Familie, Gesellschaft

Mom’s Power: Warum unsere Gesellschaft starke Mütter braucht – und wie wir sie bekommen

Frau, die Wischmopp wir ein Mikrophon hält.
Wischmopp, Wok und Windelnwechseln? – Wir Mütter können mehr.

Die Macher der Herrenzeitschrift Men’s Health veröffentlichten vor kurzem die erste Ausgabe eines Online-Magazins für Väter. Der Aufhänger: „So bespaßt du die Kids und kannst gleichzeitig chillen“. Im Artikel wird den (männlichen) Lesern „horizontal parenting“ empfohlen – zu deutsch: Leg dich hin und lass die Kinder machen! Durchaus brauchbare Tipps, wie das Spielen mit Kindern möglich ist, ohne sich als Eltern zu verausgaben. Ich stelle mir nur vor, ein ähnlicher Beitrag wäre an Mütter gerichtet. Schon der Titel würde vermutlich für Irritationen sorgen: Mütter kümmern sich um ihre Kinder, sie „bespaßen“ sie nicht. Und erst recht „chillen“ sie nicht dabei. Oder?

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Gesellschaft, Kunst

Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit (Rezension)

Buchtitel „Im Grunde gut“

Stell dir vor, die fliegst mit einem Flugzeug. Es muss notlanden und ein Feuer bricht aus. Was passiert? A) Die Leute erkunden sich nach dem Befinden ihres Sitznachbarn, helfen Schwachen und Verletzten und lassen einander an den Notausgängen den Vortritt. Oder B) Alle versuchen so schnell wie möglich, das Flugzeug zu verlassen, Schwache, Alte und Kinder werden überrannt, es bricht Panik aus. Welches Szenario wird passieren?

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Gesellschaft, Politik

Nähe in Zeiten der Pandemie. Sind wir uns selbst die Nächsten?

Schokoladen-Osterhase mit Mundnasenschutz.

Nähe in Zeiten von COVID-19 ist eine ambivalente Sache. Rund ein Jahr nach Beginn der Pandemie finden wir es bedenklich, wenn auf der Straße mehrere Menschen ohne Mund-Nasenbedeckung nah beieinander stehen. Von Homeoffice und Homeschooling strapazierte Eltern ersehnen oft nur eines: endlich einmal wieder Zeit allein. Und zuviel Nähe, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, macht uns Angst. Zugleich schleicht sich bei vielen die Sehnsucht ins Herz: ach, wäre es schön, Freunde wieder unbefangen zu umarmen – oder im Café mit ihnen Zeit verbringen zu können. Und Alleinstehende wünschen sich, überhaupt wieder einmal berührt zu werden…

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Beruf, Gesellschaft

Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen (Rezension)

Buch-Cover „Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen“

Suchst du ein Buch, dass du deiner besten Freundin zur Beförderung schenken kannst? Oder dir selbst zum ersten Arbeitstag? Oder einfach, weil du wieder mal in die Tischplatte beißen könntest, nachdem Kollege 1 dir das Wort abgeschnitten, Kollege 2 weitschweifig deine Idee als seine ausgegeben und Kollege 3 dir gönnerhaft den Arm getätschelt hat? Die New Yorker Comedian und Autorin Sarah Cooper hat das möglicherweise wichtigste (und witzigste) Buch für Frauen in der Arbeitswelt geschrieben: „Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen“. Es ist jetzt im Mentor-Verlag erschienen, großartig übersetzt von Anna Dushime. Achtung: Satire – schmerzhaft wahr.

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alleinerziehend, Gesellschaft

Rona Duwe: „Mutterwut – Muttermut“ (Rezension)

Buchtitel „Mutterwut - Muttermut“

Was passiert, wenn eine Frau, alleinerziehende Mutter zweier Kinder, ein Buch schreibt, das nach eigener Aussage nicht weniger will, als unsere Gesellschaft von Grund auf zu verändern? Ein Buch, in dem 170 Mütter ihre Wut in die Welt schreien über fehlende Anerkennung, Mütterarmut, institutionelle Gewalt und Diskriminierung? Ein Buch, das WUT und MUT von Müttern auf den Titel hebt und unverblümt deren Revolte fordert? Ich bekomme Herzklopfen. Werde neugierig. Und lese das Buch an zwei Abenden quasi in einem Zug durch. 

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