Sind alleinerziehende Väter privilegiert? Diese Frage stellt sich mir anlässlich eines Gesprächs, das ich vor kurzem mit einem getrennt lebenden Vater führte. „Eigentlich hat sich der Alltag gut eingependelt“, erzählt er mir: „Die Kinder kommen am Wochenende gern zu mir, ich habe unter der Woche abends Zeit für mich und mein Chef hat nichts dagegen, wenn ich mal einen Tag frei nehme, wenn eines der Kinder krank ist. Klingt gut, oder? Wie geht es seiner Ex-Frau?
Letztes Wochenende lud ich mich selbst zum Essen ein. Meine zwei Söhne gut betreut von ihrem Papa. Schön, oder? Sich als Mama Gutes zu tun, ist eine tolle Sache. Und zugleich ein ziemliches Privileg. Es bedeutet: ich habe jemanden, der meine Kinder in diesem Moment betreut. Ich habe genügend Geld für das Essen vor mir. Ich habe die Fähigkeit, meine Bedürfnisse wahrzunehmen und mir selbst Gutes zu tun. Ich habe Strom, Licht und ein Dach über dem Kopf. All das ist für uns Mütter in Deutschland selbstverständlich. Oder doch nicht?
Teil 5/5 der Rezensions- und Buchvorstellungsreihe „Mütter und Gesellschaft“. Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 – inklusive VERLOSUNG!
Es ist soweit: Wir können unser Buch ankündigen! Mit meiner wunderbaren Co-Autorin, Soziologin und Journalistin Aura-Shirin Riedel, habe ich in den letzten zwei Jahren „Mütter. Macht. Politik. – Ein Aufruf!“ geschrieben. Ein politisches Buch mit scharfer gesellschaftspolitischer Analyse. Und zugleich ein Buch, in dem in zehn exklusiven Interviews visionäre, herzliche, engagierte Menschen zu Wort kommen, die sich in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft für genau eines einsetzen: Dafür, dass wir als Mütter ein gutes, also gleichberechtigtes, freies und auch finanziell selbstbestimmtes, Leben führen können. Täglich. Mit unserem Kindern. Welche konkreten Schritte es dafür auf politischer Ebene braucht und wie diese umgesetzt werden können, lest ihr ab September 2023 in „Mütter. Macht. Politik. – Ein Aufruf!“
Teil 4/5 der Rezensions- und Buchvorstellungsreihe „Mütter und Gesellschaft“. Hier geht es (demnächst) zu Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 5 – inklusive VERLOSUNG!
„Die Zukunft eines Landes hängt von den Müttern ab“. Dieses Sprichwort zitiert eine der befragten Mütter aus Shirin Lauschs wunderbarem Buch „Mit anderen Wurzeln“, gerade erschienen im Ulrike Helmer Verlag. 40 Frauen aus aller Welt erzählen, wie sie ihr Muttersein in Deutschland erleben, auch im Vergleich zu den Erfahrungen in ihrem Herkunftsland.
Teil 2/5 der Rezensions- und Buchvorstellungsreihe „Mütter und Gesellschaft“. Hier geht es (demnächst) zu Teil 1, Teil 3, Teil 4 und Teil 5 – inklusive VERLOSUNG!
Nach der Trennung allein dastehen, mit zwei kleinen Kindern, noch nicht abbezahltem Eigenheim und keiner wirklichen beruflichen Perspektive – für viele Frauen eine Horrorvorstellung. Silke Wildner, Podcasterin, Bloggerin und Autorin dieses Buches, hat genau das im Jahr 2015 erlebt. Vierzehn Tage nach der Geburt ihrer Tochter wurde sie von ihrem damaligen Ehemann verlassen und stand von einem Tag auf den anderen alleine da, mit einem Säugling und einem dreijährigen Kindergartenkind. Wie daraus ihr ganz eigenes Modell des Alleinerziehendseins geworden ist, beschreibt sie in ihrem Buch. Das Tolle: der Band ist kein Einzelwerk, sondern soll der erste Baustein einer ganzen Reihe von Büchern werden, in denen Allein- und Getrennterziehende von ihrem Alltag, ihrer Form des Umgangs und ihren Erfahrungen als Ein-Eltern-Familie berichten.