Familie, Politik

Kanzlerkandidatin Baerbock: Gegenentwurf zum Homo Oeconomicus in der Politik?

Portrait Annalena Baerbock (Quelle: imago images/Political-Moments)

Annalena Baerbock ist Spitzenkandidatin der Grünen für das Bundeskanzleramt. Und sie ist Mutter. Große mediale Erregung! Seit ihrer Kandidatur fragen sich auch seriöse Kommentator/innen, ob es ungeschickt oder avantgardistisch sei, dass sie als Politikerin ihren Alltag mit zwei Töchtern im Grundschulalter thematisiert. Ob sie als Mutter besonders die Interessen von Müttern und Vätern vertreten werde. Und ob ihre Mutterschaft im politischen Kontext überhaupt erwähnt werden sollte. Ach ja – Armin Laschet, Spitzenkandidat der CDU/CSU für dasselbe Amt, ist dreifacher Vater. Der Unterschied? Keinen interessiert‘s.

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Familie, Gesellschaft

Mom’s Power: Warum unsere Gesellschaft starke Mütter braucht – und wie wir sie bekommen

Frau, die Wischmopp wir ein Mikrophon hält.
Wischmopp, Wok und Windelnwechseln? – Wir Mütter können mehr.

Die Macher der Herrenzeitschrift Men’s Health veröffentlichten vor kurzem die erste Ausgabe eines Online-Magazins für Väter. Der Aufhänger: „So bespaßt du die Kids und kannst gleichzeitig chillen“. Im Artikel wird den (männlichen) Lesern „horizontal parenting“ empfohlen – zu deutsch: Leg dich hin und lass die Kinder machen! Durchaus brauchbare Tipps, wie das Spielen mit Kindern möglich ist, ohne sich als Eltern zu verausgaben. Ich stelle mir nur vor, ein ähnlicher Beitrag wäre an Mütter gerichtet. Schon der Titel würde vermutlich für Irritationen sorgen: Mütter kümmern sich um ihre Kinder, sie „bespaßen“ sie nicht. Und erst recht „chillen“ sie nicht dabei. Oder?

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Beruf, Familie

Ratgeber: „HomeOffice mit Familie“ (Rezension)

Buchtitel „HomeOffice mit Familie“

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: wie geht das, wenn ich mit Kindern im HomeOffice arbeite? Wie schaffe ich es, meine Aufgaben zu erledigen, ohne dass meine Familie dabei zu kurz kommt? Und wie vermeide ich umgekehrt, ständig für Familiendinge wie Hausaufgabenbetreuung oder die Zubereitung des Mittagessens eingespannt zu werden, wenn ich zuhause arbeite? Businesstrainerin und Autorin Felicitas Richter, selbst Mutter von vier Kindern und seit Jahren im HomeOffice tätig, hat zu genau diesen Fragen einen Ratgeber verfasst. Ich habe ihn mir angesehen. 

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Familie, Persönliches

Frühling in der Stadt. Eine Impression

Kirschblüten vor blauem Himmel.

Es ist soweit. Die laue Luft lockt die Menschen aus den Häusern. In den Parks sitzen sie zu zweit, zu dritt auf Decken, machen auf Matten und an öffentlichen Turngeräten Sport. Ich schlendere zwischen Schrebergärten hindurch. Ein Faden Grillduft zieht durch die Luft, Vögel singen. 

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Familie, Hochsensibilität

„Mama, spiieeelen!“ Warum ich NICHT mit meinen Kindern spiele und uns das alle glücklich macht

Kletterndes Kind

Mama spielt nicht. Jedenfalls nicht wie der Fünfjährige. Und auch nicht wie die sechs Monate alte Schnuckelbacke. Keine Karambolage auf dem Auto-Teppich, kein „Ich-fang-den-Stoff-Frosch-und-esse-ihn-auf“. Wäre ja auch komisch, oder? Schließlich bin ich vierzig, nicht vier. Oder? Warum übernehmen dann so viele Eltern – und gerade auch wir Mütter – dennoch wie selbstverständlich die Rolle, der wir eigentlich längst entwachsen sind? Kämmen scheinbar mit Inbrunst stundenlang Barbie-Ponys oder stapeln Duplo-Steine aufeinander? Ich tue das inzwischen nur noch selten – und meine Kinder sind trotzdem froh.

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