Familie, Persönliches

Peng, Boom, Bäng – Warum aggressives Kinderspiel nicht immer schlecht ist

Matchbox-Panzer vor Umzugskarton

Bei unserem Sohn (5) ist der Krieg ausgebrochen. Wo bis vor kurzem noch Duplo-Rennautos um die Wette rasten, beschießen sich gerade Superpanzer, Kriegsroboter und kanonenbewehrte U-Boote. „Penggg – zerstööört!“ schallt es durchs Hause und: „Alle tooot!“ Puh, für mich als Pazifistin schwer zu ertragen – vor allem, da seine Stimme dabei nicht wirklich fröhlich klingt. Oder bilde ich mir das nur ein?

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Kunst, Persönliches

2021: KW 27 |„Mehrwert“|

Selbstgeschriebenes Schild an Baum neben Outdoor-Sportgeräten: „Bücken nach Plastik = Rückengymnastik“

Bücken nach Plastik = Rückengymnastik

Nicht alles ist ernst. Nicht alles ist politisch. Die Welt ist auch voll Spiel und Schönheit. Weitere „Gedanken der Woche“? Hier!

[Foto: privat]

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Familie, Persönliches

Umzug: Mit der Familie von der Stadt aufs Land

Frau, die Tür weiß streicht

Wir ziehen um. Nach fast sechs Jahren gedanklicher „Vorlaufzeit“ und rund zwanzig Jahren als Stadtmenschen machen wir es wahr: wir verlassen die Metropole am Rhein und kehren zurück zu unseren Familien, die einige hundert Kilometer südlich ihre Heimat gefunden haben. Was mit mittlerweile zwei Kindern durchaus naheliegend klingt, war doch ein großer gedanklicher Schritt. Aber nachdem wir die Entscheidung getroffen hatten, ging alles sehr schnell. Innerhalb von nur rund drei Monaten Wohnung(en) gekündigt, ein kleines Haus angemietet – und jetzt geht es tatsächlich los: Kleinstadt, wir kommen!

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Gesellschaft, Politik

Pandemie und das Leben im Augenblick: kurzsichtig oder klug?

EM 2021: Jubelnde Fußballfans beim Public Viewing ohne Abstand und Maske
EM 2021: Euphorie ohne Maske und Abstand beim Public Viewing (Foto: epa)

In der Sozialpsychologie gibt es einen Begriff, der menschliches Verhalten treffend auf den Punkt bringt: den sogenannten „myopischen Effekt“. Myopisch heißt kurzsichtig und entsprechend bedeutet das Phänomen, dass mich Konsequenzen, die mein Verhalten in ferner Zukunft haben könnte, nicht so sehr interessieren wie ihr Effekt im Moment. Also stecke ich mir als Raucher/in die nächste Kippe an – die Befriedigung im Augenblick zählt mehr als der mögliche Lungenkrebs ein Jahrzehnt später. Ich kaufe den Kaffee im Pappbecher (jetzt praktisch – das Müllproblem fällt für mich spürbar erst später an) oder fliege spontan nach Mallorca (die Spätfolgen für die Natur wiegen weniger als der Spaß im Moment). Auch das aktuell wahrnehmbare Verhalten (feiernde Fußballfans, volle Einkaufsstraßen und Cafés) lässt sich dadurch erklären: jetzt will ich leben, Menschen treffen, meinem Vergnügen nachgehen – auch wenn das eine weitere Pandemiewelle im Herbst bedeuten mag. Ist das nun verwerflich – oder gut?

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Familie, Gesellschaft

Mama, du bist nicht allein. Wahre Kurzgeschichten über die Herausforderungen des Mutterseins (Rezension)

Buchcover „Mama, du bist nicht allein“

Manchmal erfährst du von einem Buch und weißt sofort: das musst du haben. So erging es mir mit „Mama, du bist nicht allein“ von Andrea Bruchwitz. Neun Kurzgeschichten, basierend auf den Erfahrungen echter Mütter, die die Seiten der Mutterschaft zeigen, über die Mütter normalerweise nur hinter vorgehaltener Hand berichten. Neun Geschichten, die zugleich zeigen, wie wunderbar und kraftvoll das Muttersein sein kann, mit all diesen Verwerfungen. 

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