Als Mutter in der Politik: Was heißt das? Mit Still-BH im Gemeinderat und in der Sitzungspause wird das Baby angelegt? In irgendeiner Fußgängerzone beim Erklären des Gleichstellungsprogramms deiner Partei? Oder als Ministerin bei der Amtseinführung, mit Mann und Kindern in der ersten Reihe?
Australisches Hinterland? Ich sitze ganz gemütlich in meinem Arbeitszimmer in einem süddeutschen Kleinstädtchen, während ich diese Zeilen schreibe. Dabei kommen mir die Worte einer Kommentatorin in den Sinn, deren Sätze ich vor kurzem auf Social Media gelesen habe: „Als meine Mutter uns als Kinder mit in den Australischen Busch nahm…“ Sie schreibt auf Englisch „bushwalking“; von meinen eigenen Reisen weiß ich, was sie meint.
Jungs weinen nicht? Oder sollten zumindest nicht weinen? Warum das Blödsinn ist und was wir tun können, um unsere Söhne in all ihren Gefühlen – also auch in Trauer und Wut – zu unterstützen, darüber schreibt Eltern-Coach Miriam Maja Gass in ihrem Gastbeitrag. Übrigens bereits dem zweiten für mutter-und-sohn.blog: Hier geht’s zu ihrem ersten Artikel. Als Mutter von zwei Söhnen freue ich mich besonders, Miriam gerade zu diesem Thema willkommen zu heißen!
Heute war ich eine Stunde lang auf verwunschenen Pfaden unterwegs. Zwischen knorrigen, umgestürzten Bäumen, hoch aufgetürmten Felshügeln und dicht bemoosten, umgestürzten Wegemarken. Das Ganze keine 900m Luftlinie von meinem Zuhause entfernt.
Kürzlich las ich auf einer Seite für frisch getrennte Paare: „Hast du dir die Wahl deines Ex-Partners (wahlweise natürlich auch deiner Ex-Partnerin) schon verziehen?“ Der Satz berührte mich zuerst ganz seltsam. Irgendwie schrecklich, sich im Nachhinein die Wahl des Liebespartners „verzeihen“ zu müssen… Oder doch nicht? Je länger ich darüber nachdenke, um so plausibler erscheint mir die Frage. Jedenfalls, wenn ich davon ausgehe, dass man (und frau) sich in den seltensten Fällen trennt, weil alles rosig gelaufen ist in der Partnerschaft – und gerade mit Kindern zugleich Wege finden muss, mit Ex-Partner oder Ex-Partnerin wieder einen halbwegs versöhnlichen Umgang zu finden.