Hochsensibilität, Persönliches

Goldener Herbst. Danke!

73C3E52F-6EBB-491B-948B-F2DF2F1C2634

Ich fahre mit dem Rad von der Arbeit nach Hause, in spätherbstlicher Kühle, den dicken Schal um den Hals, die Hände zum ersten Mal wieder in Wollhandschuhen. Tief atme ich die frische Luft ein, mein Blick geht nach oben, vor blauem Himmel leuchten die Blätter an den Bäumen, das Licht der Nachmittagssonne spiegelt sich in den Pfützen vom Vortag. Mein Herz wird ganz leicht, ich bin glücklich – Weiterlesen „Goldener Herbst. Danke!“

Beruf, Gesellschaft, Persönliches

Mrs. Keating? Mein Beruf, mein Leben und ich

6F040B44-B649-4D49-A78D-E173E58B3EAF
(C) Der Club der toten Dichter

Lieben Sie Ihren Beruf? Nach fast zehn Jahren als Lehrerin konnte ich heute tatsächlich wieder einmal sagen: Ja, tue ich. Weiterlesen „Mrs. Keating? Mein Beruf, mein Leben und ich“

Gesellschaft, Hochsensibilität, Persönliches

Wie fröhlich sich das Leben manchmal zeigt

DA313137-FBBC-483D-9A3A-4EB3682BDE33

Hier zwei heitere „Miniaturen“ meines Tages heute. 

1) Bunt wie das Leben

Im Supermarkt fällt mein Blick auf eine Pinwand mit Kleinanzeigen. „Zu verschenken: Kleines einsames Herz, kaum gebraucht, warm und geräumig“, lese ich in geschwungener Handschrift auf einer Kontaktanzeige. Und: „Für Romantiker und Praktiker“ – die Überschrift einer Annonce für ein Grundstück samt maroder Bebauung… Daneben die Einladung eines Behindertenzentrums zum Weihnachtsmarkt; 14 Bündel Briketts sind zu verkaufen und jemand sucht einen Schlafzimmerschrank. Ich bleibe, meine Einkäufe noch in der Hand, lächelnd stehen und freue mich, wie bunt, skurril und liebenswert sich mir hier das Leben zeigt!

2) „So sympathisch!“

Dazu passt, was mir davor widerfahren ist: in einem Secondhand-Laden frage ich nach Einmachgläsern. Mein Sohn hat eines fallen gelassen, das ich für die Frühstücksflocken in Verwendung hatte… Einmachgläser erhalte ich nicht, aber, ganz unvermittelt, ein wunderhübsches Kompliment des Verkäufers: „Darf ich Ihnen sagen: Sie haben so eine sympathische Ausstrahlung!“ Und dass, wo ich gerade heute gar nicht besonders fröhlich aus dem Haus gegangen bin. Ich bedanke mich herzlich, verlasse das Geschäft – und freue mich bis jetzt, einige Stunden später, über die Leichtigkeit und Freude, die das Leben immer wieder zu bieten hat. – Wenn ich sie wahrzunehmen weiß.

Herzliche, beschwingte Grüße, Sunnybee

Hochsensibilität, Kunst, Persönliches

Herbstparade

723A2B40-39E5-49E3-9A67-876BCA1A6EB4

Es knospet unter den Blättern – das nennen sie Herbst.“

Dieses Kurzgedicht der Lyrikerin Hilde Domin drückt für mich wunderbar die „Zweigesichtigkeit“ des Herbstes aus: in der leuchtenden Farbenpracht der Natur liegt bereits deren Vergänglichkeit – und unter den von den Bäumen gewehten Blättern ruhen die neuen Triebe.

Herbst ist für mich: Farbe.

5868E717-5D7A-4CB0-A307-DF98FB0E7DC0

Herbst ist für mich: Abschied.

F8D72CBD-9B01-417C-A8C2-0085102C6CC3

Herbst ist für mich: Möglichkeit.

9DA5721D-7691-485E-B2D8-0AB05927F660

Vielen Dank für die Inspiration zu diesem Blogbeitrag an Bloggerin Anja von der Kellerbande und an Cornelia von Silvertravellers, die diese „Blogparade“ ins Leben gerufen hat! 🙂

Herzlich, Sunnybee

 

alleinerziehend, Familie, Persönliches

Sommerzeit – Zeit für mich!

4442F563-CBD5-44E0-9130-D8808A1677EB

Mmmm… halb geschlossene Jalousien, die Morgensonne malt Lichtstreifen auf die Dielen. Angelehnte Fenster – die Luft ein Kuss auf der Haut. Heute morgen keine Kita. Keine Fahrt zur Arbeit, kein Gedrängel, Geschiebe, kein Schnell-Schnell. Beim Frühstück Brotschneckentanz und Kakaogeblubber. Übermut im Kindergesicht, unser Lachen mischt sich und die Vögel singen in der Stadt.

Später die Fahrt zum See oder in den Park. Füße baden – „Mama auch!“ – und Tanz unter dem Rasensprenger, die Tropfen wunderbar kühl auf der erhitzten Haut. In die Sonne blinzeln, ein Eis. Einfach so zusammen sein. Abends die Nachbarn treffen im Hof, selbstgemachte Limo, kreischend jagen sich die Kinder, hüpfen auf dem Trampolin – „Schau, Mama, bis in den Himmel!“ Und das Lächeln bleibt noch, als wir schon wieder zurück in unserer Wohnung sind.

Mmmm… keine Chefs, Kollegen, U-Bahn-Muffelgesichter… Übermut, ein Anklang von Anarchie, während ich barfuß durch die Straßen laufe. Im Herzen entstehen Ideen, wie das immer sein könnte: Zeit haben. Zeit verbringen mit Menschen, die mir wichtig sind. Freude unter der Haut, Lebenslustkribbeln. Wie wenig reicht, dass sich diese Freude wieder entfaltet – ich fühle es mit Dankbarkeit.

Eine Woche war das Kind mit seinem Papa unterwegs und ich durfte ganz bei mir sein, 5 Tage auch ich unterwegs, in einem wunderbaren Tagungshaus – geklärt, gestärkt und angefüllt bin ich zurückgekehrt. Und der große wie der kleine Kerl hatten eine super Zeit zusammen.

Ja, loslassen – und da sein, einfach mit dem, was ist. Begegnung mit Menschen: sich freuen, an dem, was ist. Furcht, Verkrampfung, ein drängendes Wollen – was sich so angesammelt hat in den letzten Wochen zwischen Termindruck, Erwartungen und Verpflichtung – löst sich jetzt. In der Wärme entspannt sich nicht nur mein Körper – auch innerlich spüre ich wieder die Freude und Leichtigkeit des einfach da Seins.

Ein Lächeln liegt mir auf den Lippen, Freude – und Dankbarkeit.

Herzliche Sommergrüße  Sunnybee