Familie, Gesellschaft

Geboren in Frauenhände – Hebammen dürfen bei der Geburt kein Luxus werden (Teil 2/4)

Schlafendes neugeborenes Baby.

Teil 2 meiner Reihe rund um Familie, Geburt und Gesellschaft.

Hier geht es zu Teil 1 und (demnächst) zu Teil 3 und Teil 4.

Seit der Geburt unseres zweiten Sohnes sind inzwischen fast zwölf Monate vergangen – und noch immer ist mir sehr präsent, wie ich mich dabei fühlte, was gut lief, was sich weniger gut anfühlte und worüber ich auch im Nachhinein noch von Herzen dankbar bin. Ich werde hier im Blog keinen Geburtsbericht veröffentlichen – das ist mir doch zu persönlich. Vielmehr möchte ich auf ein Thema aufmerksam machen, das mir als zweifacher Mutter wirklich unter den Nägeln brennt: Hebammen sind in der Geburtshilfe, ebenso wie in der Vor- und Nachbetreuung von (werdenden) Müttern unentbehrlich und dürfen nicht aufgrund von Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem zum Luxus für wenige werden.

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Familie, Gesellschaft

„Hauptsache gesund?“ Ein persönlicher Kommentar zu Pränataldiagnostik (Teil 1/4)

Buch „Außergewöhnlich“. Lachender Junge mit Trisomie 21.

Teil 1 meiner Reihe rund um Familie, Geburt und Gesellschaft.

Hier geht es zu Teil 2 und demnächst zu Teil 3 und Teil 4.

„Hauptsache, gesund!“ Diesen Satz hörte ich in meiner zweiten Schwangerschaft nicht nur einmal. Und ich gebe zu, ich dachte ihn selbst immer wieder, während ich gemeinsam mit meiner Frauenärztin das Schneegestöber der Ultraschallbilder betrachtete. Dann, in der 11. Schwangerschaftswoche, Termin bei der Feindiagnostik. Als „Risikoschwangere“ über 35 hatte ich mich dazu überreden lassen. Nun lag ich in der chicen Praxis auf der Liege und spürte, wie sich mein Magen zusammenzog. Die Ärztin schaute besorgt: „Es gibt da eine Auffälligkeit!“…

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Familie, Gesellschaft

Solidarität, die einschließt, statt Barrieren zu schaffen

Kind in Rollstuhl mit Beatmungsgerät schaut lachend auf ein Pferd, das sich zu ihm beugt.


Ich habe zwei Kinder. Sie sind wild, neugierig, liebevoll, übermütig, verhalten sich manchmal so, dass ich am liebsten weglaufen würde und dann wieder so, dass mein Herz weit aufgeht. Und sie sind beide ohne schwere Erkrankung oder Behinderung auf die Welt gekommen. Dafür bin ich sehr dankbar. Noch dankbarer wäre ich aber, wenn körperliche und seelische Einschränkungen in unserer Gesellschaft nicht immer noch fast automatisch zu Ausgrenzung, Benachteiligung und sozialer „Behinderung“ führen würden. Denn behindert, beziehungsweise am selbstbestimmten und gleichwertigen Leben gehindert, werden Menschen mit Handicap oft gar nicht in erster Linie durch ihre körperlichen oder seelischen Einschränkungen, sondern dadurch, wie unsere Gesellschaft auch 2021 mit allem, was von der Norm abweicht, umgeht.

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Familie, Gesellschaft

2021: KW 36 | Perspektive |

Eiswaffel, die auf den Boden gefallen ist.

Es ist dieser Tage sehr einfach, sich leicht zu fühlen. 

Du musst nur mit dem Rad ins Grüne fahren. Ein Eis im Café nebenan bestellen, wo die Leute im Freien sitzen, plaudernd und lachend. Mit deinem Kind den Wasserspielplatz besuchen: Dreijährige stehen bis zum Bauch in nassem Sand und lachen sich schlapp.

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Familie, Persönliches

Warum ich mein Frühstücksei lieber alleine esse. Vom wertschätzenden Umgang mit Kindern

Aufgeschlagenes Frühstücksei in Eierbecher von oben.

Es soll unter uns Menschen ja Lerchen und Eulen geben, also geborene Frühaufsteher/innen und eher Nachtaktive. Als Mutter zur Eule berufen zu sein hilft dir allerdings nicht viel, wenn dich dein jüngeres Kind um 5.30 Uhr weckt und das ältere gegen sechs ins gemeinsame Bett zum Kuscheln kommt. Platzt der Kleine dann vor Bewegungsdrang und der Große vor Mitteilungsbedürfnis, wird zumindest mir das vor acht Uhr am Morgen schnell zuviel. Erst spüre ich innere Unruhe, die zu äußerer Gereiztheit wird und nicht selten in einem handfesten Streit endet, wenn die Kinder nicht „mal eben Rücksicht nehmen“ können oder wollen und weiter um mich herum toben.

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