Beruf, Familie, Gesellschaft

Egoismus – supercool, oder?

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„Supercool, dass du Henri dein Förmchen nicht gibst. Haben wir schließlich für dich gekauft, nicht für ihn.“ „Klar, kannst du das größte Stück Kuchen haben, hattest es ja schon in der Hand.“ „Wirf das Bonbon-Papier ruhig auf den Boden. Die Müllmänner räumen es dann weg.“ Weiterlesen „Egoismus – supercool, oder?“

Familie, Gesellschaft, Politik

#bloggersforfuture – Blogparade aus Solidarität zu unseren Kindern

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Anfang der 1990er traktierte uns unser Bio-Lehrer regelmäßig mit Lehrfilmen, die uns die Folgen von Umweltverschmutzung und Klimawandel näher bringen sollten. Kümmerliche Fichten mit gelblich verfärbten Nadeln, von Sturmtiefs entwaldete Hänge, giftgrüne Schwaden, die aus Fabrikschloten in den Himmel stiegen… Weiterlesen „#bloggersforfuture – Blogparade aus Solidarität zu unseren Kindern“

Familie, Gesellschaft, Politik

Frauen, vernetzt euch! Am 8.3. ist Weltfrauentag

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Care-Arbeit, die Fürsorge für Kinder, Alte und Kranke,  ist das Rückrat unserer Gesellschaft und zugleich behandeln wir die, die diese Arbeit auf sich nehmen, oft mit einer Art gönnerhaften Wohlwollens. Super, das du das machst – ich wollte es nicht! So denken insgeheim vermutlich nicht wenige Entscheidungsträger/innen aus Wirtschaft und Politik, schmerzhafterweise gleichermaßen Männer wie Frauen, deren Karrieren davon profitieren, dass Personal, Au-Pairs, Erzieherinnen und Ehefrauen die Pflege von Kindern und alten Eltern übernehmen. Weiterlesen „Frauen, vernetzt euch! Am 8.3. ist Weltfrauentag“

Familie, Gesellschaft, Persönliches

Sex. Sex. Sex. Oder: Bin ich plötzlich prüde geworden?

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Werbeplakat: Unternehmen bewusst geschwärzt.

Sexy, die sechs Damen auf diesem Werbeplakat? Vor wenigen Tagen fuhr ich auf dem Weg zur Arbeit direkt auf sie zu. Weiterlesen „Sex. Sex. Sex. Oder: Bin ich plötzlich prüde geworden?“

Gesellschaft, Persönliches, Politik

Blindenstöcke für Togo. Ein Nachtrag zum Artikel über Sina Trinkwalder

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Schüler des „Centre des Aveugles de Kpalimé“ (C) Isadora75

Hier noch eine Ergänzung zu meinem Artikel über die Unternehmerinnen Sina Trinkwalder und ihr soziales Engagement im Rahmen ihrer Textilfirma manomama.

Ein Kommentar zu meinem Blogbeitrag hat mich zum Nachdenken gebracht. Tilman, ein Blogger, der seit längerem meine Beiträge mitliest, schreibt mir: 

„Wenn Du Dich bei so einem Artikel ganz klein fühlst ist das normal. Mach das Notwendige, dann ist schon mal an Dich gedacht. Dann das Mögliche, dann machst Du die Welt hier und da auch etwas besser und das ist doch wunderbar. Und es langt, einem bedürftigen Mensch mit Deinen Möglichkeiten eine Freude zu machen. Und dann blicke auf das Geleistete zurück und erfreue Dich an Dir und der Welt. Und an Sina Trinkwalder 😉“

Klarsicht und Nachsicht

Was mir sehr an diesem Kommentar gefällt und mich dazu bringt, jetzt noch einen (Folge-) Artikel zu verfassen, ist die Klarsicht – und auch Nachsicht – , die aus diesen Zeilen spricht. Ein Porträt wie das der Unternehmerin Trinkwalder soll in keiner Weise einschüchternd wirken – jedenfalls ist das nicht meine Absicht. Aber natürlich haben „Power-Menschen“ wie Trinkwalder oder z.B. auch Monika Hauser von Medica Mondiale oder der (inzwischen verstorbene) Karlheinz Böhm, der die Hilfsorganisation Menschen für Menschen gründete, prinzipiell auch etwas Einschüchterndes an sich. Die Kraft, Überzeugung, Konsequenz und Ausdauer, die sie bei Aufbau und Erhalt ganzer Unternehmen, bzw. Hilfsorganisationen, an den Tag legten und legen, würden wir vermutlich gar nicht aufbringen. Je nach Naturell und aktueller Situation reagieren wir dementsprechend mit (neidloser) Anerkennung, Staunen – oder auch einem vagen Unbehagen. Das „Ich-sollte-auch-was-tun-aber-krieg-den-Hintern-nicht-hoch“-Gefühl… Und allzu oft wenden wir uns dann ab mit der Empfindung „Eine Nummer zu groß für mich!“ und der paradoxen Schlussfolgerung: „Dann tue ich lieber gar nichts!“

Daher unterschreibe ich in aller Deutlichkeit Tilmans Bemerkung: 

Mache das dir Mögliche – damit machst du die Welt bereits etwas besser. Und es reicht, schon einem bedürftigen Mensch mit Deinen Möglichkeiten eine Freude zu machen. 

15 Blindenstöcke für Togo

Beim Surfen im Netz bin ich auf der Seite einer weiteren Bloggerin gelandet, deren Beiträge ich sehr schätze. Als blinde Mutter mit arabischem Hintergrund und bereits erwachsenen Kindern erschließt mir Lydia von lydiaswelt tatsächlich einen ganz neuen Blick auf die Welt. Was ich z.B. nicht wusste: im afrikanischen Togo gibt es nur etwa fünf Schulen für blinde und sehbehinderte Menschen. Eine davon ist das „Centre des aveugles de Kpalimé“, ein zum Teil spendenfinanziertes, kirchlich geführtes Hilfszentrum mit Regelschule für Blinde und Sehbehinderte. Die Einrichtung ist laut der Beschreibung des Blogartikels gut organisiert und ermöglicht zahlreichen Menschen mit Seheinschränkung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Trotz des Engagements der Lehrer/innen und Betreuer fehlt es materiell jedoch an vielem. So verfügt das „Centre des aveugles de Kpalimé“ offensichtlich nicht über ausreichend wirklich funktionstüchtige Blindenstöcke. Die aus dem Nachbarland Ghana importierten Langstöcke sind oft verbogen und kaum noch brauchbar. Als Sehende kann ich mir kaum vorstellen, was es bedeutet, mit so einem notdürftig funktionsfähigem Hilfsmittel unterwegs zu sein. 

Lydia, die auf ihrem Blog von dieser Situation berichtet, hat daher eine Spendenaktion initiiert. Ziel: Geld für 15 neue Blindenstöcke zu sammeln, die an das „Centre des aveugles de Kpalimé“ in Togo gespendet werden können. Da jeder Stock 20€ kostet, ist das Ziel, insgesamt 300€ zusammen zu bekommen. Die Aktion läuft noch bis zum 15. Januar 2019. Mehr Infos dazu findest du hier.

Tja – Initiative muss nicht groß, pompös und weltumspannend sein. Der wache Blick, was nötig ist, genügt. Und dann einfach machen! Genau so viel, wie dir mit deiner Kraft, Energie und Überzeugung möglich ist.

In diesem Sinne herzliche „Nach-Weihnachtsgrüße“ und Freude und Dankbarkeit für alles, was uns geschenkt ist!

Sunnybee