
Dieses Bild, das die Heinrich-Böll-Stiftung zum Tag der Deutschen Einheit auf einem ihrer Social-Media-Kanäle gepostet hat, hat mich gerade wirklich berührt.
Kluge Gedanken. Aus dem echten Leben

Dieses Bild, das die Heinrich-Böll-Stiftung zum Tag der Deutschen Einheit auf einem ihrer Social-Media-Kanäle gepostet hat, hat mich gerade wirklich berührt.

Schule im Jahr 2024 in Deutschland lebt von engagierten Lehrkräften, die trotz massiver Fehler im System täglich ihr Bestes geben. Sie ächzt unter Lehrkräften, die im System Schule resigniert habe und ihr mangelt es schmerzlich an Lehrkräften, die sich, motiviert und gut ausgebildet, diesem System entziehen. Und die Schüler:innen? Sie leben mit all dem. Jahrelang. Irgendwie. Ist schließlich Schulpflicht…

In einer fernen Zeit brachte ich mein Kind morgens in den Kindergarten, wusste, ich konnte danach beruhigt meiner Erwerbsarbeit nachgehen. Es war gut versorgt und hatte auch wirklich Spaß in der Betreuung. Beim Abholen erlebte ich es, meist dreckverkrustet, fröhlich spielend mit den anderen Kindern. Die Erzieherinnen erzählten mir derweil, was gut gelaufen und was vielleicht an dem Tag schwierig gewesen war – immer spürte ich, dass sie den Blick für mein Kind und seine Bedürfnisse hatten, ohne die 20 anderen Kinder der Gruppe aus den Augen zu verlieren. Eine Leistung, die mich oft genug mit Bewunderung und Dankbarkeit erfüllte.

2021 und das Virus ist immer noch da. Kein vorübergehender Spuk, keine irrlichternde Nachricht der Tropenmedizin, die uns für einige Wochen in Aufregung versetzt, bloß um wenig später von der nächsten Schreckensmeldung abgelöst zu werden. Statt dessen scheint sich das Virus in die lange Reihe „unbesiegter“ Infektionskrankheiten einzureihen, die Menschen weltweit tagtäglich das Leben kosten. Malaria, Tuberkulose, AIDS – nun Covid-19: je ärmer die Gesellschaft, in der der Krankheitserreger wütet, umso größer ist die Zahl der Opfer. Wie aber gehen wir auf lange Sicht mit dieser (realen) Bedrohung um?
Weiterlesen „O Corona! Wir werden lernen müssen mit Covid-19 zu leben“
Jetzt also eine „Maskenpflicht“. Ab dem 27.4.2020 muss jede Bürgerin und jeder Bürger in NRW qua Entscheid der Landesregierung beim Einkaufen, in Bus und Bahn und beim Betreten öffentlicher Gebäude eine Mund-Nasen-Maske tragen. Keine persönliche Entscheidung, kein individuelles Abwägen mehr. Will ich beim Bäcker ein Brot holen, bin auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen oder betrete die Praxis meines Hausarztes, muss ich ab sofort eine über Nase, Mund und Kinn reichende Gesichtsbedeckung tragen. Punkt. Weiterlesen „Die Psychologie der Maske. Deutschland und die Maskenpflicht“