Wehmütig spricht die Mätresse…

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Modigliani Ohne Titel (C) WahooArt.com

Wehmütig spricht die Mätresse: „Du Armleuchter! Eingezwercht mit dir ist mir ganz blümerant zumute!“

… Aber, sorry, wer an dieser Stelle auf Offenbarungen ex privatum hofft, muss enttäuscht den Blick abwenden:

Das hier ist WERBUNG

… und auch noch in eigener Sache, nämlich für meine ganz persönliche Sammlung an Lieblingswörtern, die ich HIER VERÖFFENTLICHT habe und die ihr per Kommentar sehr gern und zur großen Freude meinerseits noch bis ÜBERMORGEN (25.1.) ergänzen könnt. Zu GEWINNEN gibt es auch was!🙂

Und außerdem ist es SELBSTSCHUTZ

… denn wenn das Leben gerade mit einer bunten Mischung aus höchst Schönem und höchst Unerfreulichem über einem zusammenschlägt und viel zu tun ist und eigentlich die Muße zu jedem Sammeln, Ordnen, Reflektieren fehlt, dann ist LACHEN manchmal das einzig Mögliche. Und Sinnvolle. Finde ich.

Daher dieser nicht sehr sinnreiche  und dennoch sinnvolle Post, inklusive gleich fünf (!) Lieblingswörtern, die ihr im ersten Satz dieses Beitrags, sowie – ich sagte es bereits – hier findet!…

Herzlichen Gruß, Sunnybee

 

 

Kleines Verzeichnis klangvoller Wörter [mit Gewinnspiel]

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Hier mal ein Beitrag, ein wenig außerhalb meines sonstigen Themenbereichs, aber – hach – eine Wonne für mich als Sprachliebhaberin und Wortspielerin…

Ach ja: und zu gewinnen gibt es auch noch was!😉

Andrea Schuster, die, wie ich, seit etwa einem Jahr ihren tollen Blog „Lesen… in vollen Zügen“ betreibt, durch dessen Buchempfehlungen ich mich immer wieder gern inspirieren lasse, hat vor kurzem einen Artikel verfasst, der mich aus mehreren Gründen anspricht und mich, wie ihr seht, jetzt sogar zu einem „Antwortartikel“ bewegt. 

„You go me on the cookie“

Andrea stellt in ihrem Beitrag das Buch „You go me on the cookie“ der Amerikanerin Dana Newman vor, das auf offensichtlich charmante und unterhaltsame Weise die Untiefen der deutschen Sprache „auslotet“, speziell aus nichtdeutscher Sicht. Andreas Rezension an sich ist einen Besuch ihres Blogs wert. Mich begeistert an ihrem Artikel jedoch besonders, dass sie die Autorin des Werks, die inzwischen in Deutschland lebt, spontan zu einem (Kurz-) Interview getroffen hat, das die Buchbesprechungen als „I-Tüpfelchen“ ergänzt. Und damit bin ich irgendwie doch wieder beim Thema meines Blogs: WOW, beeindruckend, welche Netzwerke und Verbindungen die Bloggerei auch im „echten“ Leben, außerhalb des Netzes, möglich machen kann. Mehr davon!

Meine Lieblingswörter

Und somit jetzt zum „Kernthema“ dieses Artikels: Andrea fragt nämlich nach dem Lieblingswort Ihrer Leser/innen und das bringt mich zu: 

I-Tüpfelchen

„Ein wunderbar verspieltes Wort, das sich in die deutsche Sprache geschlichen hat wie das ä-Tüpfelchen in „Sahnehäubchen“ und jeder Sache das beigibt, was sie wirklich exquisit macht. Und nicht zuletzt die charmante Referenz an die „Umlautigkeit“ der deutschen Sprache, die mit all ihren i-, ö-, ä- und ü-Tüpfelchen zu bezaubern weiß!“

Kleinod

„Schau es dir an, das Kleinod: Loblied an die Schönheit der Welt und dabei klein und filigran, nur von dem erkannt, der es mit wachem – und wertschätzendem – Blick zu finden und sich an seiner Schönheit zu erfreuen vermag.“

Mätresse

„Allein der Klang erweckt das Bild von Fülle, runder Sinnlichkeit, verhängten Fenstern. […] An ihr ist das Meiste versteckt, aber nichts verschämt. In ihrer Grandezza verlangt die Mätresse von dem, der zu ihr kommt, eine ihr entsprechende Größe. Damit ist sie das altmodische Symbol für eine Frau ohne Eigenständigkeit – aber mit Stolz.“

Wehmut

„Ein eigenes Wunder, die Wehmut. Achtungsvolles Tribut an die Vielschichtigkeit der Seele. Leichter als die drückende Schwermut, nicht halb so drängend wie die Sehnsucht, dabei eng verwandt mit der sanft ziehenden Nostalgie, so ist sie Begriff für eine ganz eigene Art des Empfindens. […] Die Wehmut ist überwachsenes Leid, von der Zeit gedämpfter Schmerz. […] Melancholische Berichterstatterin, beschreibt sie, was sie sieht, ergriffen und doch aus Distanz.“

Langmut

„Was will sie mir sagen, die aristokratisch wirkende Langmut? Erhaben über der Menge der alltagssprachlichen Begriffe steht sie da: stolz, nachsichtig, etwas angestaubt und doch achtungsgebietend in ihrer antiquierten Schönheit. […] Sie hat den Überblick, über den sie aus der Nähe, in das Geschehen verstrickt, nicht verfügen würde. Dabei ist sie nicht distanziert von den Dingen, die sie betrachtet. Aus dem ihr eigenen Abstand verfolgt sie diese mit Empathie, Großzügigkeit und Nachsicht. […] Wie das mittelhochdeutsche „muot“ ahnen lässt, steht sie für eine besondere Gesinnung: eine souveräne, in ihrer Macht dezente alte Dame.“

Ihr seht, gerade „explodiere“ ich ein wenig vor Schreib- und Schaffensfreude und danke herzlich Andrea – und letztlich auch Dana Newman unbekannterweise – für diese Inspiration!

Wollt ihr ein Buch von mir?

Damit möchte ich auch euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, die Frage stellen: 

Was ist euer absolutes Lieblingswort? 

Und – aufgepasst – unter allen, die hier bis zum 25.1.19 kommentieren, verlose ich ebenfalls ein echtes „Kleinod“, nämlich ein Buch VON MIR, das ich vor etwa zehn Jahren selbst verfasst und gestaltet habe! Unter anderem enthält es das titelgebende „Verzeichnis klangvoller Wörter“. Ihr seht einen Ausschnitt daraus oben als Titelbild meines Beitrags. Wenn ihr also interessiert seid, schreibt! Und natürlich auch so, wenn ihr einfach nur euren ganz persönlichen „Wort-Schatz“ hier verewigen wollt.

Ich bin auf euer Lieblingswort gespannt!🙂

Herzlichen Gruß, Sunnybee

Mein schönstes (immaterielles) Geschenk: Das Ergebnis meiner Blogparade

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Was ist das schönste (immaterielle) Geschenk, das du in deinem Leben bekommen – oder geschenkt – hast?

Diese Frage stellte ich Mitte Dezember im Rahmen meiner Blogparade. Ein von mir gewünschter – und geschaffener – Gegenpunkt zum kommerziellen Schenken, das die Vorweihnachtszeit ansonsten doch oft prägt.

8 wunderbare Gaben

Und ich habe von euch tatsächlich zahlreiche wirklich wunderbare Geschenke erhalten: tiefsinnige, toll formulierte Antwortartikel. Und das in der hektischen, mit Aktivität angefüllten Adventszeit. DANKE euch allen, die ihr die Muße gefunden und an meiner Blogparade teilgenommen habt!

Wer jetzt neugierig ist – hier findet ihr alle Texte, die aufgrund meines Aufrufs entstanden sind: 

Tilman/tilmansite

„Meine Geburt ist wohl eher ein physisches Geschenk. Gleiches gilt auch für das Geschenk der Geburt unserer Kinder. Also sage ich: meine psychische Wiedergeburt. Die findet statt nach jeder (guten) Meditation.“ Mehr hier.

Regina/klatschmohnrot

„Enya, eine Schülerin, die ich schon kennengelernt habe, als sie noch in den Kindergarten ging, kam einmal wöchentlich zu mir zum Klavierunterricht. […] Wir verstanden uns prima, haben immer einen ganz besonderen Draht zueinander. Einmal, wir hatten gerade Weihnachtslieder geübt, um sie den Eltern in einer kleinen Feierstunde vorzuspielen, sagte sie zu mir: „Regina, glaubst du an Engel?“ Hier geht’s weiter.

Alexandra/himmelbuntundwolkenvoll

„Das schönste Geschenk, das ich je bekommen und gleichzeitig geschenkt habe, ist das Leben. Leben ist für mich gleichzusetzen mit Liebe.“ Lest hier.

Anna/alleinerziehend-selbständig

„Ich bekam also dieses Geschenk von Micha und ich packte es aus. Darin: Ein blaues Tagebuch. […] Und Micha sagte: „Wenn dich mal keiner fragt, wie dein Tag so war.“ Dieses Tagebuch war nämlich nicht nur ein Tagebuch, sondern es war ein Buch, das mir Fragen stellte: Wie war dein Tag? Ganz einfach und schlicht.“ Hier geht’s weiter.

Kathinka/pauliskleinesuniversum

„Ich glaube, das Gefühl der Dankbarkeit ist das größte und schönste nicht-materialle Geschenk, das ich mir selbst in meinem Leben gemacht habe. Und gerne teile ich mit dir und den anderen Lesern meine Dankbarkeitsliste für 2018. In Ordnung?“ Hier findet ihr sie.

Elke Bitzer/Fotografisches Reisen und Wanderungen

„Geschenke, die mir die allerhöchste Freude bescherten gibt es reichlich und sie sind allesamt nicht-materieller Natur. Eine Rangfolge kann ich schwerlich festlegen, da einige absolut gleichrangig sind. Deshalb folgt mir durch meine Aufzählung, bunt durcheinander gewürfelt.“ Lest hier.

Charlotte/charlottesadoptionsblog

„Maxim und Nadeschda sind das größte Geschenk, das ich jemals in meinem Leben bekommen habe. Ja, unser Leben ist mit vielen Herausforderungen gespickt. Viele oder zu viele, derer ich mir im Vorfeld nicht bewusst war. Und die Verantwortung für diese beiden Kinder ist manchmal übermächtig. Doch wenn abends nach viel Kuscheln und ausgiebigem Vorlesen meine Kinder in ihren Betten liegen, mein Sohn beim Gute Nacht Sagen fest den Arm um mich gelegt hat und halb schlafend geseufzt hat „Meine Mama!“, meine Tochter meine Hand hält, damit ich bleibe, bis sie schläft, betrachte ich glücklich meine wunderbaren Kinder.“ Den ganzen Beitrag findet ihr hier.

Lea/kommunikatz 

„Was mir in diesem Moment klar wurde: Sie vertraut mir und sie traut mir zu, dass ich mit all meinen Bedürfnissen und Besonderheiten eine gute und gewissenhafte Geschäftsführerin des Welthauses sein werde. Ein solches Vertrauen habe ich von einer mir nicht sehr nahestehenden Person noch nie erfahren und dieses quasi blinde Vertrauen empfinde ich als unglaublich schönes und großes Geschenk.“ Lest hier weiter.

Auch mich hat die Frage nach dem schönsten immateriellen Geschenk meines Lebens zu einem (sehr persönlichen) Artikel inspiriert: „Die Liebe (m)einer Mutter“. Hier findet ihr ihn. 

Ganz herzliche, dankbare Grüße und sehr gerne bis zur nächsten Blogparade. Sie wird mit dem Thema Berührung zu tun haben – ihr könnt gespannt sein!🙂

Sunnybee

Ein klares Ja! Wie lerne ich mir – und anderen – (wieder) zu vertrauen?

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Vor ziemlich genau zwei Wochen habe ich an dieser Stelle über eine Frau geschrieben, die Geld sammelt, um Blindenstöcke für seheingeschränkte Schülerinnen und Schüler in Togo anzuschaffen. Ich habe die Aktion weiter verfolgt: jetzt, drei Tage vor Ablauf der Frist, haben mehr als ein Dutzend Menschen bereits 625 Euro (!) gespendet. Ziel waren ursprünglich 300 Euro für 15 Stöcke. Wow!

Auch ich hatte mich an der Spendenaktion beteiligt und das, obwohl ich auf der Straße eigentlich immer an den Menschen vorbeilaufe, die für Hilfsorganisationen Passanten mit Sammelbüchsen ansprechen oder sie gar zur Mitgliedschaft bei einer dieser Organisationen animieren wollen. 

Lydia Zoubek, meine Mitbloggerin, die für Togo sammelt, kenne ich auch nicht – und doch vertraue ich ihr soweit, ihr sozusagen „blind“ Geld zu überweisen, auf ihre Aussage hin, sie werde dieses für den oben genannten Zweck verwenden. 

Diese Erfahrung bewegt mich, noch einmal über das Thema Vertrauen nachzudenken. 

Als Erwachsene haben wir ja gewissermaßen „verlernt“, bzw. uns abgewöhnt, „blind“ zu vertrauen. Wir mögen durchaus offen auf andere Menschen zugehen, aber kaum einer würde einen Fremden sofort zu sich einladen, ihm seine Bankverbindung nennen oder das eigene Kind anvertrauen. Wir haben im Verlauf unseres Lebens eine – durchaus sinnvolle – Einschätzung entwickelt, dass ein Grundmaß an Vertrauen sinnvoll und für zwischenmenschliches Zusammensein unumgänglich ist, wir aber durchaus auch prüfen sollten, wem wir unser Vertrauen schenken. Nicht jeder, der uns in unserem Leben begegnet, hat auch die Absicht – oder ist in der Lage – unserem Vertrauen gerecht zu werden. Und ich denke, es ist sinnvoll, dass wir da klar unserer Intuition vertrauen: habe ich mit einer Sache oder einem Menschen „ein komisches Gefühl“, sollte ich dieses meiner Meinung nach immer ernst nehmen. Zumindest zeigt es mir, dass für mich an dieser Stelle etwas nicht ganz stimmig ist und worum es sich dabei handelt, sollte ich klären, um auch nach außen wieder klar sein zu können.

Tatsächlich nehme ich den Ansatz, meiner Intuition zu folgen, jedoch als schmalen Grat wahr. Einerseits sind die Signale, die mir mein Gefühl sendet, berechtigt: auch einem objektiv vertrauenswürdigen Menschen sollte ich mich nur in dem Maß und Tempo öffnen, wie es für mich stimmig ist, alles andere würde zu meiner Überforderung und anschließendem Rückzug führen. Andererseits haben wir alle innerhalb unseres Lebens, und gerade auch, wenn wir uns z.B. von unseren Lebenspartnern getrennt haben, die Erfahrung machen müssen, dass einmal gegebenes Vertrauen eben auch enttäuscht werden kann. Oder gar, dass wir uns selbst nicht mehr wirklich trauen: kann ich mich auf meine Gefühle – der Abwehr wie der Anziehung – noch verlassen, oder sind sie wie ein Wachhund, der anschlägt, weil er seinen eigenen Schatten sieht?

Grenzen des Vertrauens

Ich möchte hier neben Situationen, in denen ich in der Lage bin, aus vollem Herzen zu vertrauen, auch solche ansprechen, in denen ich meinem Gegenüber (scheinbar) grundlos misstrauisch begegne. Was bringt mich dazu, mein Kind nur „mit schlechtem Gefühl“ bei der Betreuerin abzugeben? Warum frage ich meinen Partner, ob er es mit seinen Gefühlen ernst meint? Wieso halte ich auf der Straße meine Tasche fest, wenn mich ein Mensch mit abgerissener Kleidung anspricht?

Das sind nur Beispiele für ein, vielleicht berechtigtes, vielleicht aber auch überzogenes, Misstrauen, das mich in diesem Moment erfüllt. Dahinter steht das Gefühl, ich müsse mich schützen. Und der einzige Weg, Schutz zu finden, sei der, die „Türen zu mir“ zu verrammeln. Dann sage ich „Nein“, „Stopp“ und beginne manchmal auch zu rationalisieren, „gute Gründe“ für das zu finden, was eigentlich nur ein diffuses Gefühl ist: Ich vertraue dir nicht!

Ich finde, es ist einen Blick wert, nachzusehen – und nachzuspüren – warum ich an dieser Stelle nicht vertraue. Überfordert mich etwas im Verhalten der Person oder an der Situation? Bräuchte ich schlicht mehr Zeit und/oder mehr (positive) Erfahrungen mit diesem Menschen, um mich zu öffnen? Habe ich in ähnlicher Situation bereits einmal schlechte Erfahrungen gemacht (z.B. auch als Kind) und daher verinnerlicht: hier ist Vertrauen gefährlich? Bin ich vielleicht überhaupt ein Mensch, der sich behutsam an die eigenen Grenzen und die seiner Mitmenschen herantasten muss, um sich nicht „überrannt“ zu fühlen? 

Welche Persönlichkeit habe ich? 

Bereits Kinder unterscheiden sich darin, wie offen – oder aber deutlich zurückhaltend – sie auf andere zugehen. Schon Zweijährige lassen sich bereitwillig berühren und z.B. auch von weniger vertrauten Menschen auf den Arm nehmen – oder eben nicht. Die Bereitschaft zur Öffnung anderen Menschen gegenüber ist meiner Meinung nach in jedem Menschen angelegt – anders könnte ich als kleines Kind ja gar nicht überleben – aber in welchem Maß ich mich öffne, wie vielen Menschen und in welcher Geschwindigkeit, scheint schon bei kleinen Kindern Teil ihrer Persönlichkeit zu sein. 

Habe ich dann als kleiner Mensch vielleicht ein paar Mal zu oft gehört: „Jetzt stell dich nicht so an!“ oder – subtiler – „Wie schön, dass du dich nicht so anstellst!“, verinnerliche ich statt echtem Vertrauen in mich selbst und in andere vielleicht eher: wenn ich meine Grenzen nicht wahre, erhalte ich Zuneigung. Und später, wenn ich diese Grenzen dann wahren kann, schlägt mein Gefühl um und ich kämpfe (nachträglich und natürlich vergeblich) gegen die Grenzüberschreiter meiner Kindheit, indem ich als erwachsener Mensch jeden, der mir gefühlt „zu nahe“ kommt, hinter meine Mauern verweise. 

Vertrauen kommt von Zutrauen

Ich muss mir selbst vertrauen, mir zutrauen, meine (inneren) Grenzen wahren zu können. Ich muss fühlen, dass ich rechtzeitig „Nein“ sagen, einen Richtungswechsel bewirken, die Situation, in der ich mich befinde, mit gestalten kann, um wirklich JA sagen zu können. Um echtes Vertrauen schenken zu können. 

Dieses „Nachbemuttern“ oder „Nachbevatern“ meiner selbst ist oft ein langwieriger Prozess und ich sollte es mir wert sein, mir dabei z.B. auch therapeutische Hilfe zu suchen, wenn ich merke, ich komme alleine nicht weiter. Vertrauen in mich selbst, in die mir Nächsten und in die Welt ist sozusagen der „Humus“ meines Lebens, das, was es reich und lebendig macht. Warum sollte ich mir diesen Nährstoff vorenthalten und in der Dürre stetigen latenten Misstrauens vor mich hinvegetieren?

Ich glaube, viele Menschen leben mit diesem Schmerz eines früh enttäuschten Vertrauens. Ich sehe es als Aufgabe meines Menschseins an, dieses Vertrauen in mir wieder zu finden und zu nähren. So, dass ich z.B. auch als Mutter oder Vater meinem Kind sagen kann: „So geht das – so setzt du gesunde Grenzen!“ und: „So geht das – so vertraust du in die Welt!“

Die Welt ist gut, sie ist freudvoll und sehr viel ist möglich, wenn du nicht von Angst, sondern von Vertrauen geleitet wirst. So zu denken – und zu fühlen – ist nicht naiv. Es ist kraftvoll und letztlich von tiefer Weisheit erfüllt. Kein Kind würde sein Leben beginnen ohne dieses erste tiefe Vertrauen. Also lasst uns aufhören, unseren Kindern einzureden, sie seien zu vertrauensselig. Gerade an diesem tiefen Vertrauen krankt doch unsere Welt. Lasst uns eher unseren Kleinsten zuhören und dieses Vertrauen auch wieder in uns nähren: ein klares JA zum Leben, zu unseren Mitmenschen und zur Welt!

Herzliche, bewegte Grüße, Sunnybee

Flüsterpost I: Welcher Satz hilft dir in schwierigen Situationen?

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Eine Freundin hat mir die Frage gestellt: Gibt es einen Satz, der dich (in schwierigen Situationen) durch dein Leben begleitet?

Ja, den gibt es (ich beantworte damit Frage 1 meiner Flüsterpost).

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Für mich der Lackmustest meines Wollens: Will ich etwas wirklich, aus einem tiefen, inneren JA heraus, ist (fast) alles möglich. Ich habe so schon große Reisen geplant und umgesetzt, meinen Wohnort und meinen Arbeitsplatz gewechselt, ein Kind empfangen, das ich ins Leben begleite, Beziehungen beendet oder wieder aufgenommen. Ein tiefes, inneres JA trägt mich und gibt mir die Stärke und Zuversicht, auch weit entfernte äußere Ziele zu erreichen.

Zweifle ich aber, finde Gründe aller Art, dass etwas zu schwer, zu riskant, überhaupt zu … sei – dann will ich meist schlicht nicht wirklich und muss erst die Wahrheit in mir finden, muss warten, bis das Wollen in mir klar ist. 

Ich bin eine Visionärin, die fest auf dem Boden steht. 

Ich denke assoziativ, in Analogien, bin froh, wenn ich ein Ziel anvisieren kann, das ruhig auch (noch) in der Ferne liegt.

Will ich etwas wirklich, bewege ich mich in die Richtung dieses Ziels, mit Ausdauer, Mut und Zuversicht. 

Zugleich wäge ich bei jeder (großen) Entscheidung auch ab: Reichen meine Kräfte? Was erfüllt mich wirklich, was habe ich schon geschaffen – und geschafft – und worauf kann ich bauen? 

Eine Visionärin, mit beiden Beinen auf der Erde.

Dazu passt dieser Satz: 

Das Feuer, das Streben, auch ein tiefes Vertrauen: „Wer will, findet Wege 

– und die bodenständige Rückbesinnung, falls ich mich (noch) nicht bewege: Welche Ausflüchte sage ich mir selbst vor? Womit klebe ich mich am Boden fest, statt zu fliegen? – „Wer nicht will, findet Gründe“.

Der Satz hilft mir, meine Wahrheit zu finden:

Warum verharre ich im „Vielleicht“?

Und:

Wo ist der Weg zu mir?

Ein klares „Ja“ oder ein klares „Nein“. Der Impuls, der wieder Bewegung bringt. In die eine – oder die andere – Richtung.

Gibt es einen Satz, der auch dich trägt, bewegt und begleitet? Schreib mir hier im Kommentar davon, wenn du magst – oder verfasse deinen eigenen Blogartikel zum Thema!🙂

Herzlichen Gruß, Sunnybee

Bin ich sexy? Vom inneren Leuchten

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Passend zum neuen Jahr hier ein leichter, sinnlicher, von Herzen fröhlicher Text!🙂

Tanz ins neue Jahr

Den Jahreswechsel habe ich dieses Jahr tanzend begangen. Nicht auf einer überteuerten Silvesterfeier zwischen Büffet und Böllern, sondern weit außerhalb der Stadt auf einem Seminar. Mein Sohn war samt Vater bei den Großeltern und ich durfte ganz bei mir sein, tanzend, lachend, sinnlich, mich selbst (und andere) erforschend, in der Berührung, Bewegung, Begegnung, mit mir und mit anderen. 

Der eine oder die andere, die sich auf diesem Feld der (körperlichen) Begegnung noch selten bewegt hat, fragt sich jetzt vielleicht: wovon spricht die Frau da? Tanz? Innere und äußere Berührung, dazu diese Textüberschrift – wo hat sie sich bloß herumgetrieben? 

Nun, es war ein Biodanza-Seminar, das mir einen der schönsten – und ich merke es, auch einen der am meisten „nachklingenden“ – Jahresübergänge der letzten Jahre beschert hat. 

Begegnung mit mir und der Welt

Was ist Biodanza? Ich würde sagen: Begegnung, mit mir selbst und mit anderen. Zum einen tatsächlich Tanz, alleine, zu zweit, mit mehreren oder der ganzen Gruppe, aus dem Gefühl heraus und ohne vorgegebene Schrittfolge. Manchmal stehe ich aber auch einfach nur still mit anderen zusammen, Hand in Hand oder Arm in Arm, wir klopfen uns gegenseitig den Rücken ab oder berühren einander zart. Es ist wirklich eine (von den Kursleitenden behutsam angeleitete) Art, sich selbst und anderen zu begegnen: eine überaus sinnliche, ausdrucksstarke und umfassende Art der Kontaktaufnahme. Jede und jeder kann dabei so sein, wie er oder sie ist – und lernt zugleich, die eigenen Möglichkeiten der Begegnung zu erweitern.

Biodanza = Tanz des Lebens

Ich erkenne mich im (wohlwollenden) Blick der anderen wieder, teile Neugier, Begeisterung, Lebensfreude und Anziehung, aber auch Skepsis, Zurückhaltung, Schüchternheit oder Vorsicht. So lerne ich viel über mein so Sein und darüber, wie menschlich und „normal“ all meine Gefühle sind, denn meine Mit-Tänzerinnen und -Tänzer sind wie ich schüchtern und forsch, ernst und verspielt und vor allem dankbar, in all ihrer Eigenheit Wohlwollen, Kontakt und Akzeptanz zu erfahren.

Biodanza heißt übersetzt in etwa „Tanz des Lebens“ oder auch: „Das Leben tanzen“ und dieser besondere Tanz enthält tatsächlich alle Facetten, die das Leben voll, rund und wunderbar machen. Nur eben mit der Möglichkeit, sie im geschützten Rahmen zu erleben und in grundsätzlichem Wohlwollen all derer, die dieselbe Erfahrung suchen und sich ihr stellen. 

Sexy ist, wer das Leben in sich fühlt

Und was hat das mit Sexyness zu tun? Nun, ich habe mich in diesen Tagen so sinnlich, lebensfroh und sexy gefühlt wie schon lange nicht mehr – und hatte wohl tatsächlich eine Art „Leuchten“ um mich. Einer Mitbloggerin habe ich geschrieben, dass sich meiner Meinung nach daraus die Anziehungskraft speist, die ich (für mich und) für andere habe. Ich schreibe bewusst auch „für mich“, denn ist wahre Anziehungskraft nicht immer auch die (genussvolle) Freude an sich selbst?

Und ich habe es in diesen Tagen tatsächlich genossen, ganz klar bei mir UND bei den anderen zu sein. Ich habe mich sehr sicher und selbstbewusst gefühlt, ganz bei mir und dabei in tiefer Weise verbunden mit all diesen Menschen, die ich davor zum Großteil noch gar nicht kannte. 

Die Tiefe hinter der „Sexyness“

„Sexyness“ ist ein Begriff, den ich aus Werbung und kommerzieller (Selbst-) Beschreibung kenne. Wir streben manchmal danach, wenn wir uns eigentlich nach etwas viel Tiefergehendem sehnen: nach Anerkennung, Gesehenwerden, auch: nach umfassender Lebendigkeit, Lebensfreude, dem Gefühl, gut zu sein, wie wir sind und uns sinnlich am Leben zu erfreuen. 

Menschen, die das leben, sind sexy, (weitgehend) unabhängig von ihren äußeren Attributen. Meine körperlichen Merkmale allein machen mich im Umkehrschluss nicht sexy. Wahrlich anziehend werde ich dadurch, dass das Leben durch mich strahlt, dass ich letztlich etwas zu geben habe: intellektuell, gefühlsmäßig, im Kontakt mit der Welt. 

Und das wünsche ich dir für das neue Jahr: diese Lebendigkeit, die Begegnung begünstigt, die Kontakt tief, sinnlich und erfüllend macht und dich sein lässt, wie du bist: wertvoll, wunderbar und voll Möglichkeit zu wirklichem inneren Leuchten!

Herzliche, lebensfrohe Grüße, Sunnybee

Silvesterknaller: Das Ergebnis der „Flüsterpost“

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Erinnert ihr euch? 

Anfang Dezember bat ich euch, mir eine Frage zu stellen, die dann sowohl ich als auch ihr mit einem Blogbeitrag beantworten würdet. Ich nannte das ganze „Flüsterpost“. Ein wenig wie bei einer Blogparade, nur dass ihr mit euren Fragen den Impuls geben konntet.

6 spannende Fragen

Bis zum 15.12.18 haben mich auch tatsächlich einige Fragen erreicht, allerdings interessanterweise per Mail, persönlich oder über Kurznachrichten. Vielleicht war das „öffentliche“ Fragen im Blog für einige von euch doch zu „persönlich“? Oder der alte Spruch „Frag nicht so dumm!“ zu präsent in manchen Köpfen, um sich in dieser Form zu exponieren?

Hier jedenfalls die sechs Fragen, die ich selbst am interessantesten fand und zu denen ich im Verlauf der nächsten Wochen tatsächlich jeweils einen Blogartikel schreiben werde (insofern ich es denn nicht schon getan habe).

1. Gibt es einen Satz, der dich (in schwierigen Situationen) durch dein Leben begleitet?

Ja, den gibt es und ich werde hier im Blog bald darüber schreiben, warum dieser gerade in schwierigen (Entscheidungs-) Situationen für mich wirklich hilfreich ist! [Nachtrag: Hier ist der Artikel!🙂]

2. Hast du ein Vorbild, einen Menschen, den du bewunderst? 

Eine schwierige Frage für mich, da ich eigentlich eher dazu tendiere, mich an inneren Maßstäben zu orientieren statt konkrete Menschen als Vorbild zu wählen und ihnen nachzueifern. Ich nehme die Frage als Herausforderung an und möchte hier im Blog auch dazu schreiben.

3. Warum bloggst du?

Es gibt mehrere Gründe. Ich habe darüber bereits zwei Artikel geschrieben: Warum hast du mit dem Bloggen angefangen? und Wer ist „Sunnybee“? Sechs Monate mutter-und-sohn.blog. Ich bin neugierig, ob sich für mich im Verlauf der nächsten Monate noch weitere Antworten ergeben, dann schreibe ich zu der Frage vielleicht noch einmal einen Beitrag.

4. Wem bist du dankbar?

Tja… dem Leben, das mich oft schon herausgefordert, mir aber auch einen wunderbaren Sohn, Gesundheit sowie Zuversicht und innere Stärke geschenkt hat. Meiner Familie, meinem Ex-Partner und Vater meines Sohnes, (engen) Freunden. Das Thema „Dankbarkeit“ zieht sich durch viele meiner Texte. Ich habe z.B. hier („Die Liebe (m)einer Mutter“) und hier („14 Stunden. Dankbar sein“) schon einmal explizit darüber geschrieben und auch eine meiner Blogparaden hat viel mit dem Thema Dankbarkeit zu tun: „Was ist das schönste (immaterielle) Geschenk, das du je erhalten hast?“. Ich bin gespannt, welche weiteren Aspekte des Themas sich mir noch erschließen. Dann greife ich es hier im Blog sicher wieder auf.

5. Hast du Lust, über Sina Trinkwalder zu schreiben?

Sina Wer?! Ich hatte von der Frau noch nie gehört, als ein Bekannter mir vorschlug, einen Blogartikel über sie zu schreiben. Aber nach kurzer Recherche weiß ich: sie ist einen Text wert und den könnt ihr jetzt bereits hier im Blog lesen – klickt einfach auf den Link, dann findet ihr ihn!

6. Was ist „Heimat“ für dich?

Eine weitere interessante Frage, wie ich finde. Heimat als soziale Herkunft oder Herkunftsort? Innere Heimat oder gar Heimat in einem größeren, spirituellen Sinn? Auch darüber werde ich in den nächsten Wochen schreiben.

Vielleicht habt ihr ja inzwischen Lust, selbst zur Tastatur zu greifen und zu einer der Fragen einen „Antwortartikel“ zu verfassen? 

Ich bin gespannt und wünsche allen, die meinen Blog mitlesen, herzlich einen guten Jahreswechsel und für 2019 alles Gute!🙂🍀 

Lieben Gruß, Sunnybee