Gesellschaft, Hochsensibilität, Persönliches

Warum mir Zeiten digitaler Stille wichtig sind: Ein Selbstversuch

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Ab sofort gibt’s hier im Blog an ZWEI festen Tagen neue Beiträge zu lesen: MITTWOCHS und SAMSTAGS.

Ich mache damit einen Selbstversuch. Warum?

  1. Ich schreibe für meinen Blog unheimlich gern und gerade auch sehr viel, die Tastatur steht sozusagen nicht still😉. Das macht mir ehrlich Spaß und hat einen tollen „Nebeneffekt“: inzwischen lesen eine Menge Leute meine Artikel und nicht wenige von euch beehren mich mit ihren tollen, durchdachten, oft auch persönlichen Kommentaren, die ich sehr gern beantworten will. 
  1. Das Netz ist – jawohl – schnell und immer verfügbar. Ping Ping. Kurznachrichten, Chats, E-Mails, die Kommentare und Benachrichtigungen, die mich über meinem Blog erreichen: ein stetes „Hintergrundrauschen“, das mein Leben untermalt. Dutzende Extra-Reize, die meine Handlungen, Gedanken, Gespräche jeden einzelnen Tag unterbrechen. Dazu sage ich jetzt einfach mal STOP. 

Ob mir das gelingen wird? 

Ich habe hier im Blog schon einmal geschrieben, warum mir Zeiten digitaler Stille wichtig sind. 

Zur (eigenen) Erinnerung: 

  • weil ich mit meinen besten Freund/innen und mit meiner Familie an einem Tisch zusammensitzen und mit ihnen sprechen will, nicht chatten oder Sprachnachrichten austauschen, die neue Form des „sich gegenseitig auf den Anrufbeantworter Sprechens“. Das tue ich für meinen Geschmack schon viel zu oft. 
  • weil ich merke, es entspannt mich, wenn ich längere Zeit am Stück mein Handy nicht in der Hand habe, keinen neuen Informations- und Kommunikations-Input erhalte, keine zusätzlichen Reize in meinem ohnehin reizintensiven Alltag. 
  • weil ich mich ertappt habe, wie ein Pawlowscher Hund auf das Signal „Sie haben Post“ zu reagieren: es zuckt mir in den Fingern und ich spüre den deutlichen Drang, nachzusehen, wer da was geschrieben hat. Frei nach McLuhan: „The Medium is the Message“: diese Nachricht will ich gar nicht empfangen. Das ist mir für meinen Geschmack entschieden zu konditioniert!

Daher lese – und schreibe – ich jetzt versuchsweise zu festen Zeiten.

Die restliche Zeit bleibt mein Handy AUS. So richtig. Ohne Empfang. In der Tasche, bzw. gleich im Schrank. Mal sehen, was passiert. 

Vermutlich einfach nur himmlische Ruhe?!

Vielleicht hat der eine oder die andere ja sogar Lust mitzumachen? Dann freue ich mich – wie immer – über Kommentare, wie es euch dabei ergangen ist. Ich lese und beantworte sie dann, wenn mein Handy wieder an ist. Vermutlich nächsten Samstag!😀

Herzlichen Gruß, Sunnybee

[Foto: Pixabay]

2 Gedanken zu „Warum mir Zeiten digitaler Stille wichtig sind: Ein Selbstversuch“

  1. Klingt nach guter Selbstfürsorge.
    Da mein Handy nicht digital funktioniert (mir ist es nur wichtig unterwegs erreichbar zu sein für die Kinder und meine Mutter) , bin ich wenigstens auf meinen Laptop/Schreibtisch begrenzt. Ich habe es mir zur Regel gemacht, dass der Laptop nur an sein darf, wenn das Kleinkind in der Kita oder im Bett ist (wobei ich manchmal schummele, wenn beide Kinder im Zimmer der Großen spielen)
    Schaffst du es der Versuchung zu widerstehen mehrer Tage nicht zu schauen, wie dein Beitrag kommentiert wurde?
    Ich gebe zu gerade die Kommentare haben eine verführerische Süße für mich.
    Liebe Grüße
    Natalie

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  2. Liebe Natalie,

    ja, natürlich juckt es mir in den Fingern, nachzusehen, ob meine Beiträge gelesen und kommentiert wurden. Das ist ja „Lohn und Brot“ des Schreibens hier!🙂
    Ich will auch nicht mein Handy im nächsten Fluss versenken, nur selbst wieder den Rhythmus bestimmen, in dem ich Anregungen und Informationen aufnehme. Und ich merke, das tut echt gut – und macht kreativ! Morgen wirst du hier im Blog zwei neue Texte von mir finden!😉

    Herzlichen Gruß und ich freue mich, dass du bei mir mitliest!
    Sunnybee

    Gefällt mir

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