Was ist Menschlichkeit? (Aufruf zur Blogparade, bis 15.4.19)

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Was macht mich zu dem, der ich bin? Aber auch: wie lebe ich ein menschenwürdiges und menschenfreundliches Leben? Und was ist überhaupt typisch „Mensch“ für mich?

Was ist „Menschlichkeit“ für dich?

Wollt ihr bei meiner aktuellen BLOGPARADE mitmachen? 

Dann schreibt bis zum 15.4.2019 einen Artikel zum Thema!

  1. Ihr könnt – MÜSST ABER NICHT – dabei einen Film benennen, der eurer Meinung nach eine Antwort auf diese Frage gibt und könnt beschreiben, was euch an ihm in Bezug auf das Thema „Menschlichkeit“ besonders treffend erscheint, was euch nachdenklich macht oder berührt.
  1. Schreibt unter meinen Artikel einen Kommentar mit einem Link zu eurem Blogartikel. 
  1. Erwähnt diese Blogparade in eurem Blog, auf Facebook (@Sarah Sunnybee) oder Twitter (@mama_schreibt) und erfreut euch an den, hoffentlich zahlreichen, tollen Filmtipps und Blogartikeln!

Drei Filme – Drei Antworten

Ich möchte als Anregung drei Filme mit euch teilen, die drei komplett unterschiedliche Antworten geben  auf die Frage: „Was ist Menschlichkeit?

1) The Square 

Eine bitterböse und wirklich nachdenklich stimmende Satire auf den Kunst- und Kulturbetrieb. Christian, getrennt lebender Vater zweier Töchter und Kurator eines Stockholmer Museums für moderne Kunst, soll die nächste Ausstellung bewerben: The Square, ein „Zufluchtsort, wo Ruhe und Fürsorge herrschen“, wo alle „die gleichen Rechte und Pflichten“ haben, so jedenfalls der Pressetext des Museums. Um das Ganze für die Medien attraktiver zu machen, überlegt sich die für das Projekt engagierte Werbeagentur ausgerechnet ein Schockvideo, das schließlich ohne Christians Wissen online geht. Der Kurator selbst ist während des ganzen Films immer wieder mit der Frage konfrontiert: Wie komme ich damit zurecht, dass ich gar nicht so menschenfreundlich bin, wie es eigentlich mein Anspruch ist?

De facto ist Christian nämlich ein reichlich misstrauischer und kontrollierter Mensch, der darauf besteht, sein benutztes Kondom nach einem One-Night-Stand selbst zu entsorgen, statt von Seiten der Frau, mit der er gerade geschlafen hat, Samenraub zu riskieren. Einem Obdachlosen gegenüber erklärt er, mit den Luxuseinkaufstaschen neben sich und einem Coffee to go in der Hand, er habe „leider kein Geld“. Andererseits hilft er spontan einer Frau, die auf der Straße bedroht zu werden scheint und muss erleben, dass das Ganze ein Trick war um ihn selbst auszurauben. Eindeutig Gut und Böse gibt es in diesem Film nicht – menschlich sein bedeutet nach Aussage des Werks, selbstbezogen und altruistisch zu handeln, couragiert und feige. Die Vielschichtigkeit, mit der der Film seine Figuren zeichnet, macht ihn, neben seiner unzweifelhaften Komik, zu einem wirklich großartigen Kommentar zum Thema „Menschlichkeit“.

2) Mütter und Töchter

Einen ganz anderen Aspekt von „Menschlichkeit“ greift der Film „Mütter und Töchter“ auf. Hier geht es um die Frage: Was macht mich zu dem Menschen, der ich bin? Meine Gene oder die Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin? Und wer bin ich, wenn ich über meine Herkunft nichts weiß? 

Der Film zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben dreier Frauen. Die fast 50-jährige Karen hat ihr Kind als Teenager auf den Druck ihrer Eltern hin zur Adoption frei gegeben und leidet bis jetzt darunter. Lucy kann keine Kinder bekommen und ringt mit sich, ob sie einen Adoptionsantrag stellen soll. Und die toughe, ein wenig unnahbare Anwältin Elizabeth wurde selbst adoptiert und findet erst nach und nach eine Haltung zu den Fragen „Wer bin ich?“ Und: „Was ist wohl meine Mutter, die mich weggegeben hat, für ein Mensch?“ Ein sehr berührender, fein und nuancenreich gespielter Film, dessen „Menschlichkeit“ darin besteht, dass seine Charaktere sich letztlich frei zu ihrem Weg entscheiden können, auch wenn die Dinge, die ihnen widerfahren, schicksalshaft verwoben sind; sie sind eben mehr als die bloße Summe ihrer Erfahrungen oder ihrer Gene.

3) Her

Der Film „Her“ stellt schließlich die grundsätzliche Frage: Was macht uns überhaupt menschlich? Und kann eine Maschine menschenähnliche Züge entwickeln?

In einer (nahen) Zukunft: Der Journalist Theodore erhält als Gadget ein neuartiges, lernfähiges Handy-Betriebssystem, das auf seinem Smartphone in Dialog mit ihm tritt. Die Computerstimme begleitet ihn ab sofort jeden Tag, anfänglich bloß als heitere, stets hilfsbereite Assistentin, doch bald wird „Samantha“ zum emotionalen Bezugspunkt des einsamen Mannes. Sie heitert ihn auf, lacht über seine Scherze – und er verliebt sich in sie. 

Soweit könnte das die tragische Geschichte eines Technik-Nerds sein. Doch Samanthas Programmierung ist so vollkommen, dass sie tatsächlich das Potential hat, menschlich zu sein – und sich ebenfalls verliebt. Theodore und Samantha werden ein Paar, eine halb digitale, halb analoge „Amour fou“,  und als ihre Liebe gegen Ende des Films auf die Probe gestellt wird, leidet man als Zuschauer/in tatsächlich mit: mit dem jungen Mann, aber auch mit Samantha, dem Operating System. 

Drei wirklich sehenswerte Filme, drei komplett unterschiedliche Antworten auf die Frage: 

„Was ist Menschlichkeit?“

Ich bin gespannt – und freue mich –  auf EURE Antworten! 

Herzlichen Gruß, Sunnybee

Ein bisschen Schummeln schadet nicht? Über den Umgang mit Werbung in Blogs

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Mein Blog wird bekannt. Vor kurzem habe ich die erste Anfrage zu einer Anzeigen-Kooperation erhalten. 

Mein erster Anzeigen-Kunde? 

Eine Dame, nach eigener Aussage „Freelancerin“ im Auftrag eines großen Online-Modeportals, meldete sich per Mail bei mir und bekundete Interesse, einen Artikel auf meinem Blog zu veröffentlichen. Darin sollte ein Link auf ihren Auftraggeber verweisen. Es bleibe mir überlassen, ob sie oder ich selbst den Artikel verfasse, mein Blog sei inhaltlich für das von ihr vertretene Unternehmen ansprechend, es bestehe Interesse an einer Zusammenarbeit.

Ich gebe zu, einen Moment lang fühlte ich mich geschmeichelt: ohne dass ich irgendeine Form von Anzeigen-Akquise betrieben hatte, schien sich ein Werbekunde für meinen Blog zu interessieren. Ich erklärte, nähere Details erfahren zu wollen. 

Diese wurden mir bereitwillig mitgeteilt. Die Dame informierte mich, 2-3 Do-Follow (also für Suchmaschinen relevante) Links, darunter einer auf die Website ihres Unternehmens, solle der Artikel enthalten und er solle nicht als Werbung gekennzeichnet sein. Ein Verweis auf die Zusammenarbeit mit ihr sei jedoch möglich. Bei Interesse solle ich gerne meine Honorarvorstellungen mitteilen. 

Schleichwerbung mit nicht als Werbung gekennzeichneten Links  

Ich brauchte eine Weile, aber dann hatte auch ich es kapiert: hier ging es ganz klar um Werbung, die nicht als Werbung gekennzeichnet sein sollte. Ich brauchte eigentlich nur meinen gesunden Menschenverstand, um zu begreifen, dass das Angebot nicht „koscher“ war. Dennoch spielte ich tatsächlich mit dem Gedanken, es anzunehmen, unter der Prämisse, den Artikel selbst zu verfassen/ die Freelancerin als von Unternehmen XY beauftragt im Artikel zu benennen/ einen Teil der potentiellen Einnahmen an eine gemeinnützige Organisation zu spenden und darauf im Artikel hinzuweisen. Haha…

War denn das zu fassen? Ich fühlte mich ernsthaft versucht, in meinem Blog bezahlte Werbung zu machen, ohne sie sauber und offiziell als solche zu kennzeichnen? Das passte ja großartig zu Artikeln, in denen ich aufrichtiges und authentisches Handeln beschreibe. Eine viertelstündige Recherche ergab zudem: diese Art der Schleichwerbung ist schlicht Betrug und kann zu Abmahnungen seitens anderer Unternehmen sowie zu Rückstufungen im Suchmaschinenranking führen. Rechtlich sauber ist sie jedenfalls nicht.

Einzig mögliche Antwort also:

„Sehr geehrte Frau XY, 

Ihnen ist sicher bekannt, dass bezahlte Do-Follow-Werbelinks, die nicht explizit als Werbung gekennzeichnet sind, gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen.

Ich danke Ihnen für das Interesse an meinem Blog. Sollten Sie in der Zukunft Interesse an einer klar als Werbung erkennbaren Zusammenarbeit haben, bin ich durchaus interessiert an einer Kooperation.

Mit freundlichen Grüßen Sunnybee“

Genau diese Mail schickte ich dann ab. 

Und warum schreibe ich hier im Blog so offen darüber?

Weil ich Werbung per se nicht verkehrt finde. In den letzten Monaten habe ich wahrgenommen, dass einige, auch von mir geschätzte, Bloggerinnen und Blogger auf ihren Seiten Werbung platzieren. Manchmal ganz offensichtlich als Werbebanner, manchmal als Artikel, in dem ein bestimmtes Produkt vorkommt und der als „von XY gesponsert“ gekennzeichnet ist. Besonders sympathisch finde ich das nicht, ich gebe es zu. Aber Bloggen kostet Energie und Zeit (und je nach Aufwand) auch richtig Geld, um z.B. mit Interviewpartnern zu sprechen oder bestimmte Themen zu recherchieren und damit journalistischen Ansprüchen gerecht zu werden. Warum sollte man damit nicht auch Geld verdienen wollen und können?

Andererseits will ich bezahlte Werbung als Werbung erkennen. Das erwarte ich von anderen Websites, deren Inhalte ich ernst nehme, und ich handle selbst entsprechend. Daher hier auch nochmal explizit: Alle Hinweise auf Bücher, Websites oder Unternehmen, die ich bisher in meinem Blog verlinkt habe, sind nicht-kommerziell: ich erhalte für ihre Verbreitung kein Geld oder Sachwerte, sie sind rein persönliche Empfehlungen. Links setze ich, weil mich die Inhalte, zu denen sie führen, überzeugen und sie thematisch meine Artikel ergänzen. 

Sollte dies einmal anders sein, weil ich von einer Organisation oder einem Unternehmen eine Anfrage zur Zusammenarbeit erhalten habe, sollte ich also z.B. einen gesponserten Artikel schreiben, so würde ich ihn klar als Werbung kennzeichnen. Ansonsten werde ich meine Artikel weiter großzügig verlinken, ohne jede Empfehlung meinerseits als Werbung zu kennzeichnen. Dafür ist das World Wide Web schließlich gemacht, zur Unterhaltung, Vernetzung und Weitergabe von Information. Dabei ethische und juristische Grenzen zu überschreiten kann manchmal ganz schön verführerisch sein. Betrug bleibt es trotzdem und daher sage ich dazu NEIN. 

Wie seht ihr das? Bezahlte Werbung in euren Blogs: Stellt sich die Frage für euch? Und, falls ihr tatsächlich bezahlte Werbung schaltet, was ist eure Erfahrung damit? Ich freue mich sehr über eure Kommentare!

Herzlichen Gruß, Sunnybee

[Foto: Pixabay]

Kleines Verzeichnis klangvoller Wörter: „The winner is…“

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Erinnert ihr euch?

Bevor ich verrate, wer von euch kreativen Wortschöpferinnen und Lieblingswortbesitzern sich bald über ein echtes BUCH VON MIR freuen kann (vielleicht reißen sich eines Tages die Sammler drum…), hier noch einmal die Zusammenfassung, worum es überhaupt ging:

Das war das Gewinnspiel

1) Vor etwa einem Monat habe ich meine treuen Leserinnen und Leser nach ihrem absoluten Lieblingswort gefragt.

2) Dabei habe ich einige ganz wunderbare Wort-Schätze eurerseits erhalten. Ihr findet sie hier und hier, jeweils in den Kommentaren. In den Artikeln habe ich auch gleich einige meiner Lieblingswörter mit euch geteilt, z.B. Mätresse, Langmut oder das I-Tüpfelchen.

The Winner is…

Und damit – tata – die Verlosung, mit Glücksfee „Schorsch“, von meinem Sohn zu diesem Zweck großzügig zu Verfügung gestellt:

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Tataaa – herzlichen Glückwunsch, liebe Lea!

Und danke für deine tolle Wortneuschöpfung „eingezwercht“.

Wer wissen will, was das genau heißt, lese hier deinen Kommentar! Wenn du mir über kontakt(at)mutter-und-sohn.blog deine Anschrift schickst, macht sich mein Werk auf den Weg zu dir!😀

Liebe Grüße, Sunnybee

Warum mir Zeiten digitaler Stille wichtig sind: Ein Selbstversuch

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Ab sofort gibt’s hier im Blog an ZWEI festen Tagen neue Beiträge zu lesen: MITTWOCHS und SAMSTAGS. 

Ich mache damit einen Selbstversuch. Warum?

  1. Ich schreibe für meinen Blog unheimlich gern und gerade auch sehr viel, die Tastatur steht sozusagen nicht still😉. Das macht mir ehrlich Spaß und hat einen tollen „Nebeneffekt“: inzwischen lesen eine Menge Leute meine Artikel und nicht wenige von euch beehren mich mit ihren tollen, durchdachten, oft auch persönlichen Kommentaren, die ich sehr gern beantworten will. 
  1. Das Netz ist – jawohl – schnell und immer verfügbar. Ping Ping. Kurznachrichten, Chats, E-Mails, die Kommentare und Benachrichtigungen, die mich über meinem Blog erreichen: ein stetes „Hintergrundrauschen“, das mein Leben untermalt. Dutzende Extra-Reize, die meine Handlungen, Gedanken, Gespräche jeden einzelnen Tag unterbrechen. Dazu sage ich jetzt einfach mal STOP. 

Ob mir das gelingen wird? 

Ich habe hier im Blog schon einmal geschrieben, warum mir Zeiten digitaler Stille wichtig sind. 

Zur (eigenen) Erinnerung: 

  • weil ich mit meinen besten Freund/innen und mit meiner Familie an einem Tisch zusammensitzen und mit ihnen sprechen will, nicht chatten oder Sprachnachrichten austauschen, die neue Form des „sich gegenseitig auf den Anrufbeantworter Sprechens“. Das tue ich für meinen Geschmack schon viel zu oft. 
  • weil ich merke, es entspannt mich, wenn ich längere Zeit am Stück mein Handy nicht in der Hand habe, keinen neuen Informations- und Kommunikations-Input erhalte, keine zusätzlichen Reize in meinem ohnehin reizintensiven Alltag. 
  • weil ich mich ertappt habe, wie ein Pawlowscher Hund auf das Signal „Sie haben Post“ zu reagieren: es zuckt mir in den Fingern und ich spüre den deutlichen Drang, nachzusehen, wer da was geschrieben hat. Frei nach McLuhan: „The Medium is the Message“: diese Nachricht will ich gar nicht empfangen. Das ist mir für meinen Geschmack entschieden zu konditioniert!

Daher lese – und schreibe – ich jetzt versuchsweise zu festen Zeiten.

Die restliche Zeit bleibt mein Handy AUS. So richtig. Ohne Empfang. In der Tasche, bzw. gleich im Schrank. Mal sehen, was passiert. 

Vermutlich einfach nur himmlische Ruhe?!

Vielleicht hat der eine oder die andere ja sogar Lust mitzumachen? Dann freue ich mich – wie immer – über Kommentare, wie es euch dabei ergangen ist. Ich lese und beantworte sie dann, wenn mein Handy wieder an ist. Vermutlich nächsten Samstag!😀

Herzlichen Gruß, Sunnybee

[Foto: Pixabay]

Wehmütig spricht die Mätresse…

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Modigliani Ohne Titel (C) WahooArt.com

Wehmütig spricht die Mätresse: „Du Armleuchter! Eingezwercht mit dir ist mir ganz blümerant zumute!“

… Aber, sorry, wer an dieser Stelle auf Offenbarungen ex privatum hofft, muss enttäuscht den Blick abwenden:

Das hier ist WERBUNG

… und auch noch in eigener Sache, nämlich für meine ganz persönliche Sammlung an Lieblingswörtern, die ich HIER VERÖFFENTLICHT habe und die ihr per Kommentar sehr gern und zur großen Freude meinerseits noch bis ÜBERMORGEN (25.1.) ergänzen könnt. Zu GEWINNEN gibt es auch was!🙂

Und außerdem ist es SELBSTSCHUTZ

… denn wenn das Leben gerade mit einer bunten Mischung aus höchst Schönem und höchst Unerfreulichem über einem zusammenschlägt und viel zu tun ist und eigentlich die Muße zu jedem Sammeln, Ordnen, Reflektieren fehlt, dann ist LACHEN manchmal das einzig Mögliche. Und Sinnvolle. Finde ich.

Daher dieser nicht sehr sinnreiche  und dennoch sinnvolle Post, inklusive gleich fünf (!) Lieblingswörtern, die ihr im ersten Satz dieses Beitrags, sowie – ich sagte es bereits – hier findet!…

Herzlichen Gruß, Sunnybee

 

 

Mein schönstes (immaterielles) Geschenk: Das Ergebnis meiner Blogparade

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Was ist das schönste (immaterielle) Geschenk, das du in deinem Leben bekommen – oder geschenkt – hast?

Diese Frage stellte ich Mitte Dezember im Rahmen meiner Blogparade. Ein von mir gewünschter – und geschaffener – Gegenpunkt zum kommerziellen Schenken, das die Vorweihnachtszeit ansonsten doch oft prägt.

8 wunderbare Gaben

Und ich habe von euch tatsächlich zahlreiche wirklich wunderbare Geschenke erhalten: tiefsinnige, toll formulierte Antwortartikel. Und das in der hektischen, mit Aktivität angefüllten Adventszeit. DANKE euch allen, die ihr die Muße gefunden und an meiner Blogparade teilgenommen habt!

Wer jetzt neugierig ist – hier findet ihr alle Texte, die aufgrund meines Aufrufs entstanden sind: 

Tilman/tilmansite

„Meine Geburt ist wohl eher ein physisches Geschenk. Gleiches gilt auch für das Geschenk der Geburt unserer Kinder. Also sage ich: meine psychische Wiedergeburt. Die findet statt nach jeder (guten) Meditation.“ Mehr hier.

Regina/klatschmohnrot

„Enya, eine Schülerin, die ich schon kennengelernt habe, als sie noch in den Kindergarten ging, kam einmal wöchentlich zu mir zum Klavierunterricht. […] Wir verstanden uns prima, haben immer einen ganz besonderen Draht zueinander. Einmal, wir hatten gerade Weihnachtslieder geübt, um sie den Eltern in einer kleinen Feierstunde vorzuspielen, sagte sie zu mir: „Regina, glaubst du an Engel?“ Hier geht’s weiter.

Alexandra/himmelbuntundwolkenvoll

„Das schönste Geschenk, das ich je bekommen und gleichzeitig geschenkt habe, ist das Leben. Leben ist für mich gleichzusetzen mit Liebe.“ Lest hier.

Anna/alleinerziehend-selbständig

„Ich bekam also dieses Geschenk von Micha und ich packte es aus. Darin: Ein blaues Tagebuch. […] Und Micha sagte: „Wenn dich mal keiner fragt, wie dein Tag so war.“ Dieses Tagebuch war nämlich nicht nur ein Tagebuch, sondern es war ein Buch, das mir Fragen stellte: Wie war dein Tag? Ganz einfach und schlicht.“ Hier geht’s weiter.

Kathinka/pauliskleinesuniversum

„Ich glaube, das Gefühl der Dankbarkeit ist das größte und schönste nicht-materialle Geschenk, das ich mir selbst in meinem Leben gemacht habe. Und gerne teile ich mit dir und den anderen Lesern meine Dankbarkeitsliste für 2018. In Ordnung?“ Hier findet ihr sie.

Elke Bitzer/Fotografisches Reisen und Wanderungen

„Geschenke, die mir die allerhöchste Freude bescherten gibt es reichlich und sie sind allesamt nicht-materieller Natur. Eine Rangfolge kann ich schwerlich festlegen, da einige absolut gleichrangig sind. Deshalb folgt mir durch meine Aufzählung, bunt durcheinander gewürfelt.“ Lest hier.

Charlotte/charlottesadoptionsblog

„Maxim und Nadeschda sind das größte Geschenk, das ich jemals in meinem Leben bekommen habe. Ja, unser Leben ist mit vielen Herausforderungen gespickt. Viele oder zu viele, derer ich mir im Vorfeld nicht bewusst war. Und die Verantwortung für diese beiden Kinder ist manchmal übermächtig. Doch wenn abends nach viel Kuscheln und ausgiebigem Vorlesen meine Kinder in ihren Betten liegen, mein Sohn beim Gute Nacht Sagen fest den Arm um mich gelegt hat und halb schlafend geseufzt hat „Meine Mama!“, meine Tochter meine Hand hält, damit ich bleibe, bis sie schläft, betrachte ich glücklich meine wunderbaren Kinder.“ Den ganzen Beitrag findet ihr hier.

Lea/kommunikatz 

„Was mir in diesem Moment klar wurde: Sie vertraut mir und sie traut mir zu, dass ich mit all meinen Bedürfnissen und Besonderheiten eine gute und gewissenhafte Geschäftsführerin des Welthauses sein werde. Ein solches Vertrauen habe ich von einer mir nicht sehr nahestehenden Person noch nie erfahren und dieses quasi blinde Vertrauen empfinde ich als unglaublich schönes und großes Geschenk.“ Lest hier weiter.

Auch mich hat die Frage nach dem schönsten immateriellen Geschenk meines Lebens zu einem (sehr persönlichen) Artikel inspiriert: „Die Liebe (m)einer Mutter“. Hier findet ihr ihn. 

Ganz herzliche, dankbare Grüße und sehr gerne bis zur nächsten Blogparade. Sie wird mit dem Thema Berührung zu tun haben – ihr könnt gespannt sein!🙂

Sunnybee

[Foto: Pixabay]

Flüsterpost I: Welcher Satz hilft dir in schwierigen Situationen?

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Eine Freundin hat mir die Frage gestellt: Gibt es einen Satz, der dich (in schwierigen Situationen) durch dein Leben begleitet?

Ja, den gibt es (ich beantworte damit Frage 1 meiner Flüsterpost).

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Für mich der Lackmustest meines Wollens: Will ich etwas wirklich, aus einem tiefen, inneren JA heraus, ist (fast) alles möglich. Ich habe so schon große Reisen geplant und umgesetzt, meinen Wohnort und meinen Arbeitsplatz gewechselt, ein Kind empfangen, das ich ins Leben begleite, Beziehungen beendet oder wieder aufgenommen. Ein tiefes, inneres JA trägt mich und gibt mir die Stärke und Zuversicht, auch weit entfernte äußere Ziele zu erreichen.

Zweifle ich aber, finde Gründe aller Art, dass etwas zu schwer, zu riskant, überhaupt zu … sei – dann will ich meist schlicht nicht wirklich und muss erst die Wahrheit in mir finden, muss warten, bis das Wollen in mir klar ist. 

Ich bin eine Visionärin, die fest auf dem Boden steht. 

Ich denke assoziativ, in Analogien, bin froh, wenn ich ein Ziel anvisieren kann, das ruhig auch (noch) in der Ferne liegt.

Will ich etwas wirklich, bewege ich mich in die Richtung dieses Ziels, mit Ausdauer, Mut und Zuversicht. 

Zugleich wäge ich bei jeder (großen) Entscheidung auch ab: Reichen meine Kräfte? Was erfüllt mich wirklich, was habe ich schon geschaffen – und geschafft – und worauf kann ich bauen? 

Eine Visionärin, mit beiden Beinen auf der Erde.

Dazu passt dieser Satz: 

Das Feuer, das Streben, auch ein tiefes Vertrauen: „Wer will, findet Wege 

– und die bodenständige Rückbesinnung, falls ich mich (noch) nicht bewege: Welche Ausflüchte sage ich mir selbst vor? Womit klebe ich mich am Boden fest, statt zu fliegen? – „Wer nicht will, findet Gründe“.

Der Satz hilft mir, meine Wahrheit zu finden:

Warum verharre ich im „Vielleicht“?

Und:

Wo ist der Weg zu mir?

Ein klares „Ja“ oder ein klares „Nein“. Der Impuls, der wieder Bewegung bringt. In die eine – oder die andere – Richtung.

Gibt es einen Satz, der auch dich trägt, bewegt und begleitet? Schreib mir hier im Kommentar davon, wenn du magst – oder verfasse deinen eigenen Blogartikel zum Thema!🙂

Herzlichen Gruß, Sunnybee

[Foto: Pixabay]