Was ist Menschlichkeit? (Aufruf zur Blogparade, bis 15.4.19)

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Was macht mich zu dem, der ich bin? Aber auch: wie lebe ich ein menschenwürdiges und menschenfreundliches Leben? Und was ist überhaupt typisch „Mensch“ für mich?

Was ist „Menschlichkeit“ für dich?

Wollt ihr bei meiner aktuellen BLOGPARADE mitmachen? 

Dann schreibt bis zum 15.4.2019 einen Artikel zum Thema!

  1. Ihr könnt – MÜSST ABER NICHT – dabei einen Film benennen, der eurer Meinung nach eine Antwort auf diese Frage gibt und könnt beschreiben, was euch an ihm in Bezug auf das Thema „Menschlichkeit“ besonders treffend erscheint, was euch nachdenklich macht oder berührt.
  1. Schreibt unter meinen Artikel einen Kommentar mit einem Link zu eurem Blogartikel. 
  1. Erwähnt diese Blogparade in eurem Blog, auf Facebook (@Sarah Sunnybee) oder Twitter (@mama_schreibt) und erfreut euch an den, hoffentlich zahlreichen, tollen Filmtipps und Blogartikeln!

Drei Filme – Drei Antworten

Ich möchte als Anregung drei Filme mit euch teilen, die drei komplett unterschiedliche Antworten geben  auf die Frage: „Was ist Menschlichkeit?

1) The Square 

Eine bitterböse und wirklich nachdenklich stimmende Satire auf den Kunst- und Kulturbetrieb. Christian, getrennt lebender Vater zweier Töchter und Kurator eines Stockholmer Museums für moderne Kunst, soll die nächste Ausstellung bewerben: The Square, ein „Zufluchtsort, wo Ruhe und Fürsorge herrschen“, wo alle „die gleichen Rechte und Pflichten“ haben, so jedenfalls der Pressetext des Museums. Um das Ganze für die Medien attraktiver zu machen, überlegt sich die für das Projekt engagierte Werbeagentur ausgerechnet ein Schockvideo, das schließlich ohne Christians Wissen online geht. Der Kurator selbst ist während des ganzen Films immer wieder mit der Frage konfrontiert: Wie komme ich damit zurecht, dass ich gar nicht so menschenfreundlich bin, wie es eigentlich mein Anspruch ist?

De facto ist Christian nämlich ein reichlich misstrauischer und kontrollierter Mensch, der darauf besteht, sein benutztes Kondom nach einem One-Night-Stand selbst zu entsorgen, statt von Seiten der Frau, mit der er gerade geschlafen hat, Samenraub zu riskieren. Einem Obdachlosen gegenüber erklärt er, mit den Luxuseinkaufstaschen neben sich und einem Coffee to go in der Hand, er habe „leider kein Geld“. Andererseits hilft er spontan einer Frau, die auf der Straße bedroht zu werden scheint und muss erleben, dass das Ganze ein Trick war um ihn selbst auszurauben. Eindeutig Gut und Böse gibt es in diesem Film nicht – menschlich sein bedeutet nach Aussage des Werks, selbstbezogen und altruistisch zu handeln, couragiert und feige. Die Vielschichtigkeit, mit der der Film seine Figuren zeichnet, macht ihn, neben seiner unzweifelhaften Komik, zu einem wirklich großartigen Kommentar zum Thema „Menschlichkeit“.

2) Mütter und Töchter

Einen ganz anderen Aspekt von „Menschlichkeit“ greift der Film „Mütter und Töchter“ auf. Hier geht es um die Frage: Was macht mich zu dem Menschen, der ich bin? Meine Gene oder die Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin? Und wer bin ich, wenn ich über meine Herkunft nichts weiß? 

Der Film zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben dreier Frauen. Die fast 50-jährige Karen hat ihr Kind als Teenager auf den Druck ihrer Eltern hin zur Adoption frei gegeben und leidet bis jetzt darunter. Lucy kann keine Kinder bekommen und ringt mit sich, ob sie einen Adoptionsantrag stellen soll. Und die toughe, ein wenig unnahbare Anwältin Elizabeth wurde selbst adoptiert und findet erst nach und nach eine Haltung zu den Fragen „Wer bin ich?“ Und: „Was ist wohl meine Mutter, die mich weggegeben hat, für ein Mensch?“ Ein sehr berührender, fein und nuancenreich gespielter Film, dessen „Menschlichkeit“ darin besteht, dass seine Charaktere sich letztlich frei zu ihrem Weg entscheiden können, auch wenn die Dinge, die ihnen widerfahren, schicksalshaft verwoben sind; sie sind eben mehr als die bloße Summe ihrer Erfahrungen oder ihrer Gene.

3) Her

Der Film „Her“ stellt schließlich die grundsätzliche Frage: Was macht uns überhaupt menschlich? Und kann eine Maschine menschenähnliche Züge entwickeln?

In einer (nahen) Zukunft: Der Journalist Theodore erhält als Gadget ein neuartiges, lernfähiges Handy-Betriebssystem, das auf seinem Smartphone in Dialog mit ihm tritt. Die Computerstimme begleitet ihn ab sofort jeden Tag, anfänglich bloß als heitere, stets hilfsbereite Assistentin, doch bald wird „Samantha“ zum emotionalen Bezugspunkt des einsamen Mannes. Sie heitert ihn auf, lacht über seine Scherze – und er verliebt sich in sie. 

Soweit könnte das die tragische Geschichte eines Technik-Nerds sein. Doch Samanthas Programmierung ist so vollkommen, dass sie tatsächlich das Potential hat, menschlich zu sein – und sich ebenfalls verliebt. Theodore und Samantha werden ein Paar, eine halb digitale, halb analoge „Amour fou“,  und als ihre Liebe gegen Ende des Films auf die Probe gestellt wird, leidet man als Zuschauer/in tatsächlich mit: mit dem jungen Mann, aber auch mit Samantha, dem Operating System. 

Drei wirklich sehenswerte Filme, drei komplett unterschiedliche Antworten auf die Frage: 

„Was ist Menschlichkeit?“

Ich bin gespannt – und freue mich –  auf EURE Antworten! 

Herzlichen Gruß, Sunnybee

Krank mit Kind? Ein Resümee

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Wie war das einmal, vor langer Zeit? Krank mit Fieber im Bett liegen und nur ab und zu gefragt werden: „Möchtest du noch einen Tee?“, „Wie geht es dir?“, „Warte, ich mache dir einen Teller mit frischem Obst“?

Krank sein mit (kleinem) Kind ist ein anderes Kaliber. 39 Grad Fieber: wenn du Glück hast, ist Wochenende und der Vater springt ein. Oder die Oma. Oder eine nette Nachbarin. Was du nie wieder hast ist die selige Gewissheit, GAR nichts mehr zu müssen. Einfach nur Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Magen-Darm-Infekt auskurieren zu können – so lange, wie es eben braucht, bis du wieder gesund bist. Statt dessen weißt du: spätestens am dritten Tag musst du – Fieber oder nicht – zum Arzt und ein Attest für deinen Arbeitgeber besorgen. Und selbst, wenn du deiner beruflichen Tätigkeit ein paar Tage nicht nachgehst – dein „Job“ zu Hause kennt keine, bzw. so gut wie keine, Krankenzeiten. 

Längerfristig krank sein?

Fieber mit Kleinkind: „Mama, SPIELEN!“ – spätestens nach einer Stunde sind die Ideen für ruhige (!) Spiele im Liegen (!) von der Couch aus dann auch erschöpft. Glücklich also, wer einen Partner, bzw. Ex-Partner hat, der das Kind für 2-3 Tage klaglos und die komplette Zeit über betreut. Glück auch, wenn ihn noch eine dritte Person (nette Nachbarin, Oma oder Opa) dabei entlasten kann. Das Glück haben viele – und erst recht viele komplett Alleinerziehende – gar nicht. 

Trotzdem bleibt es auch bei solch eigentlich günstigen Umständen dabei: länger als maximal vier, fünf Tage darfst du als Mutter nicht ausfallen, darfst du nicht ernsthaft krank sein – sonst gerät das ganze Gebilde aus Absprachen, Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, aus dem dein Leben besteht, gefährlich ins Wanken. Berufstätig Mutter eines Kleinkinds zu sein ist auch so bereits ein Spagat, der im Alltag oft nur mit einer Menge mauer Kompromisse zu bewältigen ist. Nein, es ist nicht schön, sein Kind weinend im Kindergarten zurückzulassen, weil es an diesem Morgen schlicht mehr Mama bräuchte, Mama aber jetzt und sofort weiter zur Arbeit muss. Nein, es ist nicht schön, abends gereizt und übermüdet Kind oder Partner anzupflaumen und den Frust wegen einer beruflichen Besprechung bei ihnen abzuladen. Nein, es ist auch nicht schön, sich für die Arbeit perfekt vorbereitet zu haben und dann hat das Kind Fieber und Mama muss zuhause bleiben. Und noch doofer ist es, wenn am Ende die Dinge nicht mehr möglich sind, die einem wirklich Spaß machen, weil man – nach stressigen Wochen – einfach selbst krank wird. 

Krankheit als (Warn-) Signal

„Krankheit macht ehrlich.“ Der Meinung ist zumindest der Alternativmediziner und Autor Rüdiger Dahlke. Du brichst dir, über die Kloschüssel gebeugt, die Seele aus dem Leib? Was gerade an deinem Leben ist „zum Kotzen“? Du fieberst und dir platzt schier der Kopf vor Schmerzen? Gibt es einen (inneren) Konflikt, den du trotz allen Kopfzerbrechens nicht lösen kannst? 

Natürlich haben Grippe und Co häufig ganz „handfeste“ Ursachen. Schließlich bist du als Mutter oder Vater im Alltag genügend Viren und Bakterien ausgesetzt, schläfst oft zu wenig, erlebst viele Momente, die stressig sind. Dennoch lohnt sich meiner Meinung nach der Blick auf deine Krankheit auch als das, was sie eben auch ist: Warn- und Signalgeber. Es reicht. Es wird dir zuviel. Rien ne va plus. 

Wenn du fiebernd, mit Matschbirne im Bett liegst, kannst du erleben, wer dich (er-) trägt, mit all deiner Schwäche und Bedürftigkeit. Du kannst auch erleben, wie gut du dich selbst erträgst, sobald du einmal aus der Rolle der souveränen, leistungsstarken Managerin deines Lebens fällst.

Was brauchst du, wenn du krank bist?

Was brauchst du in solchen Momenten? Menschen, die dir ganz konkret und verlässlich ihre Hilfe anbieten? „Ich passe zwei Tage auf dein Kind mit auf.“ „Ich hole deinen Sohn vom Kindergarten ab und bringe ihn zu dir.“ „Ich habe Gemüsesuppe gekocht, magst du einen Teller?“ Oder vielmehr die seelische „Nahrung“? Die warmherzige Nachfrage, auch am dritten, vierten Tag noch: „Wie geht es dir?“ „Kann ich etwas für dich tun?“. Das Angebot: „Ich bin da, wenn du mich brauchst“?

Mich selbst hat vor kurzem eine heftige Grippe erwischt. Letztlich nichts Dramatisches und doch haben mir die vier Tage, ausgeknockt mit Fieber im Bett, doch deutlich gezeigt, was ich wirklich brauche. Neben der praktischen Unterstützung, die mein Ex-Partner mir zumindest einige Tage lang geben konnte, indem er unseren Sohn allein betreut hat, nämlich auch die Wärme echten Mitgefühls, einfach die Erfahrung: da interessieren sich Menschen, die mir nahe stehen, für mich, gerade auch, wenn ich körperlich und seelisch geschwächt bin.

Ich merke, dass ich nicht die Erwartung haben darf, dieses Mitgefühl wie selbstverständlich zu bekommen – dass ich andererseits aber auch aktiv darum bitten darf: „Können wir reden?“ „Kommst du vorbei?“ „Kannst du mir einfach zuhören, jetzt, wo es mir gerade nicht gut geht?“ Ich kann noch viel mehr zeigen, dass ich mir genau diese Unterstützung wünsche und dass ich sie auch brauche. Ich habe keine „Garantie“ dafür, dass ich sie bekomme. Aber fragen kann ich. Und ich muss es auch, damit ich langfristig gesund bleibe.

Wie geht unsere Gesellschaft mit Schwäche um?

Krank sein mit (kleinem) Kind ist kein Zuckerschlecken. Abgesehen davon, dass man innerhalb kürzester Zeit verstörend elend aussehen und sich entsprechend fühlen kann, passt Krankheit nicht in eine Gesellschaft, die vom gesunden, starken, leistungsfähigen Menschen ausgeht. Eine simple Grippe kann uns in kürzester Zeit „auf die andere Seite“ katapultieren. Dort, wo die Bedürftigen, Geschwächten, Wehrlosen stehen. Mit einer Grippe ist das Ganze meist auf eine, maximal zwei, Wochen beschränkt. Trotzdem reicht das meiner Meinung nach, um den Blick zu schärfen für die folgenden Fragen:

  • Wer ist da, wenn es mir schlecht geht?
  • Wer bin ich ohne die Fähigkeit, Leistung zu erbringen?
  • Läuft mein Leben im Notfall auch ohne mich?

Große Fragen, die man sich sicher nicht mit Bronchitis und Fieber stellen sollte. Aber durchaus Fragen, die es wert sind, sie sich zu stellen, wenn wir – hoffentlich bald – wieder gesund sind. Schlicht, um beim nächsten Mal, mit Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen nicht zuerst und vor allem vor einer Sache Angst zu haben: überhaupt und ernsthaft krank zu werden. 

Herzliche, nachdenkliche Grüße, Sunnybee

[Foto: Pixabay]

Unser Stammtisch in der „Freundin“!

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Ganz schön aufregend: Anfang des Jahres trat eine Redakteurin der Frauenzeitschrift „Freundin“ an Christina (getrenntmitkind.de) und mich heran und fragte, ob sie über den Stammtisch für allein- und getrennt erziehende Eltern, den wir seit Sommer 2018 in Köln organisieren, berichten könne. 

Wir sagten zu, wurden interviewt sowie bei einem professionellen Fotoshooting im noch winterlich kühlen Köln von allen Seiten belichtet.

Das Ergebnis findet ihr in der Print-Ausgabe der Freundin (7/2019), die momentan am Kiosk zu finden ist: Kurz und treffend auf den Punkt gebracht, warum unser Stammtisch einen Besuch wert ist!🙂

Also, wenn ihr im Raum Köln/Bonn/Düsseldorf wohnt und allein- oder getrennt erziehend seit, kommt einfach mal vorbei. Wir freuen uns auf euch!

Die Infos zum März-Termin findet ihr hier: Stammtisch März 2019. 

Weitere Termine veröffentlicht Christina regelmäßig auf ihrer Website oder ihr schreibt mir eine Mail über kontakt[at]mutter-und-sohn.blog.

Herzlichen Gruß, Sunnybee 

Frauen, vernetzt euch! Am 8.3. ist Weltfrauentag

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Care-Arbeit, die Fürsorge für Kinder, Alte und Kranke,  ist das Rückrat unserer Gesellschaft und zugleich behandeln wir die, die diese Arbeit auf sich nehmen, oft mit einer Art gönnerhaften Wohlwollens. Super, das du das machst – ich wollte es nicht! So denken insgeheim vermutlich nicht wenige Entscheidungsträger/innen aus Wirtschaft und Politik, schmerzhafterweise gleichermaßen Männer wie Frauen, deren Karrieren davon profitieren, dass Personal, Au-Pairs, Erzieherinnen und Ehefrauen die Pflege von Kindern und alten Eltern übernehmen. Keine/r, der Kinder hat, kann von 8-20 Uhr in Sitzungen oder auf Geschäftsreisen sein, ohne eine (familiäre oder außerfamiliäre) Betreuung für seinen Nachwuchs in Anspruch zu nehmen. Das kostet, wenn man dafür bezahlen muss, schnell mehrere Hundert Euro. Glücklich, wer gar nichts dafür bezahlt, bzw. nur ein Taschengeld, weil eine Assistenz mit Dreimonatsvisum oder eben die eigene Ehefrau diese Arbeit übernimmt.

Tragisch ist, dass genau die Menschen, die diese emotional und körperlich fordernde Arbeit verrichten, oft in keiner Weise in der Lage sind, für ihre Rechte einzustehen. Eine Frau, die die deutsche Sprache nur unzureichend spricht, zwischen zwei Jobs pendelt, um sich finanziell über Wasser zu halten oder finanziell (und emotional) von ihrem Partner, der den Vollzeitjob innerhalb der Familie inne hat, abhängig ist, wird kaum zur Aktivistin. Auch wer allein- oder getrennt erziehend ist und neben der eigenen Berufstätigkeit seine Kinder betreut, hat oft weder Zeit noch Energie, sich gesellschaftlich zu engagieren. 

Unsere alltägliche Stärke nutzen 

Dabei ist sehr viel möglich, wenn gerade wir Frauen uns unserer alltäglichen Stärke bewusst sind. Ich möchte daher an dieser Stelle drei Projekte vorstellen, die ich selbst, berufstätig, Mutter eines 31/2-jährigen Sohnes und seit inzwischen gut zwei Jahren getrennt erziehend, im Verlauf der letzten 12 Monate ins Leben gerufen habe. 

  1. Einen monatlichen Stammtisch für allein- und getrennt erziehende Eltern in Köln
  2. Ein nicht-kommerzielles Netzwerk für Kinderbetreuung im Notfall unter allein- und getrennt erziehenden Müttern im Raum Köln
  3. Eine „Moms’ Business Night“ zum Austausch und zur Vernetzung unter berufstätigen, allein- und getrennt erziehenden Müttern. 

Stammtisch für Allein- und Getrennterziehende 

Ich selbst fühlte mich vor gut zwei Jahren, frisch getrennt, mit einem 11/2-jährigen Kleinkind, durchaus „hilfsbedürftig“. Streitereien in der Partnerschaft hatten mich erschöpft und auch wenn ich nach der Trennung das Gefühl hatte, „zu neuen Ufern“ aufbrechen zu können, fühlte ich mich doch oft ziemlich einsam. Mein Impuls für einen Stammtisch für allein- und getrennterziehende Eltern, den ich schließlich im Sommer 2018 gemeinsam mit einer Freundin gründete, lag genau darin begründet: ich wollte mehr Kontakt zu Müttern und Vätern in meiner Situation und das für mich gut erreichbar, in ungezwungenem und zugleich persönlichem Rahmen. Die ersten drei „Stammtische“ organisierten wir als Picknick im Park mit unseren Kindern, wir legten lediglich Ort und Zeit fest und jede/r, der vorbeischaute, brachte etwas zu essen mit. Mit zunächst überschaubarem organisatorischen Aufwand zauberten wir so unter uns 6-8 Erwachsenen und 4-6 Kindern ein kleines Frühstücksbüffet auf Papptellern und Papierservietten. Als die Temperaturen im Herbst sanken, zogen wir in ein Lokal um und frühstücken seitdem dort. Wir genießen das leckere Essen, die Kinder beginnen sich bereits wiederzuerkennen und wir Erwachsenen führen gute Gespräche von ganz leichten bis hin zu manchmal auch ernsten Themen. Anfang des Jahres hat sich sogar die deutschlandweit erscheinende Frauenzeitschrift „Freundin“ für uns interessiert und berichtet in der März-Ausgabe 7/2019, die momentan am Kiosk zu finden ist, über unsere Initiative!🙂

Kinderbetreuung im Notfall

Ein Magen-Darm-Infekt, der mich zwei Tage lang außer Gefecht setzte, brachte mich einige Monate später auf die Idee, ein (möglichst tragfähiges), nicht-kommerzielles  Netzwerk zur Kinderbetreuung im Notfall unter uns Allein- und Getrennterziehenden zu organisieren. Der Gedanke war – und ist – dass sich genau diejenigen, die Hilfe brauchen, auch gegenseitig unterstützen können. Jede allein- oder getrennt erziehende Mutter weiß wohl um die leichte Panik, die aufkommt, wenn man selbst oder das eigene Kind, bzw. die eigenen Kinder krank zu werden drohen. Oft hat sich gerade alles ganz gut eingespielt zwischen Schule, Kindergarten, (Ex-) Partner und Co – solange eben nicht eine der (Betreuungs-) Säulen ins Schwanken gerät. Und dann, halb krank und unter Zeitdruck, nach professionellen Hilfsangeboten suchen? Auch hier dachte ich: mache es persönlich und direkt: 10-20 Frauen, die sich teilweise über den Stammtisch bereits kennen, geben mir ihre Kontaktdaten, ich sammle diese und schicke die so entstandene Liste an alle, die mitmachen wollen. So erhalten alle Beteiligten die Information, welche anderen allein- und getrennt erziehenden Mütter aus ihrem Stadtteil zu einer solchen Kooperation bereit wären. Die konkreten Absprachen treffen alle dann dezentral mit den ein, zwei Frauen, mit denen sie sich organisatorisch und von der Sympathie her wirklich ein privates „Notfallnetz“ vorstellen können. Innerhalb von zwei Tagen meldeten sich auf meinen Aufruf hin 24 (!) Frauen, die Teil dieses Netzwerks sein wollten. Ich erstellte die Liste, schickte sie an alle und werde auch hier im Blog berichten, was sich weiter aus den Kontakten ergeben hat!

Moms’ Business Night

Schließlich meine dritte Initiative, angeregt durch die Gespräche, die sich während unseres Stammtischs ergeben haben: all diese tollen, kompetenten Frauen haben, neben ihrer Fähigkeit als Mutter, oft berufliche und private Qualifikationen, von denen sicher noch andere aus der Gruppe profitieren können. Warum nicht den Rahmen schaffen, in dem alle von den Kompetenzen der anderen erfahren können? Die Idee zur Moms’ Business Night war geboren. Was etwas hochtrabend klingt, ist ein Treffen in einem Kölner Lokal am 8.3. (passenderweise dem Weltfrauentag), bei dem jede Anwesende kurz sich selbst und ihren Beruf vorstellt, sowie erklärt, welche Fähigkeiten sie der Gruppe zu Verfügung stellen kann. Der Rest ist dann ein Abend in lockerer Runde und die Möglichkeit, untereinander fleißig zu netzwerken. Auch über diesen Abend und was sich daraus ergeben hat, werde ich hier im Blog nochmals berichten. 

Mutter-Sein stärkt!

In Bezug auf das Verfolgen eigener Ziele hat mich mein Mutter-Sein und die Erfahrung meiner Trennung vor gut zwei Jahren eindeutig verändert. Ich weiß inzwischen nicht nur, dass es gut und wichtig ist, seine eigenen Werte zu vertreten, sondern auch, dass ich den Mut haben muss, mir die Strukturen zu schaffen, in denen dies überhaupt möglich ist. Auf einmal bin ich selbst diejenige, die Dinge ins Leben ruft. Und ich kann sagen, es fühlt sich gut an!

Daher: 

  • Schaut, was eurer tiefes Interesse ist (bei mir der Kontakt und die gegenseitige Vernetzung) und dann macht es konkret: Welche Begegnungen und Initiativen können euch das geben, was ihr sucht?
  • Dann legt los, zunächst so klein und mit so wenig organisatorischem Aufwand wie möglich: Ihr öffnet Türen, ihr braucht die Menschen nicht hindurch zu tragen! Wer mit euch gehen will, wird ganz von selbst Initiative zeigen.
  • Und nicht zuletzt: Achtet beim Machen und Initiieren darauf, was sich für euch wirklich gut anfühlt. Denn dorthin fließt eure Kraft von ganz alleine. Ich möchte nicht unterschlagen, dass es Zeit und Energie kostet, Dinge nicht nur zu initiieren, sondern sie auch „am Laufen“ zu halten. Die Kraft dazu findet ihr meiner Meinung nach dadurch, dass ihr euch a) mit anderen zusammen tut, die eure Ziele teilen, b) nicht erwartet, dass euch alles gelingt und ihr jede/n für eure Pläne begeistern könnt und vor allem, dass sich c) euer Handeln mit euren Werten deckt. Ein Handeln, bei dem ihr in diesem Sinne auf eure Kräfte achtet und eurem „inneren Kompass“ folgt, kann eigentlich nur erfolgreich sein!🙂

Mein Fazit:

Frauen und Mütter, alleinerziehend, getrennt erziehend oder nichts von beidem: Wenn wir die Kraft haben wollen, gesellschaftlich etwas zu bewegen, müssen wir uns zunächst selbst stärken. Daher: Seid euch eurer Kraft und eurer Möglichkeiten bewusst. Und versucht eure Ziele gemeinsam zu erreichen. Es ist einfacher, erfolgsversprechender – und macht schlicht mehr Spaß! 

Herzliche, aktive Grüße, Sunnybee

PS. Wer zu allen vorgestellten Projekten mehr Informationen möchte, bzw. mit mir Kontakt aufnehmen möchte, wende sich gerne an mich über die Kommentarfunktion oder direkt per Mail über kontakt[at]mutter-und-sohn.blog.

PPS. Claire Funke, lange tätig in der Erwachsenenbildung und alleinerziehende Mutter zweier Söhne, weist zurecht, u.a. in ihrem Blog, laut und deutlich darauf hin, dass Fürsorge-Arbeit gesellschaftlich stärker wahrgenommen und honoriert werden muss. Ihre Petition haben bereits fast 31.000 (!) Menschen unterschrieben. Unterstützenswert!

[Foto: pixabay]

Jannike Stöhr: „Man muss fragen, damit sich Möglichkeiten ergeben.“

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(C) jannikestoehr.com

Jannike Stöhr, 32, ist „Job-Testerin“, Autorin und Coach für berufliche Neuorientierung. Nach einem erfolgreichen Berufseinstieg bei VW verließ sie 2014 ihre gut bezahlte Festanstellung ebenso wie ihre Wohnung und reiste ein Jahr lang durch ganz Deutschland, um insgesamt dreißig unterschiedliche Berufe kennen zu lernen. Daraus ist ein Buch entstanden: „Das Traumjob-Experiment“. Jannike wird seitdem für Vorträge gebucht um über ihre Erfahrungen zu sprechen. Zudem arbeitet sie als Business-Coach und berät Menschen, die sich im Prozess beruflicher Neufindung befinden. 2018 hat sie gemeinsam mit dem Sachbuchautor Emilio Galli Zugaro ihr zweites Buch veröffentlicht: „Ich bin so frei. Raus aus dem Hamsterrad – rein in den richtigen Job“, ein Ratgeber, in dem es ebenfalls um berufliche Neuorientierung geht. Was Jannike zu ihrem bisherigen Werdegang bewegt hat und warum ihre Erfahrungen auch für Allein- und Getrennterziehende hilfreich sein können, erzählt sie hier.

Wie würdest du deinen Beruf jemandem beschreiben, der sich unter ‚Bloggerin‘, ‚Speakerin‘ oder ‚Job-Testerin‘ nichts vorstellen kann?

Einem 5-Jährigen würde ich sagen: In meinem Beruf begleite ich Leute, gucke mir an, was sie machen, mit was sie zufrieden sind, wenn sie es machen und dann schreibe ich darüber und veröffentliche das im Internet. Ich mache das, weil es mein Ding ist. Weil es mich wirklich sehr interessiert.“

Ich frage Jannike, warum sie genau diese Tätigkeiten mit solcher Begeisterung ausübe. Sie erklärt mir daraufhin, dass das Thema „Orientierung“ für sie selbst über viele Jahre sehr bedeutend gewesen sei. Sie habe sich immer gefragt: „Wo gehöre ich eigentlich hin, was ist mein Ding?“ Zudem sei Lernen an sich für sie genussvoll. Eine weitere Frage, die sie antreibe, sei also: „Was will ich neu lernen und begreifen?“ Auch die Werte Freiheit und Abwechslung seien wichtig für sie. All diese Aspekte könne sie in ihrem „Berufs-Portfolio“ vereinen und daher sei sie so zufrieden damit.

Die Frage „Warum machst du das?“ ist ja immer eine Frage, die zu viel Zufriedenheit bei der Arbeit führen kann, weil sie dir einfach den Sinn hinter deinem Tun deutlich macht.

Jannike betont, ob man eine Tätigkeit als sinnvoll empfinde, liege in der eigenen Biographie begründet und vielen sei erst einmal unklar, in welchem Beruf sich dieser Sinn für sie finde. So gibt es ihrer Meinung nach auch keinen objektiven „Traumjob“, sondern vielmehr Tätigkeiten, die uns erfüllen, weil wir persönlich sie als sinnvoll erachten. Dies wiederum liege darin begründet, dass etwas an unserer Tätigkeit in uns auf Resonanz treffe und unser Impuls zu handeln dadurch eine ganz andere Kraft bekomme.

„Beispiel Entwicklungszusammenarbeit in Afrika: Das ist ja per se eine sehr sinnvolle Tätigkeit. Und trotzdem würde ich für mich sagen, mein Antrieb ist eher das Thema Orientierung, weil ich persönlich so lange um berufliche Orientierung gerungen habe. Für jemanden, der in Afrika gelebt hat, der dort Hunger und Leid mitbekommen hat, hat die Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika eine ganz andere Bedeutung als für mich. Deswegen ist die Frage nach dem Sinn einer Tätigkeit auch sehr individuell.“

Ich frage Jannike, ob ein Blick auf die eigene Biographie ihrer Meinung nach auch nach einer Trennung im Prozess der Neuorientierung hilfreich sein kann.

Ich glaube, dass ein Blick auf die Biographie immer sinnvoll ist, weil der Umstand, wie wir Dinge erlebt haben und sie einschätzen, einen riesigen Einfluss auf die Gegenwart hat. Mir war das „Warum?“ als ich ausgestiegen bin noch gar nicht klar. Das habe ich erst während meines Tuns gefunden. Und ich glaube, wenn dir etwas wichtig ist, wie mir in dem Fall, dass ich meinen Platz finden wollte, entwickelst du eine ganz besondere Kraft. Mir war diese Frage so wichtig, dass ich 2014 alles aufgegeben habe und herumgereist bin. Der Impuls war einfach so stark.“

In ihrem Buch „Ich bin so frei“ betonen Jannike und ihr Mitautor Emilio Galli Zugaro zudem immer wieder, dass es nicht reiche, abstrakt etwas ändern zu wollen und in Gedanken Alternativen durchzuspielen. Ab einem gewissen Punkt müsse man einfach handeln.

Wenn du die Erfahrung dazu nicht hast, dann wird es halt immer ein Gedanke bleiben. Du kannst nicht „die Perfektion“ erreichen im Kopf. Thesen aufstellen, ist meine Devise, tut nicht weh, das ist noch keine endgültige Entscheidung. Also mach das ruhig. Aber dann schau in der Realität, wie es wirklich ist, unternimm also relativ schnell Dinge in die Richtung, die du dir beruflich vorstellen kannst und begleite oder befrage Menschen, die schon dort sind, wo du gerne wärst. Da passiert ganz viel, was wir gar nicht absehen können. Es entwickelt einfach eine Kraft, weil wir es erleben und erfahren.“

Natürlich frage ich Jannike, die selbst in einer festen Partnerschaft lebt und bisher keine Kinder hat, wie Allein- oder Getrennterziehende nach einer Trennung, an einem Punkt, an dem sie in vielerlei Hinsicht geschwächt sind, die Kraft zu dieser Entschlossenheit finden sollen. Jannike bestätigt mir, dass gerade die Unsicherheit, die eine berufliche wie private Neuorientierung mit sich bringe, Menschen ihrer Erfahrung nach am meisten Angst mache. Das sei auch bei ihr so gewesen.

Ich hatte mir, bevor ich ausgestiegen war, Horrorszenarien ausgemalt, was alles schief gehen könnte. Dass ich mich total verschulden würde, dass alles nur eine Schnapsidee wäre, ich niemanden für mein Projekt begeistern könnte. Ein Coach hat mal zu mir gesagt, Menschen sind auf einem Level von 20% Zufriedenheit in ihrem Leben und sie sehen etwas, das könnte ein Level von 50% Zufriedenheit oder gar 100% mit sich bringen, aber vorher müssen sie durch eine Kuhle durch. Das heißt, es geht erst mal bergab, weil sie die Unsicherheit aushalten müssen. Veränderung ist selten angenehm. Und weil Menschen so viel Angst vor dieser Kuhle haben, bleiben sie lieber auf diesem Level von Zufriedenheit, anstatt eine Veränderung anzustreben. Ich glaube, es ist die Unsicherheit, die Angst macht – und diese Angst kenne ich auch von mir.“

Ich frage, was Jannike einer jungen Frau raten würde, die einen Beruf hat, in dem sie 40h im Schichtdienst tätig ist und somit eigentlich nicht alleinerziehend für ihr Kind da sein kann. Wie soll sie ganz praktisch eine berufliche Neuorientierung angehen? Jannike rät, vor allem nicht alles sofort zu wollen:

„Es gibt eine Studie der Psychologin Herminia Ibarra, die berufliche Neuorientierungsprozesse untersucht hat. Ein Ergebnis war, dass von der Erkenntnis „Ich möchte nicht mehr, ich möchte etwas anderes machen“ bis zu dem Gefühl „Ich bin angekommen“ etwa drei Jahre vergehen. Es ist eine schrittweise Hinentwicklung. Man muss der Persönlichkeit beim Umstieg auch die Möglichkeit geben, sich mit zu entwickeln. Es muss nicht alles von heute auf morgen passieren. Also muss man sich, gerade in einer Situation wie der oben beschriebenen, nicht auch noch den Druck machen, sofort den perfekten Job zu finden. Aber man kann sich auf den Weg machen und Schritt für Schritt gucken, was zeitlich und finanziell möglich ist. Wie viel Zeit kann ich investieren, um zu schauen, was ich beruflich machen will, um diese Thesen dann an der Realität zu überprüfen und mich somit Schritt für Schritt umzuorientieren? Und auf finanzieller Ebene: Kann ich meine Arbeitszeit eventuell reduzieren, mir da Freiräume schaffen? Was für einen Lebensstandard habe ich? Brauche ich das alles wirklich? Es kostet tatsächlich Zeit, sich zu orientieren, aber man hat keine Eile. Man kann Schritt für Schritt vorgehen. Allein zu wissen, dass dieser Prozess Zeit braucht, kann einem schon viel Stress nehmen.“

Mich interessiert auch, was sie einer alleinerziehenden Mutter oder einem alleinerziehendem Vater raten würde, die Verpflichtungen den eigenen Kindern gegenüber haben oder z.B. durch Umgangsregelungen an den Wohnort des Ex-Partners gebunden sind. Wie sollen sie damit umgehen, ganz real in der Verwirklichung ihrer Pläne gebremst zu sein?

Jannike betont, dass es extrem wichtig sei, eigene Wünsche und Ziele zu kommunizieren.

Wenn man mit denjenigen, die einem etwas bedeuten, über seine Wünsche spricht und auch um Hilfe bittet, können viel mehr Freiräume geschaffen werden, als man sich vorstellt. Das habe ich bei meinem Experiment auch erfahren können: wenn man nicht fragt, passiert nichts. Man muss fragen, damit sich Möglichkeiten ergeben. Fragen und sich mitteilen und darüber reden, was einen bewegt, das ist total hilfreich – auch in dieser Situation.“

Das meinen sie und ihr Mitautor in dem Ratgeber „Ich bin so frei“ wohl damit, das eigene Umfeld in den Orientierungsprozess mit einzubeziehen. Allerdings sei es nicht selten so, dass gerade das engste Umfeld mit Angst und Vorbehalten auf die Neuorientierung reagiere. Gerade dann sei es wertvoll, sich mit Menschen außerhalb des engsten Kreises zu unterhalten, die nicht so starre Vorstellungen von der eigenen Person haben. Jannike betont, dass sie ohnehin versuche, sich mit Menschen zu umgeben, die sie förderten, unterstützten und auch herausforderten:

Meiner Meinung nach ist es extrem wichtig, ein gutes Umfeld zu haben. Wenn mich jemand wirklich blockieren und demotivieren würde und ich ihm oder ihr nicht aus dem Weg gehen könnte, würde ich schauen, dass ich die Schnittstellen so gering wie möglich halte und z.B. über manche Themen mit dieser Person nicht spreche. Andererseits ist natürlich auch eine interessante Frage: Blockiert er oder sie dich wirklich oder kannst du vielleicht konstruktive Kritik aus den Einwänden ziehen?“

Jannike verweist in diesem Zusammenhang auf ein Buch des Autors Jia Jiang („Wie ich meine Angst vor Zurückweisung überwand und unbesiegbar wurde“), in dem dieser beschreibt, wie er sich bewusst mit Situationen konfrontierte, in denen er Ablehnung riskierte. Dadurch lernte er vor allem zwei Dinge: 1) eine Ablehnung hat meist mehr mit dem anderen als mit einem selbst zu tun. 2) Es lohnt sich, sie als Inspiration zu sehen: Vielleicht hast du das falsche Publikum gewählt? Oder du musst dein Thema nochmal überdenken? Vielleicht hast du irgend etwas nicht bedacht?

Ich frage Jannike, was ihr persönlich die Kraft gibt, trotz äußerer Widerstände an ihren Zielen festzuhalten. Ihre Antwort ist klar:

Ich weiß heute, warum ich die Dinge tue. Das empfinde ich als extrem wichtig. Bei einem Projekt wie dem der 30 Jobs der Zukunft weiß ich einfach, das wird Realität, egal wie viele Leute mir absagen, das werde ich schaffen. Und manchmal dauert es eben länger, manchmal sieht das Ergebnis ein bisschen anders aus, aber irgend ein Weg wird sich finden. Man malt sich ja manchmal Dinge aus und erst während des Machens merkt man, dass man etwas ändern muss. Oder man wird auf Dinge hingewiesen, die man so noch nicht bedacht hat. Deswegen, denke ich, ist es auch legitim, seine Ziele anzupassen, wenn man denkt, es wäre anders besser.“

A propos Ziele: Zum Ende des Gesprächs frage ich Jannike nach ihren Plänen für die nahe Zukunft. Auch hier greift sie das Thema „Lernen“ auf: Ihr aktuelles Projekt („Dreißig Jobs der Zukunft“), der Ausbau ihrer Tätigkeit als Business-Coach, ein Aufenthalt in New York, auf den sie sich sehr freut. Natürlich, von diesen Möglichkeiten, das eigene Leben, vor allem auch räumlich und zeitlich, so frei und selbstbestimmt zu gestalten, können viele Allein- und Getrennterziehende nur träumen. Dennoch empfinde ich Jannikes Fazit als ermutigend.

Ich habe das Gefühl, dass sich mein Leben Stück für Stück mehr fügt und dass runder und schöner wird, was vorher noch wie Stückwerk aussah. Dass die Teile immer mehr ineinander greifen und sich die Dinge festigen. Das ist total schön. Das kann ich auch genießen.“

Die Klarheit und Heiterkeit, die sie dabei ausstrahlt, gefällt mir gut. Und ich glaube ihr, dass sie durch ihre intensive Suche, durch ihre Offenheit und den Mut, ihren Fragen das entsprechende Handeln folgen zu lassen, ihren beruflichen Weg gefunden hat, bzw. immer wieder neu finden wird. „Man muss fragen, damit sich Möglichkeiten ergeben“: Dieser Satz klingt auch nach dem Gespräch noch in mir nach.

Mehr Infos zu Jannike Stöhr und ihren Projekten findet ihr auf ihrer Website: jannikestoehr.com

 

Ein bisschen Schummeln schadet nicht? Über den Umgang mit Werbung in Blogs

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Mein Blog wird bekannt. Vor kurzem habe ich die erste Anfrage zu einer Anzeigen-Kooperation erhalten. 

Mein erster Anzeigen-Kunde? 

Eine Dame, nach eigener Aussage „Freelancerin“ im Auftrag eines großen Online-Modeportals, meldete sich per Mail bei mir und bekundete Interesse, einen Artikel auf meinem Blog zu veröffentlichen. Darin sollte ein Link auf ihren Auftraggeber verweisen. Es bleibe mir überlassen, ob sie oder ich selbst den Artikel verfasse, mein Blog sei inhaltlich für das von ihr vertretene Unternehmen ansprechend, es bestehe Interesse an einer Zusammenarbeit.

Ich gebe zu, einen Moment lang fühlte ich mich geschmeichelt: ohne dass ich irgendeine Form von Anzeigen-Akquise betrieben hatte, schien sich ein Werbekunde für meinen Blog zu interessieren. Ich erklärte, nähere Details erfahren zu wollen. 

Diese wurden mir bereitwillig mitgeteilt. Die Dame informierte mich, 2-3 Do-Follow (also für Suchmaschinen relevante) Links, darunter einer auf die Website ihres Unternehmens, solle der Artikel enthalten und er solle nicht als Werbung gekennzeichnet sein. Ein Verweis auf die Zusammenarbeit mit ihr sei jedoch möglich. Bei Interesse solle ich gerne meine Honorarvorstellungen mitteilen. 

Schleichwerbung mit nicht als Werbung gekennzeichneten Links  

Ich brauchte eine Weile, aber dann hatte auch ich es kapiert: hier ging es ganz klar um Werbung, die nicht als Werbung gekennzeichnet sein sollte. Ich brauchte eigentlich nur meinen gesunden Menschenverstand, um zu begreifen, dass das Angebot nicht „koscher“ war. Dennoch spielte ich tatsächlich mit dem Gedanken, es anzunehmen, unter der Prämisse, den Artikel selbst zu verfassen/ die Freelancerin als von Unternehmen XY beauftragt im Artikel zu benennen/ einen Teil der potentiellen Einnahmen an eine gemeinnützige Organisation zu spenden und darauf im Artikel hinzuweisen. Haha…

War denn das zu fassen? Ich fühlte mich ernsthaft versucht, in meinem Blog bezahlte Werbung zu machen, ohne sie sauber und offiziell als solche zu kennzeichnen? Das passte ja großartig zu Artikeln, in denen ich aufrichtiges und authentisches Handeln beschreibe. Eine viertelstündige Recherche ergab zudem: diese Art der Schleichwerbung ist schlicht Betrug und kann zu Abmahnungen seitens anderer Unternehmen sowie zu Rückstufungen im Suchmaschinenranking führen. Rechtlich sauber ist sie jedenfalls nicht.

Einzig mögliche Antwort also:

„Sehr geehrte Frau XY, 

Ihnen ist sicher bekannt, dass bezahlte Do-Follow-Werbelinks, die nicht explizit als Werbung gekennzeichnet sind, gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen.

Ich danke Ihnen für das Interesse an meinem Blog. Sollten Sie in der Zukunft Interesse an einer klar als Werbung erkennbaren Zusammenarbeit haben, bin ich durchaus interessiert an einer Kooperation.

Mit freundlichen Grüßen Sunnybee“

Genau diese Mail schickte ich dann ab. 

Und warum schreibe ich hier im Blog so offen darüber?

Weil ich Werbung per se nicht verkehrt finde. In den letzten Monaten habe ich wahrgenommen, dass einige, auch von mir geschätzte, Bloggerinnen und Blogger auf ihren Seiten Werbung platzieren. Manchmal ganz offensichtlich als Werbebanner, manchmal als Artikel, in dem ein bestimmtes Produkt vorkommt und der als „von XY gesponsert“ gekennzeichnet ist. Besonders sympathisch finde ich das nicht, ich gebe es zu. Aber Bloggen kostet Energie und Zeit (und je nach Aufwand) auch richtig Geld, um z.B. mit Interviewpartnern zu sprechen oder bestimmte Themen zu recherchieren und damit journalistischen Ansprüchen gerecht zu werden. Warum sollte man damit nicht auch Geld verdienen wollen und können?

Andererseits will ich bezahlte Werbung als Werbung erkennen. Das erwarte ich von anderen Websites, deren Inhalte ich ernst nehme, und ich handle selbst entsprechend. Daher hier auch nochmal explizit: Alle Hinweise auf Bücher, Websites oder Unternehmen, die ich bisher in meinem Blog verlinkt habe, sind nicht-kommerziell: ich erhalte für ihre Verbreitung kein Geld oder Sachwerte, sie sind rein persönliche Empfehlungen. Links setze ich, weil mich die Inhalte, zu denen sie führen, überzeugen und sie thematisch meine Artikel ergänzen. 

Sollte dies einmal anders sein, weil ich von einer Organisation oder einem Unternehmen eine Anfrage zur Zusammenarbeit erhalten habe, sollte ich also z.B. einen gesponserten Artikel schreiben, so würde ich ihn klar als Werbung kennzeichnen. Ansonsten werde ich meine Artikel weiter großzügig verlinken, ohne jede Empfehlung meinerseits als Werbung zu kennzeichnen. Dafür ist das World Wide Web schließlich gemacht, zur Unterhaltung, Vernetzung und Weitergabe von Information. Dabei ethische und juristische Grenzen zu überschreiten kann manchmal ganz schön verführerisch sein. Betrug bleibt es trotzdem und daher sage ich dazu NEIN. 

Wie seht ihr das? Bezahlte Werbung in euren Blogs: Stellt sich die Frage für euch? Und, falls ihr tatsächlich bezahlte Werbung schaltet, was ist eure Erfahrung damit? Ich freue mich sehr über eure Kommentare!

Herzlichen Gruß, Sunnybee

[Foto: Pixabay]

Grabe dort, wo Wasser ist: 5 Schritte zu beruflichem und privatem Erfolg

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Beruflich und privat erfolgreich zu sein bedeutet für jede/n etwas anderes. Während die eine sich mit den Telefonnummern ihrer VIP-Freunde in der Tasche und dem 100.000€ Jahreseinkommen erfolgreich fühlt, sucht der andere im Job die Möglichkeit, etwas zu bewirken und freut sich, von seinen Freunden zum Patenonkel der neugeborenen Tochter ernannt zu werden. Und ein dritter ist froh, nach zwei Jahren Projektarbeit die erste unbefristete Anstellung ergattert zu haben.

Was ist beruflicher und privater Erfolg für mich? 

Ich persönlich definiere beruflichen und privaten Erfolg so: Ich habe die persönlichen, finanziellen und strukturellen Ressourcen, um umsetzen, was mir wirklich wichtig ist und es gelingt mir, andere dafür zu begeistern. Beruflicher und privater Erfolg bedeutet für mich somit eher die Verwirklichung von Werten mit der daraus resultierenden Zufriedenheit als  das Erreichen äußerer „Benchmarks“ wie der nächsthöheren Gehaltsstufe, dem noch interessanteren Job oder dem immer größer werdenden Freundeskreis. 

Äußerlicher Erfolg ist auch wichtig

Zugleich ist es mir durchaus wichtig, einen gut bezahlten, gesellschaftlich anerkannten und inhaltlich sinnvollen Job auszuüben. Und ich freue mich über einen wirklich tragfähigen,  reichen Freundeskreis wie vermutlich (fast) jede/r von uns. Auch Anerkennung und eine bestimmte Reichweite meines Blogs oder des Stammtischs für Allein- und Getrennterziehende, den ich 1x pro Monat gemeinsam mit einer Freundin organisiere, ist mir wichtig. Insofern kann ich Business-Coach Dr. Johanna Disselhoff, auf die ich kürzlich gestoßen bin, nur zustimmen: gerade wir Frauen müssen uns darin üben, nicht nur „um der Sache Willen“ fleißig aktiv zu sein, sondern unsere Qualitäten und unsere beruflichen und privaten Erfolge auch im rechten Licht zu präsentieren. Auf ihrer Website gibt sie fünf wirklich brauchbare Tipps, wie du im beruflichen Rahmen auf dich und deine Leistung aufmerksam machen kannst.

5 Schritte zu beruflichem und privatem Erfolg

Ich beziehe mich hier auf Disselhoffs Punkte, gehe jedoch noch einen Schritt weiter. Damit bin ich bei 

Tipp Nr. 1: Fang nicht immer wieder von vorne an

Mal angenommen, Du wolltest etwas zum Steuerrecht für Alleinerziehende in Erfahrung bringen. Vermutlich würdest du im Netz recherchieren (z.B. bei der in Finanzdingen ziemlich gewitzten Madame Moneypenny), in einer Chat-Gruppe deine Frage posten oder dich im Freundeskreis umhören, ob jemand Bescheid weiß. Eher unwahrscheinlich, dass du ganz alleine versuchen würdest, das deutsche Steuerrecht und seine Schlupflöcher zu durchdringen? 

Dann hast du bereits einiges richtig gemacht!

Nutze, was da ist und fange nicht immer wieder bei Null an. Beratungsstellen und Coaching-Angebote helfen dir, wenn du von etwas keine Ahnung hast. Bestehende Netzwerke, Stammtische, Chat-Gruppen, wenn du Kontakte knüpfen möchtest, oder dein Anliegen bekannter machen möchtest. Bringe in Erfahrung, wer schon groß ist in dem Bereich, in dem du erst noch groß werden möchtest – und mache diese Menschen auf dich aufmerksam. Uns Frauen fällt das oft nicht leicht: wir wollen nicht aufdringlich sein, uns nicht zu sehr in den Vordergrund spielen, empfinden Kontakte, die wir aus den oben genannten Motiven anstrebten, als „unecht“ oder gar „berechnend“. Aber das sind sie nicht: vielmehr greifst du dabei klug auf Ressourcen zurück, die andere vor dir geschaffen haben – ebenso wie du selbst wieder zur Ressource werden wirst für diejenigen, die nach dir kommen. Es ist ein Geben und Nehmen: „Netzwerken“ im eigentlichen Sinn. 

Tipp Nr. 2: Sei stolz auf das, was du tust 

Gut kannst du in vielen Dingen werden. Aber deinen Erfolg genießen, sobald du ihn denn einmal hast, kannst du nur, wenn du innerlich überzeugt bist von dem, was du tust und sogar stolz darauf. Stell dir vor, du spielst mit dem Gedanken, eine wissenschaftliche Karriere anzustreben. Tatsächlich wird deine Dozentin auf dich aufmerksam und bietet dir zunächst eine Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin und anschließend eine Promotionsstelle an. Dein Promotionsthema bekommst du sozusagen auf dem goldenen Tablett serviert, da es für deine Professorin dem Drittmittelerwerb dient, sie für dieses Forschungsprojekt also Geld für ihren Lehrstuhl bekäme. Nimmst du das Angebot an? Mir selbst ist genau dies vor einigen Jahren widerfahren – und ich habe NEIN gesagt. Weil ich vom Thema der Arbeit nicht überzeugt war und drei Jahre meines Lebens lieber meinen eigenen Zielen als dem Drittmittelerwerb widmen wollte. Das Angebot war äußerlich toll und für jemanden mit anderen Beweggründen sicher auch interessant – ich selbst wäre dabei nicht glücklich geworden. Das wusste ich damals und davon bin ich noch heute überzeugt. Ich wäre nicht stolz auf das gewesen, was ich erreicht hätte, denn ich war innerlich nicht davon überzeugt. Das bringt mich zu…

Tipp Nr. 3: Finde heraus, was du wirklich willst

Wenn dich etwas mit Begeisterung erfüllt, wirst du richtig gut darin werden. Du wirst auch während Durststrecken dabei bleiben können und gerade dadurch besteht die große Chance, dass du tatsächlich erfolgreich wirst. Ich verstehe unter dieser Art der Begeisterung nicht ein kurzfristiges Entzücken über irgendetwas, sondern eine tiefgehende Überzeugung, dass richtig ist, was du gerade tust.  Warum würden wir sonst unserem Baby klaglos 870x die versch…en Windeln wechseln? Warum würden wir jahrelange Ausbildungen oder echte berufliche Durststrecken auf uns nehmen, um einer Sache treu zu bleiben, bzw. ein Ziel zu erreichen und wären im tiefen Inneren auch noch zufrieden damit? Weil es uns sinnvoll erscheint und sich in irgendeiner Weise mit unseren grundsätzlichen Werten deckt. Will ich Spaß und Zerstreuung oder anderen helfen? Will ich Macht oder mich innerlich weiterentwickeln? Finde es heraus. Z.B. mit diesen 10 Fragen hier. Und dann…

Tipp Nr. 4: Grabe nur dort, wo Wasser ist

Ich könnte auch sagen: Suche dir Gleichgesinnte. Aber das erfolgreiche „Nach-dem-Wasser-Graben“ meint mehr. Werde sehr aufmerksam dafür, wie die Menschen, mit denen du gemeinsame Ziele verfolgen möchtest, auf das reagieren, was du tust. Ich z.B. schreibe diesen Blog seit inzwischen knapp einem Jahr. Einige Menschen, von denen ich es eigentlich erwartet hätte, reagieren so gut wie gar nicht darauf, andere waren kurzfristig hellauf begeistert, haben ihr Interesse aber ähnlich schnell wieder verloren. Und dann gibt es noch diejenigen, die irgendwann als Leser/innen dazu gekommen sind, vielleicht erst sporadisch, dann immer regelmäßiger und mich inzwischen zu beinahe jedem Beitrag mit ihrem Kommentar und eigenen Überlegungen erfreuen. 

Ich würde sagen, das Beispiel des Blogs lässt sich auf Freundschaften wie Geschäftsbeziehungen übertragen: du wirst immer Menschen begegnen, die schlicht kalt lässt, worum du dich bemühst und wer du bist. Daran änderst du auch nichts, wenn du „gräbst“ wie verrückt. Du schürfst dir höchstens die Finger wund. Dann gibt es die schnell und hellauf Begeisterten. Sie können dich in deinem eigenen ersten Enthusiasmus unterstützen, aber verlass dich nicht darauf, dass sie noch da sein werden, wenn dein Weg nach den ersten vielversprechenden Schritten  steiniger werden sollte. Tja, und dann gibt es, in Freundschaften wie in Geschäftsbeziehungen, diejenigen mit dem „langen Atem“, die dir und dem Anliegen, das du vertrittst, echtes Interesse entgegenbringen. Letztlich liegt das daran, dass deine Werte und die daraus resultierenden Ziele in ihnen selbst etwas anklingen lassen. Daher bleiben sie „am Ball“ – wie du selbst. Mit diesen Menschen kannst du wirklich etwas auf die Beine stellen. Hier liegt die Grundlage für tiefe Freundschaften oder verbindliche, wirklich fruchtbare Zusammenarbeit in der Arbeitswelt. 

Tipp Nr. 5: Tu Gutes und sprich darüber

Und wie findest du diese Juwele der zwischenmenschlichen Kooperation? Diese Menschen, die jedes deiner Netzwerke erst wirklich tragfähig machen? Glück? Gutes Karma? Ich würde vielmehr sagen: Hier lohnt sich das Trommeln, Klappern, Federschütteln wirklich: du hast etwas zu geben (nämlich ein Produkt, Projekt oder eine Idee, die du mit wirklicher innerer Überzeugung (=> Tipp Nr. 2) vertrittst. Und du brauchst Gleichgesinnte (=> Tipp Nr. 4), damit diese Idee tatsächlich „in die Welt“ kommen kann. Somit knüpfst du Kontakte (=> Tipp Nr. 1), nicht um deiner selbst, bzw. um deines persönlichen Erfolgs Willen, sondern, weil du von dem, was du erreichen willst, wirklich überzeugt bist. Weil es sich tatsächlich mit deinen Werten deckt (=> Tipp Nr. 3).

Ich bin überzeugt, das wird dich tatsächlich erfolgreich machen. Menschen fühlen sich angezogen von innerer Überzeugung. Das bringt dir die Aufmerksamkeit und letztlich den strukturellen und finanziellen Rahmen, durch den du deine Ziele verwirklichen kannst. Und damit es dir tatsächlich Freude macht, sie zu erreichen und dich somit letztlich auch erfolgreich zu fühlen, musst du dem folgen, wohin dich deine Überzeugung trägt. Erkenne, was du tief in deinem Inneren willst – und dann lebe danach. Das macht dich wirklich erfolgreich; vor allem nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. 

In diesem Sinne: herzlich viel Erfolg!😉

Sunnybee

[Foto: Pixabay]