
Eine Kurzreise nach Köln. Ich besuche Freundinnen dort – und stehe mitten im Bahnhofsviertel plötzlich vor einer Wand, die mich für einen Moment sprachlos macht. Zwischen Taubendreck und Uringeruch steht dort ein Satz, der mich zu Tränen rührt.
„Egal was, ich glaube an dich.“
Wollen wir, dass unsere Kinder zu Menschen werden, die sich an die Seite anderer stellen, statt sich über sie zu erheben?
Wollen wir, dass unsere Kinder Menschen werden, die für sich einstehen und für andere frei und ohne Angst laut werden?
Wollen wir, dass unsere Kinder, wenn sie erwachsen und wir alt sind, gern zu uns zurückkommen, weil ihre Kindheit sie mit einem Gefühl von Freude und nicht Bedauern erfüllt?
Dann ist dieser Satz eine gute Grundlage:
„Egal was, ich glaube an dich.“
Wann hat ihn jemand zum letzten Mal zu dir gesagt?
Herzlichen Gruß
Sarah Zöllner (mutter-und-sohn.blog)
Die Autorin ist freie Journalistin, Autorin für Familien- und Gesellschaftsthemen sowie Mutter eines Kindergarten- und eines Grundschulkindes.
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[Foto: privat]
