Gesellschaft, Politik

Nicht Menschen sind gefährlich, das VIRUS ist es. Wie 2G den Zusammenhalt unserer Gesellschaft gefährdet

Holztafel vor Lokal mit Aufschrift „Zutritt 2G: Genesen und geimpft“

Ein guter Freund von mir ist Musiker. Er gibt Konzerte und unterrichtet als selbständiger Musiklehrer seit inzwischen fast zehn Jahren Kinder und Jugendliche. Seine Schülerinnen und Schüler mögen ihn und auch er liebt seinen Beruf. Mein Freund hat leider eine schwere chronische Erkrankung und daraus resultierend ein Attest seines Arztes, dass er sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid-19 impfen lassen sollte. Soweit so klar, oder? Natürlich testet er sich jedes Mal, bevor er eine Gruppe Schülerinnen und Schüler unterrichtet, bleibt mit Erkältungssymptomen zuhause und verhält sich auch sonst umsichtig und rücksichtsvoll. Nun schreibt er mir vor wenigen Tagen eine Nachricht. Er klingt nicht gut. 

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Familie, Gesellschaft

Wir müssen draußen bleiben. Wie es sich gerade anfühlt, in Deutschland nicht gegen Covid-19 geimpft zu sein 

Junger Mann sitzt auf Stuhl neben Ärztin, die eine Spritze in der Hand hält.

Herbst 2021: Nieselregen. Es ist empfindlich kalt. Mit meinem einjährigen Sohn stehe ich vor unserem Lieblingscafé. Sein Bewegungsdrang ist groß, unabhängig vom Wetter. Ich selbst würde mich jetzt gern bei einer Tasse Kaffee im Lokal aufwärmen. Aber wie überall in der Gastronomie gilt auch hier seit Mitte Oktober 3G („Zutritt nur für Geimpfte, Getestete und Genesene“). Ich bin bisher nicht gegen Covid-19 geimpft. Entsprechend der Bestimmungen in unserem Bundesland dürfte ich das Lokal somit aktuell nur mit rund 100 € teurem PCR-Test betreten. Selbst finanziert, obwohl ich damit, genau wie mit der Impfung, meine Mitmenschen schützen würde. Ich gehöre damit zu den rund 30% nicht gegen Covid-19 Geimpften über 12 Jahren in Deutschland, auf die aktuell massiver gesellschaftlicher Druck ausgeübt wird.

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Gesellschaft, Kunst

Die Stimme der Frauen (Rezension)

Buchcover „Die Stimme der Frauen“

„Du hast die Wahl!“ Wenn wir etwas unseren Kindern vermitteln, dann doch, dass sie als Erwachsene über ihr Leben weitgehend frei entscheiden können. Jedenfalls tun wir dies wahrscheinlich im Jahr 2021 als westlich sozialisierte Eltern. Weltweit ist diese Wahlfreiheit für Frauen und Mädchen allerdings noch längst keine Selbstverständlichkeit. In den letzten 200 Jahren mussten sich Frauen das Recht zu wählen und gewählt zu werden hart erkämpfen. Welche Vorkämpferinnen des Frauenwahlrechts dabei eine wichtige Rolle spielten und was Mädchen und Frauen heute in Bezug auf das Wahlrecht und überhaupt auf gleiche Rechte und Möglichkeiten erreicht haben – das alles ist nachzulesen im wunderbaren Buch „Die Stimme der Frauen. Das Frauenwahlrecht Kindern (und ihren Eltern) erklärt“. Ein Geschichtsbilderbuch für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren, erschienen 2021 im Schweizer Helvetiq-Verlag. 

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Familie, Gesellschaft

Oh Corona – Alltag mit Virus im Herbst 2021

Tafel vor Restaurant mit Aufschrift „Hier gilt die 3G-Regel: Geimpft, getestet, genesen.“

Wie sieht das Leben mit Corona im Herbst 2021 aus? Die Meinungen darüber gehen vermutlich auseinander. Ich habe hier im Blog immer wieder über die Pandemie geschrieben und auch über politische Maßnahmen, die zu ihrer Bekämpfung in Deutschland ergriffen wurden. Manches fand ich ermutigend, anderes sehe ich bis heute kritisch. Besonders die Situation von Frauen und Kindern, beziehungsweise Familien überhaupt, schien und scheint mir in der Pandemie oft zu konservativ betrachtet zu werden, ausgerichtet auf ein Familienbild weit vor der Pandemie, in dem vor allem Mütter wieder einmal alles stemmen sollten: Kinder, Beruf und ihre persönliche Gesundheit – und das zeitweise komplett ohne äußere Unterstützung wie die eigentlich gesetzlich garantierte Kinderbetreuung in Kitas und Schulen. Dass ich das nicht in Ordnung finde, habe ich deutlich geschrieben – und habe den Eindruck, das Thema Familien in der Pandemie hat inzwischen durchaus auch Gehör bei politischen Entscheiderinnen und Entscheidern gefunden. Mit welchen Ergebnissen, wird die Zukunft zeigen, gerade auch jetzt, nach der Wahl der neuen Bundesregierung. An dieser Stelle möchte ich ein persönliches Resümee ziehen, was die inzwischen 1 1/2 Jahre Pandemie für mich als Mutter zweier Kinder bedeuten und was ich mir für die Zukunft für uns als Familie und unsere Gesellschaft wünsche. 

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Familie, Gesellschaft

Im Kreißsaal ohne Partner? Eine positive Geburt in der Corona-Pandemie (4/4)

Frau mit Mund-Nasenbedeckung und Baby in der Trage

Teil 4 meiner Reihe rund um Familie, Geburt und Gesellschaft.

Hier geht es zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3 der Serie.

Im letzten Teil meiner Serie rund um Familie, Geburt und Gesellschaft spreche ich mit Laura Städtler über ihre Geburt unter Extrembedingungen. Ende Februar 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, wird sie, akut an Influenza A erkrankt, in den Wehen mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht und erlebt dort unter strengen Hygienevorkehrungen die Entbindung lediglich in Begleitung der schichthabenden Hebamme. Warum sie ihre Geburt dennoch als positive – und sogar heilende – Erfahrung empfindet und was sie persönlich unterstützt hat, lest ihr im vierten und letzten Teil meiner Serie zu Familie, Geburt und Gesellschaft!

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