Familie, Gesellschaft, Politik

Umfrage: Was brauchen Eltern im Fall einer zweiten Corona-Welle wirklich? (#CoronaElternFeedback)

Meckern kann jeder. „Die da oben“ beschuldigen, zu wenig für Kinder, Eltern, Alleinerziehende, Patchwork-Familien etc. zu tun, auch. Ich persönlich finde selbst nachzudenken und sich für Veränderung zu engagieren – und zwar auf konstruktivem und demokratischem Weg – sinnvoller. Dafür braucht es Öffentlichkeit. Und es braucht Räume, in denen unsere Interessen als Eltern und Familien gehört werden! Wir sind viele und unsere Stimmen haben Gewicht. Die Bloggerinnen Lisa Hartmann von stadtlandmama.de, Anke Neckar von laecheln-und-winken.com und Alu Kitzerow von grossekoepfe.de starten aktuell eine große Elternumfrage: #CoronaElternFeedback. Eine Aktion, die ich wirklich unterstützenswert finde!

4 Fragen an Eltern – macht mit!

Hier geht’s zur Umfrage (Link anklicken)

1. Was ist im Moment eure größte Angst?

2. Was ist euer schwerwiegendstes Problem im (Familien-)Alltag? 

3. Was wäre eure Idee bzw. was bräuchtet ihr gerade am dringendsten, damit sich die Situation für euch als Eltern verbessern würde? 

4. Wie viele Personen leben in eurem Haushalt?

Die Antworten sollen gebündelt an die politischen Vertreter/innen unserer Regierung weitergegeben werden.

Was planen die Organisatorinnen als nächsten Schritt?

Natürlich interessant: Was planen die Organisatorinnen mit dem Ergebnis ihrer Umfrage? Einen Termin mit Familienministerin Giffey? Eine Rückmeldung an die Pressestelle des Gesundheits-, bzw. Familienministeriums? Wollen sie über die Online-Kanäle der Minister/innen Kontakt mit diesen aufnehmen oder in entsprechenden Schwerpunktsendungen im Fernsehen die Anliegen von Familien vertreten? Lisa von Stadtlandmama hat sich Ende Mai 2020 bei stern.tv gegenüber NRW Ministerpräsident Laschet bereits zum Thema „Homeschooling und Homeoffice“ geäußert. 

„Uns hört sowieso keiner zu?“ – Das stimmt nicht! 

Zu sagen „Wir werden nicht gehört“, ist zu einfach. Das zeigen z.B. die Forderungen des VAMV (Verband Alleinerziehender Mütter und Väter) während des Corona-Lockdowns im Frühling diesen Jahres. Auf die Initiative des VAMV NRW hin bekamen in Nordrhein-Westfalen schließlich alle berufstätigen Alleinerziehenden einen Notbetreuungsplatz für ihre Kinder, was zuvor politisch gar nicht eingeplant war. Und auch den #FamilieninderKrise- und #CoronaEltern-Bewegungen gelingt es seit einigen Monaten, Familien und ihren Bedürfnissen eine Stimme zu geben. 

Mehr Kinderkranktage für gesetzlich versicherte Eltern, wenn die Schulen oder Betreuungseinrichtungen ihrer Kinder wegen Corona schließen sollten, ein in den Monaten September und Oktober zusätzlich ausgezahlter „Corona-Kinderbonus“ und z.T. eine finanzielle Entschädigung für Eltern, die während des Lockdowns wegen fehlender Kinderbetreuung ihrer Arbeit nicht nachgehen konnten – das alles ist ein Anfang. Auch wenn dabei manches schief geht und z.B. beim Corona-Kinderbonus der finanzielle Zuschuss gerade bei Alleinerziehenden zuweilen nicht diejenigen erreicht, für die er vorgesehen ist, nämlich die Kinder, sondern in manchen Fällen den Elternteil, der sich während des Lockdowns gar nicht um die Kinder gekümmert hat… Perfekt ist also nichts. Aber schon allein, dass die Debatte um Familien und ihre Bedürfnisse angestoßen wird, ist viel wert!

Drei weitere wichtige Fragen:

  • Was brauchen – gerade auch allein- oder getrennt erziehende – Familien unter Pandemiebedingungen wirklich? Hier sammelt die Eltern-Umfrage „CoronaElternFeedback erste Antworten. Macht mit!
  • Welche Information, z.B. zu Kita- oder Schulschließungen werden im Fall einer zweiten Welle im Herbst/Winter benötigt – und wie erreichen sie möglichst schnell und umfassend diejenigen, die sie brauchen?
  • Welche Unterstützung wird gebraucht? Wie werden v.a. auch Kinder aus sozial schwachen oder sogar gewalttätigen Familien gefördert und geschützt? Wo gibt es finanzielle Hilfen? Wie und wo können diese beantragt werden?

Ihr könnt mit eurer Teilnahme an der Umfrage #CoronaElternFeedback einen Beitrag dazu leisten, dass wir Familien gehört werden. Gerade auch als Allein- und Getrennterziehende oder Patchworkfamilien. 

Interesse? Dann beteiligt euch hier an der Umfrage: 

Hier geht’s zur Umfrage (Link anklicken).

Mehr zu den Organisatorinnen erfahrt ihr über deren Websites: 

Anke Neckar von laecheln-und-winken.com

Lisa Hartmann von stadtlandmama.de

Alu Kitzerow von grossekoepfe.de

Ihr habt einen eigenen Elternblog und wollt über die Aktion berichten?

Seid ihr selbst online als Elternblogger/innen unterwegs, könnt ihr euch mit eurem Blogbeitrag zum Thema über die Seite der Blogfamilia vernetzen und damit für noch mehr Aufmerksamkeit für die Aktion sorgen.

Meiner Meinung nach eine tolle Initiative: Für konstruktive Kritik und konkrete Vorschläge, statt – aktuell auch vernehmbarem – Wutgebrüll und „Schafft-die-Regierung-ab!“-Parolen.

Herzlichen Gruß

Sarah (mutter-und-sohn.blog)

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2 Gedanken zu „Umfrage: Was brauchen Eltern im Fall einer zweiten Corona-Welle wirklich? (#CoronaElternFeedback)“

  1. Aktuell, muss ich sagen, geht’s uns erschreckend normal. Man merkt kaum mehr etwas von Corona und die Überlastung ist weg. Einzig die Angst vor einem neuen Lockdown sitzt mir im Nacken … Ich denke, nochmal können wir Eltern das nicht aushalten.

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