulpflichtige Kinder und arbeitet in einer Familienberatungsstelle. Ende April 2021 schreibt sie mir eine Mail. „Ich finde es so ungerecht, was die (Schul-) Politik aktuell uns und unseren Kindern antut“, schreibt sie. Hier ihr Statement:

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Familie, Gesellschaft

Mom’s Power: Warum unsere Gesellschaft starke Mütter braucht – und wie wir sie bekommen

Frau, die Wischmopp wir ein Mikrophon hält.
Wischmopp, Wok und Windelnwechseln? – Wir Mütter können mehr.

Die Macher der Herrenzeitschrift Men’s Health veröffentlichten vor kurzem die erste Ausgabe eines Online-Magazins für Väter. Der Aufhänger: „So bespaßt du die Kids und kannst gleichzeitig chillen“. Im Artikel wird den (männlichen) Lesern „horizontal parenting“ empfohlen – zu deutsch: Leg dich hin und lass die Kinder machen! Durchaus brauchbare Tipps, wie das Spielen mit Kindern möglich ist, ohne sich als Eltern zu verausgaben. Ich stelle mir nur vor, ein ähnlicher Beitrag wäre an Mütter gerichtet. Schon der Titel würde vermutlich für Irritationen sorgen: Mütter kümmern sich um ihre Kinder, sie „bespaßen“ sie nicht. Und erst recht „chillen“ sie nicht dabei. Oder?

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Gesellschaft, Kunst

Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit (Rezension)

Buchtitel „Im Grunde gut“

Stell dir vor, die fliegst mit einem Flugzeug. Es muss notlanden und ein Feuer bricht aus. Was passiert? A) Die Leute erkunden sich nach dem Befinden ihres Sitznachbarn, helfen Schwachen und Verletzten und lassen einander an den Notausgängen den Vortritt. Oder B) Alle versuchen so schnell wie möglich, das Flugzeug zu verlassen, Schwache, Alte und Kinder werden überrannt, es bricht Panik aus. Welches Szenario wird passieren?

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Familie, Hochsensibilität

„Mama, spiieeelen!“ Warum ich NICHT mit meinen Kindern spiele und uns das alle glücklich macht

Kletterndes Kind

Mama spielt nicht. Jedenfalls nicht wie der Fünfjährige. Und auch nicht wie die sechs Monate alte Schnuckelbacke. Keine Karambolage auf dem Auto-Teppich, kein „Ich-fang-den-Stoff-Frosch-und-esse-ihn-auf“. Wäre ja auch komisch, oder? Schließlich bin ich vierzig, nicht vier. Oder? Warum übernehmen dann so viele Eltern – und gerade auch wir Mütter – dennoch wie selbstverständlich die Rolle, der wir eigentlich längst entwachsen sind? Kämmen scheinbar mit Inbrunst stundenlang Barbie-Ponys oder stapeln Duplo-Steine aufeinander? Ich tue das inzwischen nur noch selten – und meine Kinder sind trotzdem froh.

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Beruf, Gesellschaft

Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen (Rezension)

Buch-Cover „Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen“

Suchst du ein Buch, dass du deiner besten Freundin zur Beförderung schenken kannst? Oder dir selbst zum ersten Arbeitstag? Oder einfach, weil du wieder mal in die Tischplatte beißen könntest, nachdem Kollege 1 dir das Wort abgeschnitten, Kollege 2 weitschweifig deine Idee als seine ausgegeben und Kollege 3 dir gönnerhaft den Arm getätschelt hat? Die New Yorker Comedian und Autorin Sarah Cooper hat das möglicherweise wichtigste (und witzigste) Buch für Frauen in der Arbeitswelt geschrieben: „Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen“. Es ist jetzt im Mentor-Verlag erschienen, großartig übersetzt von Anna Dushime. Achtung: Satire – schmerzhaft wahr.

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alleinerziehend, Gesellschaft

Rona Duwe: „Mutterwut – Muttermut“ (Rezension)

Buchtitel „Mutterwut - Muttermut“

Was passiert, wenn eine Frau, alleinerziehende Mutter zweier Kinder, ein Buch schreibt, das nach eigener Aussage nicht weniger will, als unsere Gesellschaft von Grund auf zu verändern? Ein Buch, in dem 170 Mütter ihre Wut in die Welt schreien über fehlende Anerkennung, Mütterarmut, institutionelle Gewalt und Diskriminierung? Ein Buch, das WUT und MUT von Müttern auf den Titel hebt und unverblümt deren Revolte fordert? Ich bekomme Herzklopfen. Werde neugierig. Und lese das Buch an zwei Abenden quasi in einem Zug durch. 

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Familie, Gesellschaft

Vier Mythen rund ums Muttersein… und die Wahrheit dahinter

Mutter mit Kind auf dem Arm (Skulptur)

„Ein Lächeln deiner Kinder entschädigt dich für alles“, „Mutterliebe ist unentbehrlich“, „Beim zweiten Kind verdoppelt die Liebe sich“, „Kinder sind das größte Geschenk im Leben einer Frau“ – was machen solche Sätze mit mir als Mutter? Und inwiefern zeigt sich in ihnen das Bild, das unsere Gesellschaft offensichtlich (noch immer) von uns Müttern hat? Ein Best-Of der Mythen rund ums Muttersein…

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alleinerziehend, Familie

Living Apart Together: Eine Familie, zwei Wohnungen – geht das gut?

Reihenhaus, zwei bunte Türen nebeneinander.

Junge Paare führen oft jahrelang eine Beziehung, ohne dabei in einer gemeinsamen Wohnung zu leben. Dennoch ziehen die meisten Menschen spätestens vor der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes zusammen. Natürlich ist dies nicht immer möglich. Paare, die zum Beispiel aufgrund beruflicher Gründe nicht am selben Ort wohnen können, nutzen oft zwei Wohnungen, zuweilen auch noch mit gemeinsamen Kindern. Oft entsteht hier jedoch früher oder später der Wunsch, die Fernbeziehung zu beenden und zusammenzuziehen. Was aber, wenn ihr euch als Paar mit eigenen Kindern bewusst dafür entscheidet, zwei eigene Wohnungen zu behalten? Getrennt zusammen leben, „Living Apart Together“ (LAT) wird dieses Wohn- und Lebensmodell auch genannt. Kann es mit Kindern auf Dauer gut gehen? 

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Beruf, Familie, Politik

6 Wochen nach Geburt wieder in den Job? Wir brauchen neue Wege zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Baby mit fragendem Blick. Schrift: Familie & Beruf?

In der aktuellen EMMA las ich ein Porträt über die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacina Ardern. Sechs Wochen nach der Geburt ihrer Tochter nimmt sie ihre Amtsgeschäfte wieder auf. Als ihr Kind drei Monate alt ist, nimmt sie mit ihm an der UN-Generalversammlung in New York teil. Das Signal: mein Muttersein ändert nichts an meiner beruflichen Kompetenz und an meinem Ehrgeiz im Job. If you just really want it you can have it all. Ehrlich gesagt bin ich froh, diesen Spagat persönlich nicht hinbekommen zu müssen…

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Beruf, Familie, Gesellschaft

Vollzeit, Teilzeit, Lebensarbeitszeitmodell? Wie wollen wir mit Beruf und Kindern leben?

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„Als ich kleine Kinder hatte, hatte ich gar keine Wahl“, erzählt meine Mutter: „Es gab bei uns im Ort schlicht keine Vollzeit-Kinderbetreuung, erst recht nicht für unter 3-Jährige. Andererseits war es für mich auch eine bewusste Entscheidung, zuhause zu bleiben, solange ich Kinder im Kleinkind- und Kindergartenalter hatte. Ich wollte gar nicht zwischen Beruf und Familie hin- und herpendeln müssen. Dein Vater verdiente zum Glück genug, um uns für diese Zeit zu finanzieren.“ Realität der (westdeutschen) 1980er Jahre. Weiterlesen „Vollzeit, Teilzeit, Lebensarbeitszeitmodell? Wie wollen wir mit Beruf und Kindern leben?“