Gestern, am 17.03.2022, debattierten erneut Abgeordnete des Deutschen Bundestages fraktionsübergreifend über eine mögliche Impfpflicht. Das Thema wird nicht nur innerhalb des Bundestages kontrovers diskutiert. In etwa drei Wochen soll hierzu eine Entscheidung fallen. Was mir an dieser weiteren „Orientierungsdebatte“ gefiel und was nicht, beschreibe ich hier:
Vor kurzem bin ich auf einen Artikel gestoßen, der die Rolle der Wissenschaft in der Corona-Pandemie beleuchtet und moralische Bewertungen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse („Dieses Verhalten ist aus epidemiologischen Gründen wertvoll und solidarisch, jenes nicht“) kritisch hinterfragt. Ein Beitrag, der mich gerade sehr nachdenklich macht. Hat der Autor mit seiner Einschätzung recht? Prof. Michael Esfeld lehrt Wissenschaftsphilosophie an der Universität Lausanne (Schweiz) und gehört seit 2009 der deutschen Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften an.
Sehr viel Corona aktuell bei mir im Eltern-Blog. Dennoch schreibe ich jetzt noch einmal darüber. Denn was die Pandemie uns aktuell zeigt, ist ein Eltern- und Familienthema. Weil es ganz konkret diejenigen betrifft, für die wir Erwachsenen die Verantwortung tragen und deren Zukunft wir gerade verbocken… äh, gestalten – unsere Kinder!
Anfang Februar 2022 schreibt Anne Biermann, vierfache Mutter aus Nordrhein-Westfalen, einen „Brandbrief“ an NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer und NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp. RP Online veröffentlicht Auszüge daraus. Die Mutter kritisiert scharf das „Hin und Her“ ständig wechselnder Verordnungen, die für Eltern wie Kinder zum Teil kaum noch umsetzbar seien. Anlass des Briefes ist eine abermalige Änderung des Ablaufs bei den Schultestungen in NRW: Bei einem positiven Pooltest der Klasse sollen die Eltern sich ab sofort selbst um einen zertifizierten Schnelltest ihrer Kinder kümmern, um diese „frei zu testen“.
„Omicron rauscht durch Deutschland“, „Kitas und Schulen im Test-Chaos“, „Durchseuchung unserer Kinder“. Betrachte ich die Schlagzeilen der Tages- und Wochenzeitungen sowie der großen Nachrichtenportale, kann mir als Mutter oder Vater im Moment Angst und Bange werden. Oder ich beginne vor Wut zu kochen. Von „Deluxe-Versagen“ der Regierenden ist da die Rede, von der Schande der Politik, die Familien im Stich lasse. Hm… wohl wahr. Und dann lese ich in einem kleinen Blog den folgenden Absatz: „Jeder Mensch ist imstande, sein Dasein so angenehm wie möglich zu gestalten, indem er denkt. Umdenkt, falls nötig. Es kostet ein bisschen Zeit und für manche Menschen auch Überwindung. Aber es lohnt sich. Wir drehen schließlich alle in diesem Leben diese eine Runde auf Erden. Machen wir uns diese doch so schön wie irgend möglich.“