Gesellschaft, Politik

Die Psychologie der Maske. Deutschland und die Maskenpflicht

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Auf dem örtlichen Wochenmarkt, in Zeiten der Maskenpflicht: links verboten, rechts erlaubt*

Jetzt also eine „Maskenpflicht“. Ab dem 27.4.2020 muss jede Bürgerin und jeder Bürger in NRW qua Entscheid der Landesregierung beim Einkaufen, in Bus und Bahn und beim Betreten öffentlicher Gebäude eine Mund-Nasen-Maske tragen. Keine persönliche Entscheidung, kein individuelles Abwägen mehr. Will ich beim Bäcker ein Brot holen, bin auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen oder betrete die Praxis meines Hausarztes, muss ich ab sofort eine über Nase, Mund und Kinn reichende Gesichtsbedeckung tragen. Punkt.

Kein Problem, höre ich die einen sagen. Hübsch gemustert oder frisch zusammengetackert aus Taschentüchern, Basteldraht und Küchenpapier (eine entsprechende Anleitung allen Ernstes hier) – kann das doch direkt stylisch sein. Und außerdem ist es ein Gebot der Höflichkeit, der gegenseitigen Rücksichtsnahme: In Asien laufen schließlich Millionen von Menschen mit Masken durch die großen Städte um ihre Mitbürger/innen vor Husten und verrotzter Nase zu schützen.

Absolut notwendig, tönen die anderen sogar lautstark: „Maskenpflicht für alle“, erst recht jetzt, wo Läden des täglichen Bedarfs wieder geöffnet sind. Während ich im Tabakladen die nächste Stange Lungenbrötchen hole, will ich den netten Verkäufer zumindest vor Corona schützen…

Das sagen die Experten

Das Robert-Koch-Institut erklärt bis heute, das Tragen eines einfachen, womöglich selbstgenähten, Mundschutzes sei zum Schutz vor einer Tröpfcheninfektion völlig ungeeignet. Sinnvoll sei lediglich, wenn eine Person mit akuten Erkältungssymptomen (Husten, Schnupfen etc.) im öffentlichen Raum zum Schutz anderer einen Mund-Nasen-Schutz trage: „Wenn eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch diese Person sinnvoll sein“. Dabei gehe es allerdings um Fremdschutz: „Das Risiko, eine andere Person durch Husten oder Niesen [wohlgemerkt, nicht durch normales Atmen oder Sprechen!] anzustecken, wird verringert.“

Zugleich betont die WHO seit Beginn der Corona-Pandemie, dass das gewohnheitsmäßige Tragen eines Mundschutzes Infektionsketten sogar begünstigen könne, da es Menschen dazu verleite, aus einem falschen Gefühl der Sicherheit heraus die sonstigen Schutzmaßnahmen zu vernachlässigen. Die Folge: Zentrale Hygienemaßnamen wie das gründliche Händewaschen könnten als weniger wichtig erachtet werden. Auch könnten durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer anderen Form der Barriere Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden.

Soweit, so bekannt. Und nachvollziehbar. Nicht umsonst mahnte die Bundesregierung Mitte März noch: „Bitte verzichten Sie darauf, Gesichtsmasken zu hamstern, Sie gefährden damit lediglich diejenigen, die in Krankenhäusern und Pflegereinrichtungen wirklich darauf angewiesen sind“. Wenige Wochen später auf einmal die „Empfehlung“, einen Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit zu tragen und nur wenige Tage später bundesweit die Verpflichtung dazu. Auf einer Seite der Bundesregierung wird das Tragen eines Mundschutzes aktuell als „Höflichkeitsgeste“ bezeichnet. Man zeige dadurch seine Rücksichtsnahme seinen Mitbürger/innen gegenüber. Offenbar waren wir Deutschen den Regierenden in den letzten Wochen nicht höflich genug. Darum werden wir ab sofort per Gesetz dazu gezwungen.

Fragt noch jemand nach der Verhältnismäßigkeit oder gar Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme?

Eine Maske, über große Teile des Gesichts gezogen, hat definitiv eine soziale Wirkung. Menschen in Asien mögen dies mit Höflichkeit und gegenseitiger Rücksichtsnahme assoziieren. Hierzulande wurden Bedeckungen des Gesichts bisher eher mit (religiöser) Radikalität und einer latenten Bedrohung verbunden. Bei Demonstrationen gilt bis heute deutschlandweit das „Vermummungsverbot“, maßgebliche Teile des Gesichts müssen frei und damit erkennbar bleiben. Und auch die Diskussionen um das Tragen eines Gesichtsschleiers (dem sogenannten Niqab) aus religiösen Gründen im öffentlichen Raum sind mir noch sehr präsent. Immer war die Argumentation ähnlich: zum Zweck der „Förderung von Integration durch die Stärkung der Teilhabe an der Gesellschaft und der Sicherung des friedlichen Zusammenlebens“ solle auf eine teilweise bis vollständige Verdeckung des Gesichts verzichtet werden. Das Zitat ist übrigens dem österreichischen Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz entnommen. Seit 2017 verbietet dieses, an öffentlichen Orten oder in öffentlichen Gebäuden seine Gesichtszüge durch Kleidung oder andere Gegenstände in einer Weise zu verhüllen oder zu verbergen, dass man nicht mehr erkennbar ist. Zu den öffentlichen Orten zählen auch Bus und Bahn, Flugzeuge sowie Schiffe. Wesentlich ist für diese Orte und Gebäude, dass ein Personenkreis Zutritt hat, der nicht im Voraus beschränkt ist. Verstöße gegen das Verbot können mit bis zu 150 Euro Strafe geahndet werden.

Soweit also die aktuelle Gesetzeslage in unserem Nachbarland. In Deutschland wird jetzt mit einer frappierend ähnlichen Argumentation („Sicherung des friedlichen [und sicheren] Zusammenlebens“) das genaue Gegenteil nicht nur empfohlen, sondern qua Gesetz verpflichtend eingeführt.

Was, wenn ich keine Maske trage?

Was, wenn ich mich dieser neuen Regelung widersetze und z.B. vor Betreten des Supermarktes keinen Mund-Nasen-Schutz aufziehen will (wie übrigens ungeahndet JEDEN Tag in den letzten zwei Monaten der Corona-Krise?!) Darf ich dann dort keine Lebensmittel mehr erstehen? Zwingen mich im Extremfall Polizei oder Ordnungsamt zum Tragen der Maske oder erteilt mir die supermarkteigene Security Hausverbot? Bin ich womöglich in weiteren fünf bis sechs Wochen sozial irgendwie „bäh“, wenn ich auf dem Markt oder einfach auf der Straße keinen Mundschutz trage? Menschen gewöhnen sich sehr, sehr schnell an neue Verhaltensweisen. Das Händeschütteln scheint bereits jetzt nur noch eine ferne Erinnerung zu sein. Mein Vierjähriger fragte kürzlich, warum zwei Freunde einander im Kinderbuch zur Begrüßung die Hände reichen: „Das machen die falsch, oder?“ Vielleicht zischt ihm bald die Passantin auf der Straße nicht mehr nur „Abstand halten!“ hinterher, sondern auch: „Setz gefälligst deine Maske auf!“

Leben unter latenter Bedrohung?

Will ich in einer solchen Gesellschaft leben? In der ständigen Annahme latenter Gefahr? Einer Gefahr, die ich selbst, allein durch mein Ausatmen oder Sprechen, für andere darstellen soll?

Mein Staat, bzw. dessen Vertreter/innen, die ich im Vertrauen auf ihr Augenmaß, ihre demokratische und rechtsstaatliche Gesinnung, gewählt habe, bestimmen seit einigen Wochen nicht mehr nur, wo und mit wem ich mich legal bewegen darf, in welchem Umfang ich meinen Beruf ausüben und in welcher Form ich für meine Rechte demonstrieren darf (nämlich maximal noch online über Petitionen oder „Netzdemos“). Ab dem 27.4. greift dieser Staat zudem so weit in mein Persönlichkeitsrecht ein, dass er mir vorzuschreiben beginnt, wie ich mich in der Öffentlichkeit zu kleiden habe.

Was passiert mit unserer Gesellschaft gerade?

Ich bin eigentlich keine Verfechterin von Schreckensszenarien und Angstmacherei. Aber die politischen Entwicklungen der letzten Wochen übersteigen alles, was ich mir noch Anfang März in Bezug auf die Beschneidung oder gar Aussetzung demokratischer Grundrechte hätte vorstellen können. „Bei Entscheidungen ist auch immer die Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen zu berücksichtigen“. Auch das steht im Text des 2001 erlassenen Infektionsschutzgesetzes.

Wo bleiben die wirklich lauten und kritischen Fragen der politischen Opposition? Wer hört auf die Interessenvertreter von Familien, Kulturschaffenden oder die Vertreter sozialschwacher Menschen, die sich durchaus zu Wort melden?

Corona war nicht das erste und wird sicher nicht das letzte Virus sein, das sich in Form einer Pandemie über den Erdball verbreitet. Es wird auch nicht das letzte sein, das Menschenleben kostet. Der politische – und auch mediale – Umgang weltweit mit dieser Erkrankung ist jedoch bisher einmalig. Kollektive Angst zu schüren vor Bedrohungen, deren Umfang gar nicht wirklich bekannt sind, kritische Stimmen nur im Ansatz zuzulassen, eine „Alternativlosigkeit“ bestimmter Vorgehensweisen zu proklamieren und deren Umsetzung streng zu überwachen, das alles war bisher Diktatoren und dubiosen politischen Agitatoren vorbehalten. Gerade geschieht es ganz legal und von Seiten vieler Vertreter unserer Demokratie.

Wo bleibt bei diesem Thema der #Aufschrei? Die Frage nach der politischen und wissenschaftlichen Legitimation all dieser Maßnahmen? Unser Ruf nach Demokratie und Mitbestimmung, der zu anderen Zeiten so laut war? Sind wir alle vor Schreck erstarrt? Will keiner die Menschen gefährden, zu dessen Schutz wir dies alles (angeblich) auf uns nehmen? Wer fragt gerade nach dem Schutz derjenigen, die seit Wochen ungehört in Pflege- und Seniorenheimen, in ihren Wohnungen, in möglicherweise dysfunktionalen Familien und jetzt eben auch noch hinter ihrer Maske verharren und auf Besserung warten?

Was kommt noch auf uns zu?

Wie soll diese „Besserung“ denn aussehen? Eine Corona-Tracking-App, die unsere sozialen Kontakte und unsere Bewegungsmuster bis ins Kleinste verfolgt (zum „Schutz aller“, versteht sich)? Schon jetzt werden die Rufe danach laut. Lieber app-überwacht als weiter eingesperrt zuhause? Eine Impfpflicht für alle, die sich weiter im öffentlichen Raum bewegen wollen? Mit einem Impfstoff, der in äußerster Eile entwickelt und in seiner Langzeitwirkung noch gar nicht getestet ist?

Was noch? Die Fragen müssen erlaubt sein. Sie sind sogar dringend nötig. Bevor wir, fast ohne nennenswerten Protest, noch mehr unserer demokratischen Grundrechte verlierenBevor eine Maske unsere kritischen Mienen verdeckt.

Herzlich, Sarah

[*Foto: Andrew Kelly/Reuters. Die Frau rechts auf dem Bild trägt natürlich keine Maske zur Infektionsvermeidung, sondern den Niqab, einen religiös motivierten Gesichtsschleier, der dieses bis auf die Augenpartie komplett verdeckt. Da der Schleier Mund und Nase bedeckt, entspricht er streng genommen den Kriterien der Maskenpflicht, anders als das unbedeckte Gesicht der jungen Frau daneben.]

 

39 Gedanken zu „Die Psychologie der Maske. Deutschland und die Maskenpflicht“

  1. Ja, diese Fragen müssen erlaubt sein. Man hört sie zunehmend, aber noch viel zu verhalten. Die Maske ist ein fragliches Stück Stoff, dass uns wahlweise zu „Aussätzigen“ oder zu „Höflichen“ erklärt. Wen schützen wir hier gerade und zu welchem Preis? Schwierige Frage in unserer Gesellschaft …. ich weiß, aber wenn eine ganze Generation mit den Einschnitten und den wirtschaftlichen Folgen zu tun haben wird, muss man die Fragen auch mal stellen.

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    1. Danke für deinen Kommentar! Ich finde es, ehrlich gesagt, auch bedenklich, wie gerade seitens politischer Entscheider/innen mit einer ganzen Generation junger Menschen umgegangen wird: Kinder sollen möglichst zuhause bleiben (und ihre Eltern gleich mit), Jugendliche, die sich z.B. für eine andere Klimapolitik engagieren, dürfen jetzt online „demonstrieren“. Hierzu habe ich gestern noch einen Artikel geschrieben: https://mutter-und-sohn.blog/2020/04/25/das-neue-biedermeier-netzstreikfuersklima-und-masken-bastelkurse/. Kulturelle Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres untersagt. Aber der Einzelhandel floriert wieder. Klar, auch wichtig, aber eben nicht nur! Für mich stimmt da die Prioritätensetzung nicht mehr.

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    2. Mit der Maske UND dem Abstand werden ca. 30 Millionen Menschen aus der Risikogruppe geschützt. Das fragliche Stück Stoff schützt unser Gegenüber vor feuchter Aussprache, die ggf. mit Viren belastet sind.
      Das Leben ist momentan einfach besch…., nicht nur wegen Corona, sondern wegen der Menschen, die nicht begreifen, dass es Schwache in der Gesellschaft gibt, die man mit einfachen Mitteln schützen kann.
      Wenn die Gesellschaft, der Mensch, das begriffen hätte und ein paar simple Schutzmaßnahmen beachten und auch weiter als sinnvoll verbreiten würde, dann wären manche Lockerungen schon lange erfolgt.

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  2. Danke für deine klaren, wahren Worte.
    Ich finde es auch erschreckend, was bei uns passiert. Verfolgt man kritisch die Medien und Stimmen aus dem Ausland, stellt man fest, dass da etwas nicht stimmt. Widersprüche ziehen sich durch die Berichterstattung. Etliche Menschen machen sich die Mühe und sammeln diese Widersprüche, setzen sie zusammen, machen sie öffentlich und regen zum Hinterfragen an. Diese werden jedoch als Verschwörungstheoretiker mundtot gemacht, zensiert und in die rechte Ecke gestellt.
    Wir dürfen uns nicht mehr treffen zu Familienfeiern oder im Verein – könnte doch ein Austausch stattfinden und könnten noch mehr Menschen auf Ungereimtheiten stoßen.
    Zur Gesundheitsgefährdung durch Masken wurde schon 2005 eine Doktorarbeit verfasst, die explizit darauf hinweist, dass es für Ärzte im OP dringend Nachbesserung bedarf, da bereits nach dreißig Minuten (!) die Co 2-Rückatmung zu signifikant niedrigen Sauerstoffwerten im Blut führt, die Keimbelastung um den Mund und im Atemtrakt steigt und die Konzentration nachlässt. Unsere Kinder sollen Masken in der Schule tragen!!! Sie dürfen nicht miteinander spielen und sollen stündlich die Hände waschen!! Was tut man unseren Kindern an?
    Krankenhäuser gehen in Kurzarbeit wegen zu weniger Patienten, unsere Kanzlerin kündigte im März an, dass man die Maßnahmen lockern könne, wenn die Infektionsrate einen bestimmten Wert erreicht. Diesen Wert haben wir lange, die Maßnahmen wurden stattdessen verschärft.
    Äußere ich mich kritisch in den sozialen Medien, bin ich eine Coronaleugnerin oder gefährde das Leben Tausender!! Inzwischen werden meine Antworten bei Facebook zum Teil zensiert. Sachliche Antworten mit Anregungen zum Nachdenken!!

    Ich bin Mutter von vier Kindern, im medizinischen Bereich tätig und seit vielen Jahren kritisch am Hinterfragen, was uns umgibt.
    Ich bin auf viele Ungereimtheiten gestoßen, ich stelle unbequeme Fragen, weil ich verstehen möchte, warum bestimmte Maßnahmen erforderlich sind. Ich habe von offiziellen Stellen oft keine eindeutige und nachvollziehbare Antwort erhalten.
    Ich glaube, wir alle sind jetzt dazu aufgefordert, Stellung zu beziehen und unbequeme Fragen zu stellen.
    Es geht inzwischen nicht mehr „nur“ um die Wirksamkeit von Impfungen oder die Benachteiligung von behinderten Menschen, es geht nicht mehr „nur“ um die (drohende) Altersarmut von Müttern und pflegenden Angehörigen, es geht nicht mehr „nur“ um die Situation Alleinerziehender oder um eine Reformation des Schulsystems.
    Es geht um unsere Grundrechte, um unsere Freiheit, um unsere Selbstbestimmung. Es geht darum, dass von oberster Stelle bereits von einer möglichen Enteignung gesprochen wird (und das betrifft nicht nur die „wirklich“ Reichen, wenn man auch dieses Thema tiefer hinterfragt, sondern alle, die Barvermögen oder Eigenheim haben).
    Es ist jetzt nicht an der Zeit, sich im Kleinkrieg zu verlieren, wer warum welche Meinung haben darf, sondern es geht darum, die Augen aufzumachen und gemeinsam mit anderen aufzustehen. Es regt sich bereits Widerstand, und wir müssen nicht in jeder Hinsicht der gleichen Meinung sein. Meinungsfreiheit macht eine Demokratie aus und regt zum Nachdenken und Erweiterung des Horizonts an. Es geht gerade nicht mehr um rechts oder links, Herkunft, Religion oder politische Färbung. Es geht um Zusammenhalt, Gemeinschaft und Einsatz für unser aller Rechtsgrundlage, um unsere Kinder und deren Lebensbedingungen und Zukunft, um unsere alten und kranken Mitmenschen, die in völliger Isolation leben müssen.
    Es geht darum, einander wieder mit Freundlichkeit, Offenheit und Liebe im Herzen zu begegnen, um dieser Spaltung entgegenzuwirken, die unser Land durchzieht und Angst und Feindschaft verbreitet.
    Ich wünsche mir für uns alle, dass wir die hetzerische und angstmachende Berichterstattung der Medien abschalten, den gesunden Menschenverstand einschalten und miteinander für das Leben und ein lebenswertes Miteinander eintreten. Dass unsere Kinder nicht noch weiter verstört werden, sondern ihrer kindlichen Freude, ihrem Spiel- und Bewegungsdrang nachgehen dürfen auf Spielplätzen, auf Pausenhöfen, in Parks und Schwimmbädern.
    Ich wünsche mir, dass Gläubige wieder ohne Masken, zahlenmäßige Beschränkung und so oft sie das möchten zum Gottesdienst und zum Gebet in der Gemeinschaft gehen dürfen und singen dürfen (gestern hörte ich im Radio, dass überlegt wird, ob Gläubige überhaupt singen dürfen wegen der Ansteckungsgefahr und Maskenpflicht!!!). Sogar in Kriegszeiten, wenn Lebensgefahr drohte, versammelten sich die Menschen zum Gebet, um in der Gemeinschaft Halt und Trost zu finden und sich im Gebet an eine höhere Macht zu wenden – noch nie wurden Gottesdienste verboten, noch nie ist Ostern ausgefallen!! Und unsere Kirchen machen mit, ja sie wünschen sich, dass es künftig mehr Online-Formate gibt!! Wo soll das hinführen?
    Entrechtung, Entmündigung und Digitalisierung unseres Alltags?
    Ich wünsche mir, dass wir alle, vor allem wir Frauen, auf unser alarmierendes Bauchgefühl hören, das uns schon oft gewarnt und geleitet hat. Für unsere Kinder und für all diejenigen, die zu schwach, zu verängstigt, zu erschöpft sind, um ihre Stimme zu erheben.
    Ich werde weitermachen. Freundlich, respektvoll, aber mit kritischen Fragen.

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    1. Danke für deinen langen, sehr kritischen Kommentar. Ich folge dir nicht in allen Punkten, aber in der grundsätzlichen Aussage, dass ich es als äußerst bedenklich empfinde, wenn Dinge als „alternativlos“ dargestellt werden und das z.B. noch nicht einmal auf einer wissenschaftlichen Grundlage. Mich erschreckt auch, welche Bedrohungsszenarien momentan (auch) seitens der Politik entworfen wurden und immer noch werden, auch diese oft nur auf möglichen Hochrechnungen und dünner empirischer Grundlage beruhend. Und ich nehme tatsächlich auch wahr, welches Paradox darin besteht, dass wir Zusammenhalt durch Distanzierung und Isolation zum Ausdruck bringen sollen. Ich bin definitiv keine Befürworterin schriller, angstmachender Töne, aber ich frage mich momentan schon, wo gerade auch außerhalb sozialer Netzwerke die wirklich lauten, kritischen Stimmen sind. Bzw., sie sind da (z.B. in Bezug auf die aktuelle Regelung von Kinderbetreuung für berufstätige Eltern), aber sie scheinen kaum gehört zu werden. Ja, und das beunruhigt mich selbst auch!

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    1. Wer ist denn „ihr“?🙂 Der Artikel drückt meine persönliche Meinung aus. Ich verfolge in den letzten Wochen Diskussionen und Beiträge in Print- und Online-Medien und versuche mir meine Meinung zu bilden. Daneben nutze ich meine Alltagsbeobachtungen und Erfahrungen als berufstätige Frau, politisch interessierte Privatperson und Mutter eines kleinen Sohnes. Einfache Antworten habe ich auch nicht.
      In Bezug auf Kindergärten und Schulen könnte man schauen, wie die Notbetreuung bisher konkret in der Praxis funktioniert hat und z.B. dortige Maßnahmen zum Infektionsschutz nutzen. Auch der Blick auf andere Länder, die ihre Kindergärten und Grundschulen bereits öffnen, könnte bei dem Thema hilfreich sein. Ob das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit Menschen eher beruhigt oder das latente Gefühl ständiger Bedrohung noch verstärkt, werden die nächsten Wochen ja zeigen. Ich persönlich finde alles, was im Moment zusätzliche Ängste schürt, bedenklich. Daher finde ich auch konkrete wissenschaftliche Belege wichtig, um die Wirksamkeit bereits getroffener Maßnahmen zu belegen und die Verhältnismäßigkeit politischer Entscheidungen zu überprüfen. Nur zu hören: Experte XY, der bei der Politik zufällig Gehör findet, hält das „ad hoc“ für richtig, reicht mir persönlich nicht. Ach ja, und Heterogenität in Entscheidungsgremien, sowie, dass die Meinungen von Vertreter/innen aus der Praxis gehört und berücksichtigt werden (also z.B. Lehrer/innen und nicht der Pädagogikprofessor, der seit Jahren nicht mehr in der Schule unterrichtet), fände ich zusätzlich hilfreich. Das als konkrete Vorschläge!🙂

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    2. Mit „ihr“ spreche ich jene Kommentatoren an, die Deine Meinung teilen. Im Übrigen halte ich es für sehr hilfreich, auch Meinungen, die der eigenen entgegenstehen, zu respektieren. Mein Einwand war als Anregung zum Nachdenken gedacht. Deine Antwort enthält gute Anregungen, z.B. Fachleute aus der Praxis zu befragen. Frage: weißt Du wer die Experten sind, die befragt werden? Ich weiß es kaum. Da ist Nachfragen wichtig. Gute Erfahrungen von Ländern, die ihre Kindergärten und Schulen schon geöffnet haben sind hilfreich.

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  3. Ich habe auch kein Patenrezept. Nur sollten wir nicht „nur“ die Shops öffnen, sondern auch gesellschaftliches Miteinander öffnen. Der Gesundheitsminister sprach gestern darüber, dass man nicht auf Quadratmetern herumreiten solle, sondern dass Abstand entscheidend ist. Unter den Prämissen kann sich ein Verein doch treffen, sollten die Menschen in die Kirche oder was auch immer gehen können. Man kann große Plätze oder Flughäfen öffnen und mit beschränkten Teilnehmerzahlen sogar Demos zulassen. Unzählige Hotels, Flächen und Stadien stehen leer. Selbsthilfegruppen könnten ihr Programm wieder aufnehmen (das Alkoholfreie Café um die Ecke ist seit Wochen geschlossen … ich möchte mir nicht vorstellen, wie es den sonstigen Gästen zu Hause so geht). Coaches, Lebensberater und Familienhilfen müssen arbeiten können, usw.

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    1. Das sehe ich genau so. Das wirtschaftliche Leben wird aktuell geöffnet, das soziale darf nicht weiter brach liegen. Abstands- und Hygieneregeln lassen sich auch hier mit klaren Regeln, allgemeiner Bereitschaft, diesen zu folgen und Augenmaß umsetzen. Oder warum dürfen z.B. Autohändler oder Modegeschäfte ihre Räumlichkeiten öffnen, aber die Sozialberatung daneben darf ihren Betrieb noch immer nur in eingeschränktem Maß durchführen?

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    1. Hey Annette, da hat mein Artikel auf deinem Blog ja wirklich die Gemüter erregt und die Kommentare sind sehr spannend für mich, von differenziert bis „.Hau-drauf“😉 Auch interessant, mal Meinungen außerhalb meiner sonstigen medialen Filterblase zu lesen! Herzlichen Gruß, Sarah

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  4. Hat dies auf Ruhrköpfe rebloggt und kommentierte:
    „Was passiert mit unserer Gesellschaft gerade? Was kommt noch auf uns zu?“

    „Was noch? Die Fragen müssen erlaubt sein. Sie sind sogar dringend nötig. Bevor wir, fast ohne nennenswerten Protest, noch mehr unserer demokratischen Grundrechte verlieren. Bevor eine Maske unsere kritischen Mienen verdeckt“.

    Diese Fragen stellt Sarah, eine Bloggerin, Lehrerin und Mutter aktuell auf ihrem Blog:

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  5. Ihr Lieben,
    Eure Kritik in allen Ehren, teilweise gebe ich Euch Recht. Aber die Bedrohungsszenarien als irreal oder konstruiert darzustellen, finde ich zynisch. Schaut mal nach Spanien, Italien, in die USA, nach Südamerika. Ist Euch der Horror dort nicht real genug? Könnten wir nicht bei einer zu schnellen und zu ausgedehnten Öffnung des gesellschaftlichen Lebens genau auf solche Szenarien zusteuern? Sicher, die Masken sind umstritten. Dass sie uns selbst kaum schützen, ist einigermaßen klar, dass sie andere schützen, falls wir infiziert sind und es noch nicht wissen, ist auch einigermaßen erwiesen. Ein vernünftiger Einsatz von Alltagsmasken, also sie zu tragen, solange sie nicht durchgefeuchtet sind, sie nicht an der Innenseite zu berühren und trotzdem alle Hygieneregeln und den Abstand zu anderen einzuhalten, ist sinnvoll. Nur, weil einige das vielleicht nicht gebacken kriegen, diese ganze Maßnahme schlechtzureden, halte ich für fahrlässig. Und ja, es gibt Ungereimtheiten. Aber könnten diese vielleicht daher kommen, dass noch längst nicht alles wissenschaftlich ausreichend erforscht ist und vieles somit ganz logischerweise noch im Bereich der Spekulationen liegt? Nicht jede Unklarheit ist irgendwessen böser Wille und nicht hinter jedem Widerspruch steht eine Verschwörung. Natürlich gibt es negative Auswirkungen von Schutzmaßnahmen, aber die Idee hinter Schutzmaßnahmen bleibt eine positive.
    Und ja, dass Möbelhäuser öffnen dürfen und Kultur, Selbsthilfe etc. eingeschränkt bleiben, ist mindestens genauso zynisch und unsinnig. Ein gesundes Misstrauen ist gut. Aber nun überall böse Mächte und Absichten hinter den teils mit heißer Nadel gestrickten Regelungen zu vermuten, finde ich übertrieben und destruktiv. Wir sind in einer Ausnamesituation und können nur gemeinsam versuchen, das Beste daraus zu machen. Dazu gehört auch eine kritische Begleitung der Maßnahmen, aber dass es diese in der politischen Opposition nicht gäbe und dass das Äußern solcher Kritik nicht mehr erlaubt sei, ist Quatsch. Diese Argumentation erinnert mich zu sehr an das „Man wird ja wohl noch sagen dürfen…“ aus der rechten Ecke, das immer impliziert, mensch dürfe irgendetwas eben nicht mehr sagen. Und das ist Quark, sagen darf mensch alles. Manches ist berechtigt, anderes weniger – ganz normal. Der Frage, was denn die Alternativen wären, kann ich mich nur anschließen. Gegen alles zu sein, ist einfach. Aber wie ginge es besser, was ist Euer Vorschlag?
    Viele Grüße
    Lea, weit von Panik entfernt, aber sehr auf Selbstschutz und #flattenthekurve bedacht. Und ganz sicher nicht unkritisch gegenüber der Politik, momentan aber eher froh über die weitgehende Besonnenheit dort, von Leuten wie Laschet und Söder in ihrem gegenseitigen Überbietungswahn einmal abgesehen.

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    1. Liebe Lea,
      auch dir danke für deinen Kommentar inklusive der kritischen Anmerkungen zu meinem Artikel. Ich hoffe, es wird ganz deutlich, dass ich hier die gegenseitige Beschuldigung („Ihr übertreibt“ vs. „Ihr nehmt das alles viel zu locker“) nicht noch anfachen möchte. Wie eigentlich immer machen mich scheinbar eindeutige und einfache Antworten einfach skeptisch, erst recht in einer Situation, die viel zu wenig Informationen bereit hält, um definitiv sagen zu können: dieser oder jener Weg ist der eindeutig richtige. Ich empfinde die aktuelle Politik auch weiter als grundsätzlich um Weitsicht und Verhältnismäßigkeit bemüht, dennoch fällt mir auf, dass z.B. bei den aktuellen Lockerungen eindeutig Prioritäten gesetzt werden, die mir zum Teil nicht gefallen, bzw. die ich (wie bei der anhaltenden Belastung von Familien und dem „Einfrieren“ kultureller und sozialer Angebote) durchaus auch gefährlich finde. Wirtschaftliche Stabilität ist wichtig, aber sie ist nicht das Einzige, was eine Gesellschaft zusammenhält. Genauso wie körperliche Gesundheit ein essenzielles Gut ist, seelische aber auch. Die Akzeptanz weiterer Maßnahmen wird sicher auch davon abhängen, wie gesehen sich auch Bevölkerungsgruppen fühlen (Kulturschaffende, Eltern, Vertreter von Einrichtungen für Obdachlose etc.), deren Anliegen meiner Wahrnehmung nach bisher eher weniger berücksichtigt wurden.

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  6. Berechtigte Fragen stellst du in deinem Artikel. Ich weiß auch keine Antworten und bin ziemlich hin und hergerissen. Mir missfällt die ständige Drohung mit Katastrophenszenarien.
    Meiner Meinung ist eins sicher:
    Niemand weiß, was geschehen wird! Die „Fachleute“ sprechen von kann-vermutlich-wir müssen damit rechnen, usw.
    Ich denke, jeder muss sich und andere schützen, soweit ihm das möglich ist. Unser Leben muss weitergehen, vielleicht mal für eine absehbare Zeit mit Maske, aber ganz bestimmt nicht mit „Isolationshaft“, denn diese Auswirkungen sind nicht vorhersehbar, sondern werden uns meiner Meinung nach alle krank machen und unsere Gesellschaft schwächen.

    Gerne möchte ich deinen Beitrag auch rebloggen😊
    Liebe Grüße sk

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  7. Aus meiner Sicht ist die Maske eine sehr richtige Schlussfolgerung im Zusammenhang mit der Lockerung in vielen Bereichen. Abstand halten ist leider nicht jedem Menschen möglich, teils aus Rücksichtslosigkeit und oft auch einfach aus Schusseligkeit. Maske ist lt. RKI übrigens ganz und gar nicht sinnlos, sofern sie richtig verwendet wird. Das RKI empfiehlt sie inzwischen auch. Zum Schutz meines Gegenübers ist sie auch ein Zeichen von Respekt.

    Wir wissen nicht, wer zur Risikogruppe gehört, oft wissen es die Betroffenen vielleicht selber nicht. Es sind 30 Mio Menschen, die weg gesperrt werden müssten, weil sie Risikogruppe sind, ich gehöre dazu. Soll mein Leben jetzt in der Wohnung statt finden? Darf ich nun nicht mehr in Geschäften selber einkaufen, nur weil eine bestimmte Menschengruppe sich nicht an eine Maskenpflicht halten will. Darf ich mich nicht mehr ein wenig sicherer fühlen?

    Es ist nicht alles richtig, was die Politik tut, ohne Zweifel. Die haben aber diese Pandemie auch erstmalig vor der Nase, wurden von jetzt auf gleich damit konfrontiert. Wir sind in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern so glimpflich davon gekommen. Wir dürfen vor die Tür, werden nicht eingesperrt. Ein wenig Dankbarkeit wäre angemessen, die vermisse ich hier. Daneben kann man im friedlichen Ton darauf hinweisen, dass es auch andere Bereiche gibt, die geöffnet gehören. Dazu gehören aus meiner Sicht aber keine Massenveranstaltungen, egal welcher Art.

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  8. Hallöchen, mit der Frage was kommt noch, sollten wir uns darüber im klaren sein, dass wir nun als Mensch diese Frage nicht beantworten können. Was wir aber können ist, uns glücklich schätzen, dass es hier in der BRD bis heute recht glimpflich abläuft und somit zunächst mal alles gut ist. Mit Blick auf nahe Nachbarn wie zB. Italien ist es mir inzwischen egal, ob ich eine Maske tragen soll oder auf den Einkaufswagen warten, bevor ich mir einen Liter Milch hole.

    Fragen könnte man rückwirkend stellen. Für mich ist zB. die Fehleinschätzung des RKI unbegreiflich, warum man nicht spätestens bei den ersten Fällen in Italien die Alarmglocken geläutet hat und die Grenzen geschlossen/ massiv kontrolliert hat? Ebenso unbegreiflich ist mir, wie es sein kann, dass im Bereich der medizinischen Forschung/ den entsprechenden Universitäten es so „lange“ kein Netzwerk gab?

    Das sind aber alles nur Fragen, die rückwirkend gestellt werden können. Ob das Sinn macht, mit Hinblick auf zukünftige Fälle dieser Art, ist eine andere Sache?

    Denn zunächst werden wir diese Attacke auf unsere Zivilisation überstehen, um nicht zu sagen überleben, müssen und dann in irgendeiner Form wieder anfangen.

    Und spätestens bei diesem „in irgendeiner Form“ hege ich die Mutmaßung, das wird, wenn es gut läuft, nicht mehr so sein wie vorher.

    In diesem Sinne, bleibt gesund!

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  9. Ich fühle mich ziemlich hin und hergerissen. Jede Frage hat hier ihre Berechtigung.
    Eine 100 % Auskunft über Falsch und Richtig gibt es nicht. Ich nehme mein Bauchgefühl,
    etwas anderes bleibt mir nicht übrig. Herzliche Grüße

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    1. A propos “Richtig oder Falsch“ ein, wie ich finde, sehr interessanter und überlegter Artikel aus der FAZ vom 25.04.20 (bitte nicht vom reißerischen Titel abschrecken lassen!): „Warum lauert die Polizei Spaziergängern auf?“ Zitat daraus: „Grundrechte stehen nicht unter einem Demoskopievorbehalt nach dem Motto, als politische Gemeinschaft könnten wir uns doch mehrheitlich einig sein, auf die Ausübung unserer Freiheitsrechte auch einmal kollektiv zu verzichten. Grundrechte sind zunächst immer Rechte der Minderheit. Als Prüfprogramm und Maßstab von Eingriffen verpflichten sie aber auch zu maßvollem, abwägendem Entscheiden.“

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  10. Was mich persönlich gerade irritiert, auch an dem ein oder anderen Kommentar zu meinem Artikel: wie schnell kommt es zu einer vehementen Spaltung „WIR gegen IHR“, ohne Kenntnis der anderen Person und ihrer Situation. „WIR, die Rücksichtsvollen, die für die Umsicht der politischen Entscheidungen dankbar sind und v.a. dafür, nicht auch noch wochenlang ohne Kontakt nach außen komplett zuhause eingesperrt zu sein“ vs. „IHR, die Rüpel, die sich ohnehin nur für ihr eigenes Wohl interessieren“, „wir, die Risikogruppe“ vs. „ihr, die ihr sowieso nicht gefährdet seid und daher gleich alle mit gefährdet“.
    Ich kann persönlich zumindest meinem Artikel nicht entnehmen, wo ich fordere, den Mund-Nasen-Schutz in Supermärkten nicht zu tragen oder zur Öffnung von „Massenveranstaltungen“ aufrufe (sorry, Elke Bitzer). Außer man zählt zu „Massenveranstaltungen“ Kindergartenbetreuung und Grundschulunterricht. Da fände ich es schon nett, wenn beides in absehbarer Zeit offline wieder erlaubt wäre…

    Was ich mich frage: wie notwendig und sinnvoll ist die gesetzliche Verpflichtung zum Tragen dieser Masken wirklich, rund sechs Wochen nach Beginn der Epidemie in Deutschland, mit Regelungen, die z.T. je Bundesland variieren und z.B. der Verpflichtung, eine Maske im Bus zu tragen, aber nicht beim Warten an der Haltestelle davor, etc. Und: welchen psychologischen Effekt wird es haben, wenn wir uns bald an vielen Orten in der Öffentlichkeit mit 3/4 bedeckten Gesicht gegenüberstehen? Dazu vielleicht auch interessant folgender Kommentar einer jungen Münchner Autorin: https://mitziirsaj.com/2020/04/26/corona-home-office-xxii/ und, in Bezug auf das Thema „Grund- und Freiheitsrechte“ ein weiter oben von mir bereits zitierter Kommentar aus der FAZ.
    Für manche mag die Vorstellung, in Städten Hunderten von Menschen mit Gesichtsmaske jeden Tag zu begegnen, beruhigend sein. Mich beruhigt sie nicht.

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    1. Mir fehlt nach wie vor ein Vorschlag wie die 30 Millionen Schutzbedürftigen vor dem Virus geschützt werden können. Der psychologische Effekt vom Sterben dieser Personengruppe und deren Angehörigen findet in Ihren Auslassungen überhaupt keine Beachtung.

      Es MUSS eine Öffnung für die Kinder geben, das ist keine Frage, aber dafür bedarf es auch hygienischer Voraussetzungen, unter Umständen auch Masken. Alles ablehnen und gleichzeitig alles haben wollen, das ist so wenig zielführend.

      Vorschläge wie es gehen kann, wären hier hilfreicher. Der Virus ist da, wegschauen macht den nicht weg.

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    2. Liebe Elke Bitzer, auch ich halte seit Wochen streng das Kontaktverbot ein, wir besuchen keine Großeltern mehr, was nicht nur meinem Sohn, sondern auch seinen Großeltern, zu denen er ein sehr enges Verhältnis hat, schwerfällt. Mit Zahlen (30 Millionen, XY Prozent Erkrankte etc.) wird momentan viel argumentiert, oft mit genau gegensätzlicher Zielsetzung. Einige konkrete Vorschläge, wie der Schutz vor dem Virus aufrechterhalten und dennoch ein halbwegs normales Leben wieder möglich sein könnte, wurden hier in den Kommentaren ja schon genannt. Was wären denn Ihre? Viele Grüße!

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  11. Hat dies auf ilseluise rebloggt und kommentierte:
    „Was passiert mit unserer Gesellschaft gerade? Was kommt noch auf uns zu?“

    „Was noch? Die Fragen müssen erlaubt sein. Sie sind sogar dringend nötig. Bevor wir, fast ohne nennenswerten Protest, noch mehr unserer demokratischen Grundrechte verlieren. Bevor eine Maske unsere kritischen Mienen verdeckt“.

    Diese Fragen stellt Sarah, eine Bloggerin, Lehrerin und Mutter aktuell auf ihrem Blog:

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  12. Ihr in Deutschland tut mir wirklich leid. Unser kleiner Sonnenkönig spielt sich zwar auch ganz schön auf. Aber die Österreicher können auch anders, wenn er es übertreibt. Das ahnt er wahrscheinlich. Und außerdem hat er selbst vor einigen Wochen behauptet, die Maske sei unnütz. Aber es gibt bei uns tatsächlich Menschen, die in vorauseilendem Gehorsam diese unnützen Masken auch dann tragen, wenn es NULL Sinn ergibt. Liebe Grüße aus Salzburg

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