Familie, Politik

Mit Pieks zurück ins Leben? Ein Kommentar zur Impfung gegen Covid-19

Schild „Einbahnstraße“

Wann ist dieses Gefühl entstanden? Die Annahme, wir bräuchten erst die medizinische Erlaubnis, um wieder unbeschwert am Leben teilhaben zu können? Im Beitrag einer Bloggerin, deren Gedanken ich gerne verfolge, lese ich: „Möge die Impfung ihr langfristig wieder Begegnungen mit freudiger Gelöstheit ermöglichen in der Familie, in Freundschaften, im Stadtviertel, im Beruf. Möge sie selbst nicht erkranken mit kurzen oder langen schweren Folgen. Möge diese Impfung einen Beitrag leisten zur gesellschaftlichen Bewältigung des Notstands.“

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Gesellschaft, Politik

Nähe in Zeiten der Pandemie. Sind wir uns selbst die Nächsten?

Schokoladen-Osterhase mit Mundnasenschutz.

Nähe in Zeiten von COVID-19 ist eine ambivalente Sache. Rund ein Jahr nach Beginn der Pandemie finden wir es bedenklich, wenn auf der Straße mehrere Menschen ohne Mund-Nasenbedeckung nah beieinander stehen. Von Homeoffice und Homeschooling strapazierte Eltern ersehnen oft nur eines: endlich einmal wieder Zeit allein. Und zuviel Nähe, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, macht uns Angst. Zugleich schleicht sich bei vielen die Sehnsucht ins Herz: ach, wäre es schön, Freunde wieder unbefangen zu umarmen – oder im Café mit ihnen Zeit verbringen zu können. Und Alleinstehende wünschen sich, überhaupt wieder einmal berührt zu werden…

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