alleinerziehend, Gesellschaft

„Solo-Tour“ – wie erlebten Alleinerziehende den Corona-Lockdown? Aktuell in der new work mum Nr. 2/2020

Druckfrisch seit 15. September 2020 im Zeitschriftenhandel: die zweite Ausgabe der new work mum, dem „Magazin für berufstätige Mütter“, herausgegeben von den Gründerinnen Christiane Blask und Barbara Grüssinger. Mitten im Heft: die fünfseitige Reportage „Solo-Tour“ über die Situation Allein- und Getrennterziehender während des Corona-Lockdowns im Frühjahr diesen Jahres, plus Interview mit Nicola Stroop, Vorsitzender des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter in NRW (VAMV NRW). Ich bin froh und stolz, dass ich zu diesem wichtigen Thema mit meiner Reportage einen Beitrag leisten konnte!

In der Reportage kommen vier ganz unterschiedliche Frauen zu Wort, von der Senior Managerin einer Fondsgesellschaft bis zur freischaffenden Zirkuspädagogin. Ihnen allen gemeinsam: sie sind allein- oder getrennt erziehend und mussten während des Corona-Lockdowns im Frühjahr diesen Jahres den Alltag zwischen Beruf und Familie, Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit weitgehend alleine stemmen. Irgendwie musste es weitergehen, auch mit zum Teil komplett wegfallender Kindergarten- und Schulbetreuung. Wie die vier starken Frauen das meisterten, zeichne ich anhand mehrerer langer Gespräche, die ich mit ihnen nach Ende des Lockdowns geführt habe, nach. 

Nicht nur negativ – aber definitiv keine einfache Zeit!

Überraschenderweise fällt das Fazit der vier nicht nur negativ aus. Zu merken, wieviel Energie und Durchsetzungsstärke durch eine solche Krise freigesetzt wird, fanden gleich mehrere von ihnen beeindruckend. Auch die Erfahrung, auf einmal viel Zeit mit dem eigenen Kind, bzw. den eigenen Kindern, verbringen zu können, ohne die sonst üblichen Alltagstermine, empfanden die Frauen als wohltuend. Und nicht zuletzt die Erfahrung, Hilfe organisieren zu können und nicht „Opfer der Umstände“ zu sein. 

Allerdings wurde auch deutlich, wie unterschiedlich die vier Frauen die Wochen des Lockdowns erlebten. Während die einen von Anfang, bzw. fast von Anfang an, aufgrund ihres Berufs Zugang zu einer umfassenden Notbetreuung ihrer Kinder hatten, fanden sich andere „zwischen allen Stühlen“ wieder: weder Betreuungsangebote noch finanzielle Hilfen standen zu Verfügung. „Homeoffice und parallele Kinderbetreuung ist für alle Eltern schwierig, für Alleinerziehende aber so gut wie unmöglich“, so das Fazit einer der Frauen, die während des Lockdowns dennoch durchgehend weiter im Homeoffice berufstätig war. Möglich wurde ihr das nur, indem sie sich mit einer anderen alleinerziehenden Mutter die Betreuung teilte. Auch die angebotene Notbetreuung war nicht in allen Fällen eine Entlastung. Eine der Frauen erlebte, dass ihr Kind sich unter den ungewohnten Bedingungen alles andere als wohl fühlte, von ihr als Arbeitnehmerin wurde aber erwartet, dass sie ihren Beruf wie gewohnt  ausübte, da ihr Kind ja betreut sei – ein, vor allem emotionaler, Spagat. In gewisser Weise habe der Lockdown wie ein Vergrößerungsglas gewirkt, so auch Nicola Stroop vom VAMV NRW: Es wurde noch deutlicher, was die Situation für getrennte Eltern mit sich bringt – an Gutem wie an Schlechtem. 

Weitere spannende Aspekte im „Corona Spezial“ des Magazins

Das insgesamt fast 20-seitige „Corona-Spezial“ der new work mum zeigt darüber hinaus weitere spannende Aspekte, wie die Situation dreier Väter während des Lockdowns sowie die Möglichkeiten und Konsequenzen des Homeoffice, das während der Zeit auf einmal zur Arbeitsweise der Wahl wurde und es bis heute in vielen Berufszweigen ist. Und nicht zuletzt, wie Gründer/innen auf die Krise reagieren können, wie der berufliche Wiedereinstieg nach der Babypause in Zeiten der Pandemie gelingen kann und welche finanzielle Unterstützung es für berufstätige Mütter und Väter gibt.  

Daneben als weiterer Schwerpunkt des Heftes das Thema „Mut“ und natürlich verschiedene Aspekte des New Work, einer Arbeitsweise, die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Fokus nimmt, nach neuen Wegen der Vereinbarkeit von unternehmerischem Denken und Nachhaltigkeit oder auch Familie und Beruf sucht und Arbeitnehmerinnen und -nehmer nicht als „Rädchen im Getriebe“ eines unpersönlichen, vorwiegend auf Gewinnmaximierung ausgerichteten, Systems sieht. Die Arbeitsweise der Zukunft, würde ich sagen – auch diesmal in der new work mum wieder mit spannenden Porträts und Denkanstößen! Passend dazu: ein Interview mit Schauspielerin und Geschäftsfrau Jessica Alba sowie mit berufstätigen Müttern in Shanghai

Blick auf Deutschland und über Deutschland hinaus

In der 2. Ausgabe bietet die new work mum also sowohl den Blick auf den Alltag in Deutschland als auch auf die Welt außerhalb, auf individuelle Role-Models ebenso wie auf gesellschaftliche Gruppierungen wie Allein- und Getrennterziehende. Dazwischen etwas Lifestyle und Mode, das Ganze, wie bereits in der ersten Ausgabe des Magazins, luftig und modern illustriert und gelayoutet.

Ein Blick in die aktuelle Ausgabe der new work mum lohnt sich also – nicht zuletzt, um den Zeitschriftenmarkt weiter bunt und vielfältig zu erhalten und das Engagement der Gründerinnen Blask und Grüssinger sowie ihrer Mitstreiter/innen zu unterstützen! 

New work mum. Das Magazin für berufstätige Mütter. Nr. 2. 6,20€.

Ab sofort im gut sortieren Zeitschriftenhandel erhältlich sowie online auf der Seite des Verlags, über chribamedien.de oder auch über die Facebook-Seite des Magazins. Ausgabe Nr. 3 erscheint im Winter 2020. 

[Fotos: privat. Dieser Beitrag enthält aufgrund von Markennennung Werbung, von der ich jedoch keinen finanziellen Vorteil habe.]

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