Hochsensibilität, Kunst, Persönliches

Blogparade: Meistgelesener Artikel im Monat Oktober

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Ommmm. 😉

Mögest du glücklich sein (Teil 1)“: Ein kleiner Exkurs zum Buddhismus – aber vor allem ein, von mir erprobtes, „Rezept“, wenn sich mal alle Gedanken um das eigene (Un-) Glück drehen, um den  Blick liebevoll auf andere zu richten und sich damit wunderbarerweise selbst ein Stück zufriedener zu machen. Sehr simpel und wirkt tatsächlich! In „Mögest du glücklich sein (Teil 2)“ beschreibe ich, warum die kleine Übung so wirkungsvoll ist.

Warum ich das hier erwähne?

1) Die Beiträge waren meine meistaufgerufenen Artikel im Monat Oktober, mit denen ich mich gern an der gleichnamigen „Blogparade“ von Anja von der Kellerbande beteilige. Tolle Idee, ich habe darüber bereits einige lesenswerte Blogs entdeckt!

2) Ich mag sie nachwievor und vielleicht sind sie für den einen oder die andere von euch ja tatsächlich anregend – würde mich freuen!

Herzlichen Gruß an alle, die bei mir mitlesen und danke an Anja für deine Inspiration! 🙂

Sunnybee

Hochsensibilität, Persönliches

November-Gewömsel

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Gestatten: Novembergewömsel. 

Das Alltagsgewusel an einem Novembertag: Einkaufen, Wäsche waschen, Hosen bügeln, für die Arbeit Notizen machen, im Tagebuch kritzeln, unmotiviert ein paar Takte auf dem Klavier klimpern, Kind vom Kindergarten abholen, Essen richten, im Netz surfen während Kind Mittagsschlaf macht usw. 

Das ganze kombiniert mit Temperaturen um 0 Grad draußen und grau verhangenem Himmel sowie stickiger Heizungsluft drinnen und einer Mischung aus Lethargie und Gereiztheit: Es sollte sich was bewegen – aber was?

Laaaaangweilig!

Kinder benennen das mit dieser langgezogenen Form von „Laaaangweilig!“, die auch immer mehr als pure Langeweile enthält. Ein allgemeines Unwohl- und Unwilligsein, eine Trübung des Gemüts. 

Novembergewömsel ist auch der Zweifel, der anklopft um zu fragen: macht das alles noch Sinn? Dein Blog, dein Engagement, das Leben vor Ort in der großen Stadt. Du kickst eine Kippe aus dem Weg, die hier überall liegen gelassen wurden und möchtest nur knurren: „Lasst mich in Ruhe!“ – Oder wahlweise: „Tut doch was!“ „Hört mich, seht her!“ So weit liegt das gar nicht auseinander. 

Gestatten: Ich mag heute nicht. Ich bin beleidigt. Keine weiteren Ziele, Projekte, Vorhaben. Wenn keiner auf die Beiträge in meinem Blog antwortet, schreibe ich eben keine mehr, bzw. schreibe welche, aber stelle sie nicht ins Netz. Wenn sich der Himmel nicht klärt, bleib ich zuhause – und überhaupt. 

Novembergewömsel ist auch dieses Gran Selbstmitleid („Ach du weh, ich Arme!“) und Selbstgerechtigkeit („Nur mir geht’s schlecht!…“)

Sch… egal. Darf auch mal sein. Übrigens auch Ende Oktober. Macht’s gut, ich bin dann mal weg.

Komme schon wieder – aber heute nicht mehr. 

Grüße, Sunnybee

PS. A propos Wortneuschöpfungen: Die Rezension eines ganzen Buchs über ungewöhnliche – und fast unübersetzbare – Wörter findet ihr in dem wunderbaren Blog Lesen… in vollen Zügen. Danke, Andrea, immer wieder für die Inspiration! 🙂

PPS. Wollt ihr in einem Blog von einer Frau lesen, die ganz und gar unlethargisch ihre echten Probleme anpackt, dann besucht Samybee. Danke, dein Mut und deine Tatkraft inspirieren mich gerade oft!

Hochsensibilität, Kunst, Persönliches

Herbstparade

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Es knospet unter den Blättern – das nennen sie Herbst.“

Dieses Kurzgedicht der Lyrikerin Hilde Domin drückt für mich wunderbar die „Zweigesichtigkeit“ des Herbstes aus: in der leuchtenden Farbenpracht der Natur liegt bereits deren Vergänglichkeit – und unter den von den Bäumen gewehten Blättern ruhen die neuen Triebe.

Herbst ist für mich: Farbe.

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Herbst ist für mich: Abschied.

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Herbst ist für mich: Möglichkeit.

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Vielen Dank für die Inspiration zu diesem Blogbeitrag an Bloggerin Anja von der Kellerbande und an Cornelia von Silvertravellers, die diese „Blogparade“ ins Leben gerufen hat! 🙂

Herzlich, Sunnybee

 

alleinerziehend, Gesellschaft, Hochsensibilität, Persönliches

Mögest du glücklich sein (2)

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„Mögest du glücklich sein!“

Du sagst diesen Satz in Gedanken zu dir völlig unbekannten Menschen auf der Straße, als echter, von Herzen kommender Wunsch. Hier die „Anleitung“, die ich dir dazu geben kann. Warum hilft dir das, selbst (wieder) glücklich zu werden? 

  1. Du weitest dein Herz. Indem du Menschen, die dir fremd sind, unabhängig von ihrer Erscheinung, von spontaner Sympathie oder Antipathie, unabhängig von Kleidungsstil und Auftreten, von Herzen wünschst: „Mögest du glücklich sein!“, lässt du zwei Dinge los, die dir in deinem eigenen Unglück das Leben schwer machen: das Werten anderer („Der ist doof/ nett/ hässlich/ schön/ sympathisch/ unsympathisch!“) und das Knausern mit deinem Wohlwollen („Meine Zuneigung, mein Mitgefühl, meine Anerkennung bekommt nur XY. Und er oder sie auch nur, wenn er oder sie…“).
  1. Du fühlst dich mit der Welt und deinen Mitmenschen verbunden. Der Blick in manches Gesicht wird dich berühren, denn du siehst darin Abwehr, Trauer, Verhärtung etc., ähnlich den Gefühlen, die du vielleicht selbst in dir trägst. Du bist nicht allein. Nicht in deinem Schmerz – und nicht in deiner Sehnsucht danach, glücklich zu sein und geliebt zu werden.
  1. Du hast etwas zu geben. Nämlich deinen Wunsch: „Mögest du glücklich sein!“. Und damit deinen großzügigen, wohlwollenden Blick, Mitgefühl, Warmherzigkeit. Das fühlt sich großartig an, gerade, wenn du dich eben noch als bedürftig und armselig empfunden hast. 

Genau darum ist diese unscheinbare Handlung so wirkungsvoll: sie spricht die Möglichkeit in dir an, andere wohlwollend und ohne Urteil zu betrachten. Du erkennst dich in den dir völlig Unbekannten und verstehst: in unserem tiefen Wunsch nach Glück, Liebe und Anerkennung sind wir uns alle gleich. Und du hast genau das auch noch zu geben! In deinem Kummer, in deinem Schmerz. Denn wenn du wirklich anderen von Herzen wünschst „Mögest du glücklich sein!“, fließt genau diese Liebe durch dich hindurch. Du „machst“ sie nicht, sie gehört dir nicht und dennoch bist du einen Moment lang ganz von ihr erfüllt. Damit bist du nicht mehr arm dran – du bist reich.

Wow! Probier es aus. Und schreib mir, wenn du magst, was du dabei erlebt hast! 🙂

Herzliche Grüße, Sunnybee