Noch einen Kaffee… Es fühlt sich an wie Luxus: Im Frühstücksraum meines Hotels, das die Veranstalterinnen der Lesung an diesem Wochenende für mich gebucht haben, nippe ich in aller Ruhe an meinem Kaffee. Um mich herum an diesem noch frühen Morgen nur Männer. Der Kleidung nach Ingenieure? Oder Messebauer?
Keine Zeit, zur Wahl zu gehen? Am 9. Juni 2024 stehen gleich zwei wichtige Wahlen an: Die Wahl des Europäischen Parlaments und Kommunalwahlen, bei denen die Vertreterinnen und Vertreter eures Gemeinderats vor Ort gewählt werden. Warum ich als Mutter wählen gehe, schreibe ich hier.
Frauen sind fürsorglich, sexy und ihr Bereich ist die Familie. Männer können sich durchsetzen, ihr Metier ist der Beruf. Klischee aus der 1950er-Jahre-Mottenkiste? Nicht, wenn frau sich die Ergebnisse der Stichwortsuche in einem Portal für kostenlos abrufbare Bilder ansieht. Viel Spaß beim Staunen. Und jaaa – wir schreiben das Jahr 2024!
Als Mutter in die Kommunalpolitik? Womöglich mit „heiklen“ Themen wie Gewaltschutz oder Kritik an der Geburtshilfe in Deutschland? Schwierig. „Mein Aufnahmeantrag in die Partei wurde ohne Begründung abgelehnt.“ „Ich habe den Eindruck, bei der Durchsetzung von Themen geht es nur um Kontakte, die man eben hat oder nicht.“ „Wie soll ich als Alleinerziehende Politik machen, wenn die Sitzungen abends um 18 Uhr und am Wochenende stattfinden?“ Drei Äußerungen, die mich als Journalistin und Autorin von Müttern erreichen, die sich in der Politik engagieren wollen.
Wer Jungs im Alter von 6-10 Jahren hat, jedenfalls wissbegierige, kommt um sie fast nicht herum: die Checker-Kinderwissenssendungen auf KiKa und im Ersten. Seit 2013 machen Checker Tobi, Checker Can und Checker Julian den „Feuerwehr-“ oder „Weltraum-Check“, fragen: „Wie wird Brot hergestellt?“ und „Wo gingen Ritter eigentlich aufs Klo?“ Wissen für Kids locker und unterhaltsam aufbereitet. Mein Sohn (8) liebt die knapp halbstündigen Sendungen.