Familie, Gesellschaft

2021: KW 36 | Perspektive |

Eiswaffel, die auf den Boden gefallen ist.

Es ist dieser Tage sehr einfach, sich leicht zu fühlen. 

Du musst nur mit dem Rad ins Grüne fahren. Ein Eis im Café nebenan bestellen, wo die Leute im Freien sitzen, plaudernd und lachend. Mit deinem Kind den Wasserspielplatz besuchen: Dreijährige stehen bis zum Bauch in nassem Sand und lachen sich schlapp.

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Familie, Persönliches

Warum ich mein Frühstücksei lieber alleine esse. Vom wertschätzenden Umgang mit Kindern

Aufgeschlagenes Frühstücksei in Eierbecher von oben.

Es soll unter uns Menschen ja Lerchen und Eulen geben, also geborene Frühaufsteher/innen und eher Nachtaktive. Als Mutter zur Eule berufen zu sein hilft dir allerdings nicht viel, wenn dich dein jüngeres Kind um 5.30 Uhr weckt und das ältere gegen sechs ins gemeinsame Bett zum Kuscheln kommt. Platzt der Kleine dann vor Bewegungsdrang und der Große vor Mitteilungsbedürfnis, wird zumindest mir das vor acht Uhr am Morgen schnell zuviel. Erst spüre ich innere Unruhe, die zu äußerer Gereiztheit wird und nicht selten in einem handfesten Streit endet, wenn die Kinder nicht „mal eben Rücksicht nehmen“ können oder wollen und weiter um mich herum toben.

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Familie, Gesellschaft

Buchtipp: Frauenleben im Lauf der Zeit (Rezension)

Buchtitel „Frauenleben im Lauf der Zeit“

„Mama, wie war das früher: Sind Mütter da auch ins Büro gefahren?“, „Warum durften Männer im antiken Griechenland allein entscheiden, wen ihre Tochter heiraten sollte?“ „Durften Mädchen im Mittelalter in die Schule gehen?“ Falls dir deine Tochter, deine Nichte oder dein Patenkind (oder vielleicht auch dein Sohn?) irgendwann Fragen dieser Art stellt, kannst du mit ihr oder ihm jetzt ein spannendes Buch anschauen: „Frauenleben im Lauf der Zeit“ von Katarzyna Radziwiłł und Joanna Czaplewska, auf Deutsch erschienen 2021 im Schweizer Helvetiq-Verlag.

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Gesellschaft, Politik

2021: KW 35 | Recht und Gesetz |

Grafik eines Hammer für die Bekräftigung eines Urteils vor Gericht. Im Hintergrund eine Waage und Paragraphenzeichen.

Als Germanistin und Liebhaberin der deutschen Sprache achte ich aktuell nicht nur auf den Inhalt öffentlicher Statements, sondern auch auf deren Formulierung. Ein Fundstück der besonderem Art begegnete mir zuletzt im Archiv des Deutschen Bundestages. Bereits Ende Januar 2021 veröffentlichen die Wissenschaftlichen Dienste für Abgeordnete des Bundestages ein Dossier mit „Fragen zur verfassungsrechtlichen Zulässigkeit von Ungleichbehandlungen von geimpften gegenüber ungeimpften Personen“. Zimperlich geht es darin nicht zu: Gesunde werden zu „Nichtstörern“ erklärt, Menschen mit positivem Test zu „Krankheitsverdächtigen“, „Ansteckungsverdächtigen“ oder „Ausscheidern“, deren „Beobachtung, Absonderung und Tätigkeitsverbot“ zu regeln sei.

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Gesellschaft, Politik

„3G“: Corona-Schutzmaßnahmen und die Illusion perfekter Sicherheit

Grafik einer Spritze mit Injektionsnadel

Jetzt also „3G“. Zugang zu Veranstaltungen in Innenräumen, Innengastronomie, zum Frisör oder in Hotels haben ab sofort nur noch „Geimpfte, Getestete oder Genesene.“ Und das bereits ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35, in Baden-Württemberg sogar generell. Die Intention dahinter ist klar: die „Impfbereitschaft“ eines möglichst großen Teils der erwachsenen Bevölkerung soll erreicht werden. Nicht umsonst formuliert Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha angesichts der neuen Corona-Verordnung: „Wer geimpft ist, hat ein unkompliziertes Leben.“ Zugleich bleiben AHA-L Regeln und Beschränkungen im Alltag weiterhin gültig. Aufgrund welcher Legitimation? Und was macht die offenbar politisch gewollte und offensive Unterteilung von Menschen in „Geimpfte“ und „Ungeimpfte“ mit unserer Gesellschaft? Ein kritischer Kommentar.

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