Familie, Persönliches

Tanzen, Denken, bei mir sein: Was stärkt mich gerade? Mein Beitrag zur Blogparade auf mutter-und-sohn.blog

Zimmer: Blick auf Bücherregal und Gemälde an der Wand

Blogparade „Was stärkt dich gerade?“ Mitmachen bis 31.03.2022. Alle Infos hier!

Ich sitze in meinem Ohrensessel in meinem „Nachdenkstübchen“, dem Zimmer in unserem Haus, das nur mir gehört. Mein Blick schweift über die Bücherschränke vor mir, in denen meine Lieblingsbücher stehen: Politik, Soziologie, Elternsein; dazwischen Biografien starker Frauen. An der Wand daneben drei selbst gemalte Bilder. Ich hole tief Luft. Mein Blick geht zum Fenster, durch das ich auf bewaldete Hügel und den Himmel darüber sehe. Für etwa zwei Stunden habe ich Zeit für mich: mein Partner ist mit unseren Kindern unterwegs. Durchatmen! Und eigentlich habe ich damit schon die Antwort, was mich gerade stärkt. Aber von Anfang an…

Blogparade „Was stärkt dich gerade“ (noch bis 31.03.2022)

In meiner Blogparade frage ich noch bis 31.03.2022: „Was stärkt dich gerade?“ Was gibt dir Kraft und Orientierung in unruhigen Zeiten, zwischen Corona-Verordnungen, Kriegen und Konflikten weltweit (zuletzt in der Ukraine). Und überhaupt als Mutter oder Vater im Alltag zwischen Familie, Beruf und all den vielen kleinen und großen Anforderungen dazwischen?

DANKE übrigens für bereits 9 wunderbare Beiträge zu meiner Frage innerhalb von nur zwei Wochen! Hier könnt ihr euch schon jetzt inspirieren lassen: schaut dazu einfach in die Kommentare zum Aufruf meiner Blogparade!:-)

Und was stärkt mich selbst gerade? In drei Worten: Tanzen, Denken, bei mir sein. 

Tanzen

… und damit alles, was meiner (inneren) Lebendigkeit entspricht und diese im Alltag wieder wach werden lässt. Vor Kurzem bin ich seit tatsächlich rund zwanzig Jahren zum ersten Mal wieder selbst mit dem Auto gefahren. Meinen Führerschein habe ich direkt mit 18 gemacht, aber danach lebte ich so lange in der Stadt, dass ich ein eigenes Auto aufgrund gut ausgebauter öffentlicher Verkehrsmittel schlicht nicht brauchte. Und bei den wenigen Gelegenheiten, bei denen ich mit Auto unterwegs sein musste, fand sich immer jemand, der für mich fuhr. Irgendwann wusste ich kaum mehr, ob ich überhaupt noch ein Fahrzeug lenken konnte. Das begann mich zu wurmen – und so setzte ich mich schließlich doch wieder hinters Steuer. Es sei verraten: verlernt habe ich es nicht (auch wenn ich die ersten Kilometer hochkonzentriert und etwas steif hinterm Lenkrad saß…)! Und auch wenn ich meinem geliebten Rad treu bleiben werde, erleichtert meine wiedererlangte Fahrtüchtigkeit den Alltag mit zwei Kindern gerade auf dem Land doch sehr. Mich stärkt also immer wieder, Neuland zu betreten, meine Kräfte zu erproben und das zu wagen, wovor ich insgeheim etwas „Muffensausen“ habe. Lang war mein Motto „Wo die Angst ist, geht es lang!“ Mein Leben diesem Grundsatz entsprechend zu führen, hat mich bis heute innerlich ziemlich stark werden lassen. 

Denken 

Was mich zudem stärkt: meinen Gedanken mit Muße und in aller Ruhe nachzugehen, sie zu formulieren und über sie in Austausch gehen zu können. Wenig ist für mich befriedigender und stärkender als ein fruchtbares Gespräch mit einem intelligenten Gegenüber. Meine Nachdenklichkeit ist mein Schatz, der wie jedes Glück auch seine Schattenseiten hat. So kenne ich in meinem Leben durchaus auch grüblerische, melancholische Phasen. Und ohne Zugang zu geistreicher Kommunikation fühle ich mich schnell allein. Gerade während der zum Teil isolierten Zeiten der letzten zwei Jahre war mein Blog ein wichtiges Medium, das mir diesen Austausch sowie die öffentliche Reflexion über die Dinge, die mich im Außen beschäftigten, weiter ermöglichte. Gerade arbeite ich zudem mit einer wunderbaren weiteren Autorin an meinem zweiten Buch, das, wenn alles gelingt, im Frühjahr 2023 erscheinen wird. Die Gespräche und die gemeinsame Planung dafür, ebenso wie die Interviews, die ich für das Buch führe, beflügeln mich. Lebendiger Austausch und ein sinnvolles gemeinsames Ziel – das sind definitiv Dinge, die mich stärken! 

Bei mir sein

Und schließlich, als Gegenpol zu einem extrovertierten Leben, in dem ich mit anderen vernetzt, verbunden und auch innerhalb meiner Familie in ständigem Austausch bin, stärkt mich der Rückzug, das stille Bei-mir-sein. Zur Ruhe zu kommen, auch ohne meine Kinder. Ohne den Blick auf die Welt und manchmal nicht einmal mit dem Blick auf mich selbst. Nur atmen, da sein, innehalten. Die Natur, die einfach existiert und sich in fröhlicher, kraftvoller Anarchie immer neu erschafft, so sehr wir sie auch zu beherrschen und zu formen versuchen, ist mir dabei Vorbild und Inspiration. Entsprechend dankbar bin ich, nach unserem Umzug als Familie aus der Großstadt nun Wälder, Flüsse und grüne Wiesen direkt vor der Haustür zu haben!

Das sind – ganz persönlich – drei Dinge, die mich stärken. Und was stärkt dich gerade? 

Du willst auch mitmachen? Alle Infos, wie du an meiner Blogparade teilnehmen kannst (noch bis 31.03.22) findest du hier: Einladung zur Blogparade „Was stärkt dich gerade?“

Herzlich, Sarah Zöllner (mutter-und-sohn.blog)

Die Autorin ist Lehrerin, Autorin für Familien- und Gesellschaftsthemen und Mutter eines Kindergarten- sowie eines Grundschulkindes.

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[Foto: privat]

2 Gedanken zu „Tanzen, Denken, bei mir sein: Was stärkt mich gerade? Mein Beitrag zur Blogparade auf mutter-und-sohn.blog“

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